Marcus Ericsson: Kampf gegen Pascal Wehrlein ist "sehr eng"

Sauber-Pilot Marcus Ericsson sieht den teaminternen Konkurrenzkampf gegen Pascal Wehrlein in der Formel-1-Saison 2017 als ziemlich ausgeglichen.

Mercedes-Protegé Wehrlein kam in dieser Saison von Manor zu Sauber und hatte bisher die Nase vor seinem Teamkollegen Marcus Ericsson. Der Deutsche hat aktuell 5 WM-Punkte auf seinem Konto, der Schwede noch keinen. Im Qualifying steht es 7:2 für Wehrlein.

Ericsson glaubt aber, dass er näher an Wehrlein war, als es die Zahlen aussagen.

"Ich denke, es waren nur kleine Unterschiede", sagte Ericsson gegenüber Motorsport.com. "Wie in Barcelona. Das waren es ein paar Tausendstel Sekunden und in Russland wäre ich schneller gewesen als er, als er sich gedreht hat und es gelbe Flaggen gab."

"Der Abstand ist also sehr gering. Ich denke, wir waren ziemlich gleich. Und wenn man den Durchschnitt von allen Qualifyings anschaut, war es wirklich eng."

"Ich denke, es sind nur kleine Dinge, die ich verbessern muss, um ein bisschen mehr aus dem Auto herauszuholen."

In den 9 Qualifyings, in denen beide als Teamkollegen angetreten sind, war Ericsson in Q1 im Schnitt 0,114 Sekunden langsamer als Wehrlein.

"Er ist ein sehr guter Fahrer", sagte Ericsson. "Ich wusste vorher, dass er ein sehr guter Fahrer ist. Und ich denke, er hat das in diesem Jahr gezeigt, besonders im Qualifying."

"Er war also sehr gut, wenn es darauf ankam, im Qualifying eine gute Runde zusammenzubekommen. Da war er allgemein etwas schneller als ich. Ich denke aber, im Rennen waren wir sehr, sehr eng beieinander."

"Wir hatten in den Rennen sehr enge Kämpfe. Ich denke aber, im Vergleich zu ihm kann ich mich im Qualifying auf 1 Runde noch ein bisschen verbessern."

Ericsson sieht sich nach 3 Jahren bei Sauber in einer "starken Position". Angeblich hat das Team Investitionen von schwedischen Geldgebern bekommen.

Nachdem er jedoch seit seinem Grand-Prix-Debut 2014 in Autos am hinteren Ende der Startaufstellung saß, gibt der 26-Jährige zu, dass er gerne konkurrenzfähigere Autos fahren würde.

"Ich denke, meine Position im Team ist recht stark. Ich bin da seit ein paar Jahren, also ist das für mich ein gutes Umfeld", sagte er.

"Als Fahrer hätte ich aber gerne so bald wie möglich ein konkurrenzfähigeres Auto und ich hoffe, dass wir in diesem Jahr weitere Fortschritte machen und stärker werden."

"Ich habe für nächstes Jahr noch keinen Vertrag, also weiß ich nicht, wie es mit mir in Zukunft weitergeht."

"Es ist schwierig für mich zu zeigen, was ich kann, da ich mehr oder weniger während meiner gesamten F1-Karriere in einem der langsamsten Autos gesessen habe. Es ist schwierig, dein Potential zu zeigen, um die größeren Teams zu beeindrucken."

"Alles, was ich tun kann ist, weiter mein Bestes geben und hart zu arbeiten und zu zeigen, was ich kann. Hoffentlich werde ich eines Tages in einem Team sein, mit dem ich wirklich um Top-Positionen kämpfen und gewinnen kann."

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