Reaktion

Formel 1 Singapur

Deutlicher Rückstand am F1-Freitag: Was ist bei Ferrari los?

Ferrari musste beim Formel-1-Freitagstraining in Singapur eine Enttäuschung wegstecken, doch bei der Scuderia gibt man sich noch gänzlich unbesorgt.

Norman Fischer

Bearbeitet: 15.09.2017, 17:05

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Sebastian Vettel, Ferrari SF70H

Kimi Raikkonen, Ferrari SF70H

Sebastian Vettel, Ferrari SF70H

Kimi Raikkonen, Ferrari SF70H

Sebastian Vettel, Ferrari SF70H

Kimi Raikkonen, Ferrari SF70H

Sebastian Vettel, Ferrari SF70H

Sebastian Vettel, Ferrari SF70H

Kimi Raikkonen, Ferrari SF70H

Kimi Raikkonen, Ferrari SF70H

Kimi Raikkonen, Ferrari SF70H

Kimi Raikkonen, Ferrari SF70H, Feuer an der Vorderradbremse

Was haben Nico Hülkenberg, Stoffel Vandoorne, Fernando Alonso und Sergio Perez gemeinsam? Sie alle sind in der Formel 1 im Mittelfeld unterwegs, und wohl kaum einer hätte damit gerechnet, dass sie das 2. Training in Singapur vor Ferrari abschließen würden. Von den vermeintlichen Favoriten aus Maranello war am heutigen Tag nicht viel zu sehen. Die Plätze 9 und 11 für Kimi Räikkönen und Sebastian Vettel am Nachmittag sind definitiv eine Enttäuschung.

Die Alarmglocken läuten bei den Roten aber noch nicht. Obwohl selbst Räikkönen als schnellerer Ferrari-Pilot fast 2 Sekunden Rückstand (+1,983) auf den Tagesschnellsten aufweist, gibt man sich nach außen noch nicht besorgt, zumal Vettel angedeutet hat, dass in Singapur nicht alles verloren ist. "Sorgen habe ich keine, aber uns fehlt allgemein noch der Speed. Es ist im Auto drin, wir müssen es nur rauskriegen", winkt der Deutsche ab, der mit seiner Zeit aus der 1. Session immerhin auf Tagesrang 7 landete.

Ferrari ist noch nicht da, wo sie sein wollen. "Wir müssen noch ein bisschen am Auto tüfteln. Heute war noch nicht ideal. Uns fehlt noch allgemein der Grip", ergänzt Vettel. "Ich glaube, dass die Balance noch nicht ganz stimmt und dass wir uns schwertun, mit den Reifen den Grip rauszuholen, der doch da ist. Anfangs der Runde scheint es noch ganz gut zu gehen, aber im mittleren Teil und gegen Ende tun wir uns ein bisschen schwerer."

Einschlag ohne größere Folgen

Das belegt auch Vettels einziger wirklich schneller Versuch. Mit frischen Ultrasoft-Reifen lag er zeitweise sogar im 1. Sektor auf Bestzeitkurs und war eine Zehntelsekunde schneller als die Red Bull, doch als Marcus Ericsson dazwischenkam und er kurze Zeit später in die Bande fuhr, war die Zeitenjagd erst einmal beendet. "Es war auch nicht ideal, dass ich die Runde nicht fertiggefahren bin und das Auto verloren habe", sagt er dazu.

Doch glücklicherweise habe er bei seinem Einschlag keinen großen Schaden davongetragen, sodass der viermalige Weltmeister zumindest die Longruns noch mitbestreiten konnte. Aber auch bei denen war Ferrari deutlich hinter der Konkurrenz anzusiedeln. Auf seinen Soft-Reifen - mit denen Vettel auch seine schnellste Zeit fuhr - war der Heppenheimer im Durchschnitt gut 1 Sekunde langsamer als WM-Rivale Lewis Hamilton.

Grund zur Sorge ist das für ihn trotzdem nicht: "Wir haben ein paar Sachen probiert. Vielleicht hat das ein oder andere nicht so gut funktioniert", wiegelt er ab und sagt, dass auch das dadurch fehlende Vertrauen ins Auto noch etwas an Zeit gekostet habe. "Deswegen bin ich zuversichtlich, dass morgen noch ein größerer Schritt kommt. Ich bin sicher, dass es morgen eng werden wird", betont er.

Räikkönen: "Nicht viele Dinge haben Sinn ergeben"

Nichtsdestotrotz muss man festhalten, dass Ferrari seine Favoritenrolle am Freitag nicht ausfüllen konnte. Eigentlich galt die Scuderia als größter Anwärter auf den Sieg, zumal man bereits in Monaco keinen echten Gegner hatte. Doch die Monaco-Vergleiche kann Kimi Räikkönen nicht mehr hören: "Wir sind hier nicht in Monaco. Das sind zwei unterschiedliche Kurse", stellt er klar, ist aber selbst etwas über den Freitag verwundert: "Nicht viele Dinge haben Sinn ergeben."

Doch auch der "Iceman" macht sich noch keine großen Gedanken und betont, dass heute ja erst Freitag ist und das nicht zum ersten Mal vorgekommen sei. "Wir sind zwar nicht da, wo wir es erwartet hatten, aber wir arbeiten uns nach vorne", so der Finne. Und auch bei Konkurrent Red Bull traut man dem Frieden nicht: "Wir haben die wahre Pace von Vettel noch nicht gesehen", warnt Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko davor, Ferrari abzuschreiben.

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