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Sauber-Geschäftsführer beklagt Versuche, das F1-Team "zu zerstören"

Sauber-Geschäftsführer Pascal Picci beklagt, dass einige Gruppen das Team offenbar "zerstören" wollen, indem sie behaupten, seine Besitzer würden Marcus Ericsson gegenüber Pascal Wehrlein bevorzugen.

Jonathan Noble

Jonathan Noble

Bearbeitet: 06.07.2017, 14:41

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Pascal Picci, Geschäftsführer, Longbow Finance, mit Jörg Zander

Pascal Wehrlein, Sauber C36

Pascal Wehrlein, Sauber C36

Monisha Kaltenborn, Sauber

Marcus Ericsson, Sauber C36

Marcus Ericsson, Sauber C36

Monisha Kaltenborn, Sauber

Pascal Wehrlein, Sauber C36

Marcus Ericsson, Sauber C36

Monisha Kaltenborn, Sauber-Teamchefin

Marcus Ericsson, Sauber C36

Pascal Wehrlein, Sauber C36

Monisha Kaltenborn, Sauber-Teamchefin

Um Monisha Kaltenborns Rückzug aus dem Team in dieser Woche gab es Gerüchte, einer der Gründe für die Trennung sei die Behandlung der Fahrer im Team gewesen.

Ungenannte Quellen hatten berichtet, dass schwedische Förderer für Marcus Ericsson die volle Unterstützung wollten. Diese Behauptung wurde in einer Erklärung aber entschieden zurückgewiesen.

Picci, der Geschäftsführer der Longbow Finance, die sich bei Sauber im vergangenen Jahr eingekauft haben, ist noch immer wütend über die Aussagen, das Team würde einen Fahrer gegenüber dem anderen bevorzugen.

"Ich muss die Geschichte, es hätte unterschiedliche Auffassungen über die Behandlung der Fahrer im Team gegeben, erneut zurückweisen, nachdem es hieß, wir würden Ericsson bevorzugen", sagte Picci in einem exklusiven Interview mit der Schweizer Ausgabe von Motorsport.com.

"Das ist ein Tiefschlag – wie ein Schlag unter die Gürtellinie – der uns schlecht aussehen lässt. Das ist eine negative Aktion – um Marcus und das Team gesponnen, um uns zu zerstören."

"Wenn der Schwede stärker wird oder in der Tabelle vor Pascal kommt, dann werden viele denken und sagen, dass das nur passiert ist, weil er ein besseres und konkurrenzfähigeres Auto hat. Das ist eine abstoßende Haltung – und wird von Gerüchten angeheizt, die jemand in die Welt gesetzt hat."

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Gespräche mit Vasseur

Picci sagte, das Team würde hart daran arbeiten, einen Nachfolger für Kaltenborn zu finden und bestätigte, dass Gespräche mit dem ehemaligen Teamchef von Renault F1, Fred Vasseur, am Laufen seien.

"Es gibt natürlich viele Kandidaten, denn wir müssen so bald wie möglich jemand haben", erklärte er.

"Wir wollen kein Management oder technisches Team mit mehren Leuten an der Spitze, das Kommando muss aber ein echter Boss führen. Wir sprechen von jemand, der das Team motivieren kann – kein totalitärer Befehlshaber, sondern eine Führungskraft, die nach vorne blickt."

"Es gib einen Favoriten und ich verschweige nicht, dass Fred Vasseur mich vor Kurzem in Hinwil getroffen hat. Wie es weitergeht, dazu ist es noch zu früh, etwas zu sagen."

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Rosige Zukunft

Während der Weggang von Kaltenborn ein Schock war, sagte Picci, er sehe für das Team eine rosige Zukunft voraus.

"Hinwil hat enormes Potential und unser oberstes Ziel ist es, das voll zu nutzen. Wir wollen die großartige Technologie, die es in der Fabrik gibt, voranbringen."

"Viele haben es vergessen, aber es war BMW, die sowohl finanzielle Investitionen als auch modernste technische Ausrüstung nach Hinwil gebracht haben."

"Für uns ist es natürlich und wünschenswert, das alles zu reaktivieren. Sauber wird ein Juwel auf dem Gebiet der Automobiltechnologie in der Schweiz und international werden."

"Momentan denken wir nicht darüber nach, auf andere Kategorien zu expandieren, denn wir werden uns auf die Formel 1 und die Entwicklung der Infrastruktur konzentrieren – mit dem Windkanal, Aerodynamik und neuer Technik. Wir sind erst am Anfang der Wiedergeburt und Sauber liegt uns sehr am Herzen."

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