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Formel 1
Formel 1 startet Forschungsprojekt für besseres Racing
Die Formel 1 und der Automobil-Weltverband (FIA) haben eine neue gemeinsame Mission: Die Rennserie und die Sportbehörde starten ein Forschungsprojekt, um für mehr Action auf der Rennstrecke zu sorgen.

Jonathan Noble
Bearbeitet: 10.06.2017, 07:07
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Denn so spannend die Formel-1-Saison 2017 durch das Duell zwischen Ferrari und Mercedes auch ist – es wird nach wie vor kaum überholt.
Nur beim Grand Prix von Spanien in Barcelona gab es ein Überholmanöver an der Spitze, als Lewis Hamilton dank besserer Reifen an Sebastian Vettel vorbeizog.
Dass Überholen in der Formel 1 schwierig ist, ist bekannt. Am Rande des Grand Prix von Kanada erklärte Formel-1-Sportchef Ross Brawn nun aber, eine Ingenieursgruppe werde sich mit genau diesem Thema befassen, damit künftige Rennautos mehr Überholmanöver zulassen.
Weiterlesen:
- F1-Technik: Spyshots der Updates für den GP Kanada 2017
"Wir stehen noch ziemlich am Anfang, ein Verständnis davon aufzubauen, wie gut sich die neuen Formel-1-Autos im Zweikampf verhalten. Aber wir müssen etwas für die Zukunft tun, das steht fest", sagt Brawn.
"Wir haben gerade ein Aerodynamik-Programm ins Leben gerufen, das sich mit dem Design der Fahrzeuge beschäftigt. Wir wollen sehen, was sich tun lässt, damit die Zweikampf-Situation verbessert werden kann."
"Ich nenne es nicht eine Überhol-Arbeitsgruppe, denn darauf haben wir es nicht abgesehen", erklärt Brawn. Vielmehr gehe es den Spezialisten darum, die sogenannte Dirty-Air – Luftverwirbelungen hinter den Autos – zu reduzieren, dass Duelle auf der Strecke wieder wahrscheinlicher werden.
"Die Aerodynamik ist ein wesentliches Leistungsfaktor der aktuellen Fahrzeuge", sagt Brawn. "Und es gibt die etwas naive Sichtweise, die besagt, wir sollten alle Aerodynamik über Bord werfen – und alles wäre gut."
Zum Thema:
- Die Evolution der Formel-1-Autos seit 1950
"Tatsache ist aber: Dann wäre der Sport weitaus weniger spektakulär und die Autos wären nicht annähernd so schnell wie jetzt."
"Wir müssen also an der Aerodynamik festhalten – aber so, dass die Fahrzeuge dazu in die Lage versetzt werden, Zweikämpfe zuzulassen", meint Brawn und fügt hinzu: "Da kannst du nicht raten, sondern musst forschen."
Genau dafür wurde die neue Arbeitsgruppe gegründet. "Wir dürfen uns glücklich schätzen, schon jetzt tolles Racing zu erleben", sagt Brawn. "Jetzt wollen wir sicherstellen, in Zukunft noch mehr davon zu haben."
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