Interview

Formel 1

F1-Neuling Haas hat "ein bisschen" Entwicklungsrückstand für 2017

Der US-amerikanische Rennstall Haas geht mit gedämpften Erwartungen in die Formel-1-Saison 2017.

Valentin Khorounzhiy

Valentin Khorounzhiy

Bearbeitet: 05.11.2016, 14:48

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Esteban Gutierrez, Haas F1 Team VF-16

Pressekonferenz: Ayao Komatsu, Haas F1 Team

Romain Grosjean, Haas F1 Team

Esteban Gutierrez, Haas F1 Team VF-16

Esteban Gutierrez, Haas F1 Team VF-16, und Kevin Magnussen, Renault Sport F1 Team RS16

Haas F1 Team: Ayao Komatsu und Günther Steiner

Romain Grosjean, Haas F1 Team VF-16; Jolyon Palmer, Renault Sport F1 Team RS16

Weil ein neues Reglement eingeführt werde und sich das Team noch immer im Aufbau befinde, erwartet Chefrenningenieur Ayao Komatsu keine Wunderdinge von seiner Mannschaft.

"Wir hatten in diesem Jahr nur wenige Upgrades. Die Basis unseres Autos war aber auch gut. Doch wenn wir im kommenden Jahr ähnlich arbeiten, dann werden wir unweigerlich zurückfallen", meint er.

"Denn die großen Teams werden aufgrund der neuen Regeln alle Hebel in Bewegung setzen. Da müssen wir mithalten, was eine große Aufgabe wird. Aber was wir dieses Jahr in 5 Rennen aussortiert haben, müssen wir dann in nur einem Rennen schaffen."

Zudem könne man 2017 vielleicht nicht mehr für eine Überraschung sorgen wie zu Beginn der Formel-1-Saison 2016. Romain Grosjean hatte gleich in den ersten Rennen des Teams gute Punkte erzielt. Anschließend wurde es zunehmend schwieriger für die US-Crew.

Dies sei bereits als Vorgeschmack auf das kommende Jahr zu verstehen, sagt Komatsu. "Es wird dann schwierig genug, den 8. Platz in der Konstrukteurswertung zu halten."

"Ich kann nicht sagen, dass ich zuversichtlich nach vorn schaue. Da müssen wir schon realistisch sein. Wir sind schließlich kein Werksteam", erklärt er. Haas F1 könne aufgrund der geringeren Manpower unmöglich mit Mercedes, Ferrari und Co. mithalten.

"Auf dem Papier haben wir eigentlich gar keine Chance. Ich glaube dennoch, dass wir gut aussehen werden. Doch einfach wird es nicht", meint Komatsu.

Vor allem nicht, weil Haas sich bereits einen gewissen Entwicklungsrückstand eingefangen hat, wie Komatsu einräumt. Man sei "ein bisschen" hintendran, mache aber "gute" Fortschritte. "Ich würde trotzdem nicht sagen, dass wir völlig im Plan sind."

Das Gespräch führte Erwin Jaeggi

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