Sauber und Honda blasen F1-Motorendeal für 2018 ab

Honda und Sauber haben den anvisierten Deal abgesagt. Die Japaner sollten das Team aus der Schweiz ab 2018 mit Motoren beliefern.

Ausgemacht war das Abkommen zwischen Honda-Geschäftsführer Masashi Yamamoto und der ehemaligen Sauber-Teamchefin Monisha Kaltenborn. Nach deren Weggang im Juni kamen erste Anzeichen auf, dass dieser Deal alles andere als sicher ist.

Kurz vor dem Grand Prix von Aserbaidschan gab es Gespräche zwischen Sauber und Honda, bei denen man sich darauf einigte, dass es das Beste sei, den Deal aufgrund von "unterschiedlichen Anschauungen bezüglich der künftigen Marschrichtung" abzusagen.

"Wir hatten eine gute Beziehung zu Sauber und hatten uns darauf gefreut, die Saison 2018 gemeinsam anzugehen", sagte Yamamoto.

"Im Laufe der Diskussionen nach der Veränderung im Management des Teams kamen wir jedoch überein, das Projekt aufgrund unterschiedlicher Ansichten über die künftige Richtung beider Parteien abzublasen."

"Wir danken Sauber für die Zusammenarbeit und wünschen ihnen für die Zukunft das Beste."

Sauber-Teamchef Fred Vasseur sagte: "Es ist sehr schade, dass wir die geplante Zusammenarbeit mit Honda zu diesem Zeitpunkt beenden müssen."

"Die Entscheidung wurde aber aus strategischen Gründen getroffen und mit den besten Absichten für die Zukunft von Sauber."

"Wir danken Honda für die Zusammenarbeit und wünschen ihnen für die Zukunft in der Formel 1 alles Gute."

Aufgrund der schwierigen Situation, in der sich Sauber in dieser Saison befindet, kann man davon ausgehen, dass das Team für kommendes Jahr einen konkurrenzfähigeren Motor möchte, um das Blatt zu wenden.

Es ist aber nicht klar, ob Sauber seinen langjährigen Vertrag mit Ferrari verlängert, oder einen Deal mit Mercedes oder Renault anstrebt.

Hondas einzige Verbindung zur Formel 1 bleibt McLaren, obwohl auch die Zukunft dieser Beziehung aufgrund des Leistungsmangels und der Unzuverlässigkeit des Motors in dieser Saison bedroht ist.

McLaren denkt darüber nach, sich von Honda zu trennen, angeblich haben aber weder Mercedes noch Ferrari Interesse daran, das Team mit Motoren zu beliefern. Somit wäre Renault die einzige Alternative.

Nach dem Aus des Deals mit Sauber erklärte Honda in einem Statement: "Hondas Passion für den Motorsport und seine starke Verpflichtung der Formel 1 gegenüber bleibt unverändert."

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