F1 2017: Die Haltbarkeit der Renault-Motoren ist "nicht akzeptabel"

Renault-F1-Chef Cyril Abiteboul ist nach den Ausfällen beim F1-Rennen in Spa mit der Haltbarkeit der Renault-Motoren alles andere als zufrieden.

Max Verstappens Ausfall in Belgien ist dabei das prominenteste Beispiel für die Probleme des französischen Herstellers. Aber auch die Schwierigkeiten bei Toro Rosso am Freitag und dem Renault-Werksteam am Samstag waren für die Marke in der aktuellen F1-Saison symptomatisch.

Nach dem Rennen wurden Abiteboul und Red-Bull-Racing-Teamchef Christian Horner bei einer hitzigen Diskussion beobachtet.

"Die Leistung des Autos bereitet uns keine Sorgen, sondern die Haltbarkeit", erklärte Abiteboul gegenüber Motorsport.com. "Am Samstag traf es Jolyon [Palmer], der mit Getriebeproblemen zu kämpfen hatte. Des Weiteren gab es auch Schwierigkeiten mit einigen Renault-Motoren im Feld."

"Das bereitet uns wirklich Sorgen. Die Stabilität des Programms sicherzustellen, hat für mich daher äußerste Priorität. Die Leistung ist da, die Haltbarkeit nicht."

Die Frustration seitens Verstappens kommentierte der Franzose: "Die Fahrer scheinen sehr frustriert zu sein. Wir hatten bereits Diskussionen gleich nach der Veranstaltung."

"Wenn man sich die Details genauer ansieht, erkennt man, dass die verschiedenen Piloten mit unterschiedlichen Motorenproblemen konfrontiert wurden. Daher ist es nicht nur ein Fehler, der die Schwierigkeiten bei Max und Jo ausgelöst hat."

"Das ist nicht akzeptabel. Wir wollen unseren Kunden solch eine Haltbarkeit nicht anbieten, weshalb wir uns darauf konzentrieren müssen, das Problem zu lösen."

Der 6. Platz von Nico Hülkenberg in Spa war für Renault hingegen ein Lichtblick. Immerhin bewies das Team, auf manchen Strecken das viertschnellste Auto im F1-Feld zu besitzen.

"Das ist die Position in der wir uns befinden. Es ist schön, dass wir das sowohl am Samstag als auch am Sonntag bewiesen haben. Daran gibt es keinerlei Zweifel."

Bildergalerie: Max Verstappen in Spa

"Ich würde sofort unterschreiben, wenn ich einen konstanten 4. Platz in der F1-Weltmeisterschaft garantiert bekommen würde. Unsere Aufgabe besteht noch immer darin, uns von der schlechten Ausgangslage zu erholen, in der wir wegen der Probleme mit der Haltbarkeit stecken."

"Es war für alle eine große Enttäuschung, auch für Jo. Die Echtzeitdaten haben aber keinerlei Probleme mit dem Fahrzeug offenbart."

"Daher haben wir an der Strategie gefeilt, da wir gedacht hatten, zu Rennbeginn vielleicht einen schlechten Reifensatz erwischt zu haben. Auch das hatte keinen positiven Effekt."

"Für ihn war das Rennen dann nach dem 1. Stint vorbei, so wie es mit den neuen Autos und Regeln immer der Fall ist. Es ist sehr merkwürdig und sehr enttäuschend."

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