F1-Rennleiter Masi: Hätten Q3 rückblickend nicht starten sollen

Formel-1-Rennleiter Michael Masi bewertet den ersten Start von Q3 am Samstag in Spa rückwirkend als Fehler - Wichtige Erkenntnisse für Prozedere am Sonntag

F1-Rennleiter Masi: Hätten Q3 rückblickend nicht starten sollen

Formel-1-Rennleiter Michael Masi hat zugegeben, dass er den dritten Abschnitt des Qualifyings am Samstag in Spa im Nachhinein zunächst wohl nicht hätte starten sollen. Die Reaktionen der Fahrer nach der Qualifikation seien dahingehend eindeutig gewesen.

"Ich habe abends mit einigen Fahrern gesprochen und sie haben mir konstruktives Feedback gegeben", sagt Masi. "Natürlich ist man hinterher immer schlauer. Und nach all dem, was sie mir gesagt haben über die Bedingungen, wie sie sie erlebt haben, hätten wir wahrscheinlich nicht gestartet", fügt er an.

Dennoch sei es leicht, im Rückblick die Situation zu bewerten. "Jede Strecke ist anders, wenn es darum geht, wie das Wasser verläuft, wie die Reifen reagieren und so weiter. Man muss alles für sich selbst betrachten", sagt Masi.

Vettel-Kritik? Masi: "Man kann nicht jedem zuhören"

Nachdem die ersten beiden Abschnitte der Qualifikation auf feuchter Strecke über die Bühne gegangen waren, begann es in der Pause zwischen Q2 und Q3 wieder stärker zu regnen. Dennoch gab Masi die Session frei. Sebastian Vettel forderte bereits nach wenigen Kurven eine Unterbrechung, ehe kurz darauf Lando Norris auf seiner schnellen Runde in Eau Rouge/Raidillon heftig abflog.

Als Vettel per Funk davon hörte, reagierte er erbost und verwies darauf, dass er doch die rote Flagge gefordert habe und der Unfall "unnötig" gewesen sei. Der Aston-Martin-Pilot hielt dann auch an der Unfallstelle an, um sich nach Norris zu erkundigen.

Auf Vettels Kritik angesprochen, sagt Masi: "Es gibt so viel Funkverkehr, man kann nicht jedem zuhören." Allerdings seien die Gespräche mit den Fahrern nach dem Qualifying wichtig gewesen auch mit Blick auf die Entscheidungen am Sonntag.

Masi: Feedback der Fahrer ist wichtig

"Sie haben mir sehr viel Feedback gegeben, was passieren kann und was nicht. Das hat mir sehr geholfen für den Prozess am Sonntag. Und alle, mit denen ich gesprochen habe, sagten mir, was das Fenster ist, was man machen kann und was nicht", erklärt er.

Entsprechend habe die Rennleitung dann auch genau hingehört, als die Formationsrunden am Sonntag probiert worden. "Wir haben die Fahrer immer zu Feedback über den Funk aufgefordert, so war es in Hockenheim 2019, so war es in der Türkei [2020] oder wo auch immer", stellt Masi klar: "Denn das ist ein Live-Feedback darüber, was auf dieser speziellen Strecke möglich ist und was nicht."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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