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Rosberg: Kampf mit Hamilton war immer sehr positiv
Nico Rosberg hält die Jahre, die er in der Formel 1 mit Lewis Hamilton bei Mercedes verbracht hat, für sehr positiv. Beide haben sich gegenseitig stets an die Grenzen gebracht.
André Wiegold Ben Anderson
Bearbeitet: 27.10.2017, 13:29
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Laut Nico Rosberg war die Rivalität zwischen ihm und Lewis Hamilton bei Mercedes der Grund, warum die Piloten in der Formel 1 so erfolgreich waren. Beide holten zwischen den Jahren 2014 und 2016 zusammen drei Titel. Unter dem großen Erfolgsdruck litten aber die Beziehung der beiden Toppiloten und das Klima im Team.
Hamilton sagte im Rahmen des Grand Prix der USA, dass sich die Atmosphäre im Rennstall seit dem Rückzug von Rosberg massiv verbessert habe. Deshalb würde der Brite in der aktuellen Saison auch auf einem völlig neuen Level agieren.
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Rosberg zeigte sich von diesen Kommentaren unbeeindruckt. Er sagt gegenüber 'Motorsport.com': "Ich zitiere Lewis Hamilton: 'Wenn man zwei starke Piloten in einem Team hat und der Kampf ausschließlich teamintern stattfindet, dann ist es wie ein Hurrikan voll starker Energie, der den Raum füllt.' Das hat Lewis gesagt und das sehe ich als Kompliment." Rosberg ist sich aber sicher, dass Hamilton die ganze Situation positiver beschreiben würde, hätte er im Jahr 2016 den Titel gewonnen.
"Ich habe gesiegt und deshalb ist es für ihn sicher keine tolle Erinnerung", so Rosberg. "Ich würde sicher dasselbe sagen, hätte ich im vergangenen Jahr gegen ihn verloren. Für mich wäre es dann auch nicht positiv gewesen. Ich persönlich fand es aber immer gut. Immerhin waren wir das wahrscheinlich erfolgreichste Fahrerduo in der Geschichte der Formel 1."
Die beiden Mercedes-Piloten hätten sich vor allem auf der Strecke immer wieder gegenseitig ans Limit getrieben, erklärt Rosberg. Es sei sicher nicht einfach gewesen. Die Rivalität hätte aber die Motivation im Team stets hoch gehalten. Deshalb habe die Situation immer einen positiven Einfluss auf die Leistung des Deutschen gehabt.
"Es war eine intensive und fordernde Situation", fügt Rosberg hinzu. Es habe aber dazu geführt, dass einer der beiden immer wieder an die Spitze gelangt wäre. "Deshalb bin ich mit meiner Karriere auch so zufrieden, denn letztendlich glich es für mich einer Perfektion."
Die Beziehung der beiden Rennfahrer, die bereits im Kartsport bittere Rivalen waren, hat sich in der Zeit bei Mercedes verschlechtert. Nun sei Rosberg aber offen, wieder "normale" Gespräche mit Hamilton zu führen. Immerhin seien die beiden keine Konkurrenten mehr. "Ich bin sicher aus dem Geschäft raus, weshalb es jetzt eine völlig andere Situation ist", erklärt Rosberg.
Bildergalerie: Nico Rosberg in der Formel-1-Saison 2016
"Mein Rückzug hat vieles verändert und deshalb sehe ich keinen Grund, warum wir in der Zukunft nicht wieder normal miteinander sprechen sollten", stellt der Ex-Weltmeister klar. "Ich hatte immer großen Respekt und hatte nie persönliche Probleme mit ihm. Er war mein Konkurrent und das ist natürlich keine einfache Situation. Der Respekt war aber immer gegeben." Rosberg betont, dass er Hamilton als Person und auch als Rennfahrer sehr respektiert. Das würde sich auch in Zukunft nicht ändern, da sich die beiden seit ihrem 14. Lebensjahr auf der Strecke gegenüber stehen würden.
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