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Vor 15 Jahren: Michael Schumacher wird schnellster F1-Weltmeister

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Vor 15 Jahren: Michael Schumacher wird schnellster F1-Weltmeister
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21.07.2017, 15:00

Nach nur 11 von 17 Rennen steht Michael Schumacher am Ende des Grand Prix von Frankreich in Magny-Cours als Formel-1-Weltmeister 2002 fest – so früh wie noch kein anderer Titelträger.

Michael Schumacher, Ferrari
Boxenstopp: Michael Schumacher, Ferrari
Zieldurchfahrt: Michael Schumacher, Ferrari
1. Michael Schumacher, Ferrari
1. Michael Schumacher, Ferrari
Podium: 1. Michael Schumacher, Kimi Räikkönen, David Coulthard
Michael Schumacher, Ferrari, Jean Todt
Podium: David Coulthard, Kimi Räikkönen, Michael Schumacher, Jean Todt
Michael Schumacher, Jean Todt, Ross Brawn, Luca di Montezemelo und das Ferrari-Team

Magny-Cours, 21. Juli 2002: Eigentlich hatte Schumi beim GP Frankreich 2002 keine Siegchance mehr. Denn ein kleiner Fehler nach dem Reifenwechsel war ihn teuer zu stehen gekommen: Schumacher hatte die weiße Linie ausgangs der Boxengasse überfahren und dafür eine Durchfahrtsstrafe kassiert.

5 Runden vor dem Ende des 11. Saisonlaufs lag er bereits wieder an 2. Stelle im Rennen, als sich die Ereignisse erneut überschlugen: Der Toyota von Allan McNish hatte bei einem Motorschaden reichlich Öl auf der Ideallinie verteilt. Prompt rutschte der bis dahin klar führende McLaren-Pilot Kimi Räikkönen auf dieser Flüssigkeit von der Linie – und Schumacher übernahm kampflos die Führung.

Der Deutsche brachte seinen Ferrari F2002 anschließend sicher über die restliche Distanz und wurde nach 72 Rennrunden als Sieger abgewinkt – und als neuer Weltmeister.

Denn Schumacher war mit einem Vorsprung von 54 Punkten auf seinen Ferrari-Teamkollegen Rubens Barrichello nach Magny-Cours gereist. Er verließ Frankreich mit einem Polster von 62 Punkten auf Williams-Pilot Juan Pablo Montoya.

6 Rennen vor Saisonende war Schumacher in der Fahrerwertung nicht mehr einzuholen. So schnell hatte noch nie ein Formel-1-Fahrer den WM-Titelgewinn sichergestellt.

Schumacher selbst hatte auch nicht mit dieser vorzeitigen Entscheidung gerechnet. "Ich habe ehrlich gesagt gar nicht an den Titel gedacht, weil ich irgendwie nicht das Gefühl hatte, dass es hier schon passieren würde", sagte der damit fünfmalige F1-Champion nach dem Rennen. "Es war einfach Glück."

Und Schumacher stellte 2002 noch weitere Rekorde auf: Mit Ausnahme des GP Malaysia – er wurde dort 3. – beendete er alle F1-Rennen entweder auf Platz 1 oder Platz 2 und die Saison mit dem Rekordvorsprung von 67 Punkten auf den WM-Zweitplatzierten Barrichello.

Ferrari-Pilot Schumacher gewann insgesamt 11 von 17 Grands Prix und stellte mit dem 5. Titelgewinn die fast 5 Jahrzehnte alte Bestleistung von Juan Manuel Fangio ein. Es war sein 3. Titel in Folge nach 2000 und 2001.

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