F1 Monza 2021: Hamilton Schnellster, Sainz crasht im Abschlusstraining

Carlos Sainz wirkte nach seinem Crash in der Ascari-Schikane zunächst benommen, während sich Lewis Hamilton die Trainingsbestzeit sicherte

F1 Monza 2021: Hamilton Schnellster, Sainz crasht im Abschlusstraining

Lewis Hamilton hat sich im zweiten Freien Training zum Grand Prix von Italien in Monza (Sprint ab 16:30 Uhr im Formel-1-Liveticker!) die Bestzeit gesichert. In der von Rennvorbereitungen geprägten Session fuhr der Mercedes-Pilot seine schnellste Runde in 1:23.246 Minuten und setzte sich vor seinem Teamkollegen Valtteri Bottas (+0,222) und Max Verstappen (Red Bull/+0,416) an die Spitze.

Kurz vor Halbzeit der einstündigen Session gab's eine Schrecksekunde, als Carlos Sainz in der Ascari-Schikane die Kontrolle über seinen Ferrari verlor und in Fahrtrichtung links in die Barrieren einschlug. Der Spanier wirkte hörbar benommen, als er sich am Boxenfunk meldete: "Ich hatte einen massiven Crash. Das hat ein bisschen wehgetan. Aber ich bin okay."

Sainz konnte anschließend selbst aussteigen und erfing sich relativ schnell. Seinem Chassis ging's aber weniger gut: Die Vorderradaufhängungen waren ab, die Nase hinüber. Für die Ferrari-Mechaniker gibt's in der Mittagspause also keine Pasta, sondern vollen Zeitdruck, um den Unfallwagen für das Qualifying zu reparieren.

Die Session war nach dem Sainz-Crash übrigens für 13 Minuten unterbrochen. Wertvolle Zeit, die insbesondere denen fehlt, die evaluieren wollten, ob für den Sprint auch der Soft eine Option sein könnte. "Die Daten haben wir jetzt nicht", bedauert Mario Isola von Pirelli. Theoretisch sei der Soft eine Möglichkeit glaubt er, denn: "Die Autos sind für 18 Runden ja nicht so schwer betankt."

Sainz' Teamkollege Charles Leclerc belegte den elften Platz. Bei ihm wurde nach Freitag die Powerunit gewechselt. Leclerc hatte über Probleme geklagt, die sich auf das Fahrverhalten auswirkten, diese aber nicht näher spezifiziert. Also baute seine Crew über Nacht einen anderen Motor ein. Weil es sich dabei um ein gebrauchtes Modell handelt, gibt's keine Gridstrafe.

Trotz des Motorwechsels kam Leclerc nicht reibungsfrei durch die 60 Minuten. Sechs Minuten vor Schluss meldete er: "Jungs, ich muss aufhören. Ich kann das am Funk nicht erklären." Ob es sich dabei wieder um einen Motordefekt handelte oder um ein anderes Problem, das ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt.

Auch für Sebastian Vettel lief das Abschlusstraining nicht ganz nach Wunsch. Der Aston-Martin-Pilot hatte Schwierigkeiten mit dem Ladeverhalten seiner Batterie: "Ist es wirklich durcheinander oder habe nur ich den Eindruck?", erkundigte er sich, nachdem er das Problem am Boxenfunk gemeldet hatte. Und erhielt als Antwort: "Nein, es ist wirklich durcheinander."

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Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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