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F1-Saisonstart in Österreich? Hoffnung, aber noch lange keine Gewissheit

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F1-Saisonstart in Österreich? Hoffnung, aber noch lange keine Gewissheit
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21.04.2020, 07:24

Die Formel 1 hofft aktuell auf einen Saisonauftakt in Spielberg - Sicher ist das aber vor allem deshalb nicht, weil sich die Lage momentan quasi täglich ändern kann

Kann die Formel 1 am 5. Juli wirklich in Spielberg wieder auf die Strecke gehen? Die Hoffnung besteht in der Königsklasse aktuell, sicher ist jedoch noch lange nichts. Weil die weitere Entwicklung des Coronavirus in Österreich - und auf der ganzen Welt - nicht absehbar ist, sind langfristige Planungen momentan unmöglich. Günther Steiner nennt eine Deadline, wann eine Entscheidung fallen müsste.

Gegenüber 'Sky' erklärt der Haas-Teamchef, dass sein Rennstall "vier bis fünf Wochen" vor dem Neustart der Saison Bescheid wissen möchte. Diese Zeit bräuchte man, um die Autos vorzubereiten, an die Strecke zu bringen et cetera. Mit anderen Worten: Spätestens Anfang Juni müsste Klarheit darüber herrschen, ob in Spielberg gefahren wird. Und Steiner gibt sich optimistisch.

"Ich kann noch nichts bestätigen, aber ich hoffe, dass die österreichische Regierung uns grünes Licht gibt und wir gute Lösungen finden, wie wir die Menschen in Österreich und uns selbst schützen können", so Steiner. Genau das wird das Hauptthema sein. Zwar kündigte die Regierung in Österreich bereits an, einem Grand Prix im Juli nicht im Weg stehen zu wollen.

Einreise könnte das Hauptthema werden

Allerdings ist auch klar, dass sich die Formel 1 dabei an gewisse "Spielregeln" halten muss, wie Helmut Marko gegenüber 'motorsport.com' zuletzt bestätigte. Das heißt: Es wird keine Zuschauer an der Strecke geben, und die Königsklasse wird versuchen, das Fahrerlager so klein wie möglich zu halten. "Je weniger Leute man mitbringt, desto geringer ist das Risiko", weiß Steiner.

Am Montag habe es daher bei Haas ein internes Meeting gegeben, um zu prüfen, "wie viele Leute wir zu Hause lassen können", verrät Steiner. AlphaTauri-Teamchef Franz Tost erklärt in dem Zusammenhang gegenüber 'Speedweek': "Wir würden uns auf jene Fachkräfte beschränken, welche für den Einsatz des Autos absolut notwendig sind. [...] Bei AlphaTauri kämen wir dann mit 60 bis 65 Leuten aus."

Das alleine würde bei zehn Teams bereits bis zu 650 Leute ausmachen. Dazu käme weiteres notwendiges Personal wie Ärzte, Streckenposten, FIA-Mitarbeiter und TV-Crews. "Ich habe heute Morgen gelesen, dass es in Österreich gut läuft, dass sich [das Virus] nicht mehr ausbreitet. Aber sie wollen nicht, dass wir kommen und es wieder losgeht. Das müssen wir sicherstellen", weiß Steiner.

Und je mehr Menschen ins Land kommen, desto größer ist die Gefahr. "Aufgrund der ganzen heutigen Reiseverbote oder Grenzschließungen müssen wir abwarten, ob das geht", erklärt Tost, dessen Team in Italien beheimatet ist. "Ich habe die Hoffnung, dass bis Juli genügend Zeit vergeht, dass Grenzen wieder offen sein werden", so Tost. Sicher ist das aktuell allerdings noch nicht.

Coronatests für das ganze Fahrerlager?

"Das sind ja genau einige der Gründe, wieso wir derzeit so wenig Konkretes präsentieren können", erklärt der Österreicher und erinnert: "Was heute Gültigkeit hat, kann morgen schon wieder über den Haufen geworfen sein. Das macht eine vernünftige Planung so schwierig." Auch deshalb, weil die Formel 1 in gewisser Weise nur Passagier ist. Man ist abhängig von der Situation in den einzelnen Ländern.

"Wir wissen nicht, was die einzelnen Regierungen alles entscheiden. Also sind wir dazu gezwungen, verschiedene Szenarien durchzuspielen", erklärt Tost, der im Hinblick auf Österreich ergänzt: "Ich gehe davon aus, dass reisende Fachkräfte eine Gesundheits-Bescheinigung vorweisen müssten." Mit anderen Worten: Alle Leute aus dem Fahrerlager müssten sich vor der Einreise auf Corona testen lassen.

"Ich habe intern bei AlphaTauri schon klargemacht, dass wir solche Tests machen werden. Dies jedoch unabhängig davon, ob wir zu Rennen fahren oder nicht. Ich will, dass alle unsere Mitarbeiter auf Corona getestet werden, um das Ansteckungsrisiko in der Firma zu minimieren, wenn wir die Arbeit im Werk wieder aufnehmen", so Tost. Eine hundertprozentige Sicherheit kann es allerdings nicht geben.

Steiner hofft auf Normalisierung ab Sommer

Deswegen stellt sich die Frage, ob die jeweiligen Länder in der aktuellen Situation bereit wären, die Formel 1 - trotz aller Sicherheitsmaßnahmen - fahren zu lassen. In Österreich gibt es die Möglichkeit zumindest, und Steiner sieht auch in Silverstone eine "Chance", im Juli zu fahren. Sollten die beiden Rennen tatsächlich stattfinden, hofft der Haas-Teamchef auf eine Normalisierung des Kalenders ab August.

Klar ist für ihn dabei aber auch, dass es auf absehbare Zeit maximal Geisterrennen geben wird. "In der Formel 1 sieht sowieso die große Mehrheit am TV zu. Es ist natürlich nicht schön, vor leeren Tribünen zu fahren. Aber wenn es sein muss, dann machen wir es", stellt er klar. Auch der Möglichkeit, auf einer Strecke mehrere Rennen zu fahren, steht er offen gegenüber.

"Ich wäre schon glücklich, wenn es überhaupt ein Rennen ein Silverstone gibt", betont er in dem Zusammenhang jedoch. Das wäre angesichts der aktuellen Situation bereits ein Erfolg. Er habe "kein Problem" mit zwei Silverstone-Rennen, Priorität habe das aber nicht. "Wenn es irgendwo zwei Rennen gibt, dann ist [Silverstone] ein logischer Ort, denn 70 Prozent der Teams sind in der Gegend angesiedelt", erinnert er.

"Diese Leute könnten in der Zwischenzeit nach Hause gehen und müssten nicht drei Wochen in einem anderen Land bleiben und auf das nächste Rennen warten", so Steiner. Offen bleibt bei allen Ideen und Vorschlägen aktuell aber vor allem noch eine große Frage: Was passiert, wenn es im Paddock erneut einen Coronafall gibt? Denn ein zweites Melbourne wird man auf jeden Fall vermeiden müssen.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie Formel 1
Urheber Ruben Zimmermann