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5 wichtige F1-Lektionen vom GP Österreich 2017 in Spielberg

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5 wichtige F1-Lektionen vom GP Österreich 2017 in Spielberg
Autor:
Übersetzung: Stefan Ehlen
11.07.2017, 10:13

Motorsport.com-Chefredakteur Charles Bradley nennt die 5 wichtigsten Themen zum 9. Rennen der Formel-1-Saison 2017, dem Grand Prix von Österreich in Spielberg.

#1: Der Titelkampf ist kein Zweikampf mehr

Race winner Valtteri Bottas, Mercedes AMG F1 celebrates in parc ferme

Foto: Zak Mauger / LAT Images

Der Sieg von Valtteri Bottas beim GP Österreich könnte ein Wendepunkt in der Formel-1-WM 2017 gewesen sein.

Mit seinem bereits 2. Erfolg hat Bottas nicht nur seine Position bei Mercedes gefestigt, sondern rückte in der Fahrerwertung auch bis auf 15 Punkte an seinen Teamkollegen Lewis Hamilton heran. Hamilton wiederum konnte in Spielberg aufgrund eines Getriebewechsels samt Strafversetzung nur auf Schadensbegrenzung fahren.

Und das bedeutet: Bottas ist nun näher dran an Hamilton als Hamilton an WM-Spitzenreiter Sebastian Vettel.

Vor der F1-Saison 2017 hatten wir noch einige Fragezeichen bezüglich Bottas. Würde ihm der Schritt hin zum regelmäßigen Siegfahrer gelingen, wenn er endlich siegfähiges Material bekäme? 2 Pole-Positions, 2 Siege und 6 Podestplätze aus 9 Rennen scheinen eine klare Antwort darauf zu geben.

Und was hat er da für einen tollen Start hingelegt! Er hat das Ampelsignal perfekt antizipiert und in nur 0,201 Sekunden reagiert. Laut dem Automobil-Weltverband (FIA) war es kein Frühstart, also alles richtig gemacht.

Möglicherweise ist sein aktueller Vertrag mit Mercedes mit allerlei Klauseln gespickt, die an seine Leistung geknüpft sind. Mehr Podestplätze als Hamilton einzufahren, ist vielleicht eine davon. Bottas hat von Mercedes ja nur einen Einjahresvertrag erhalten. Doch es besteht sicher die Option auf eine Verlängerung, wenn die Leistung stimmt. Und das tut sie.

Nehmen wir einmal an, Bottas hat schon genug getan, um seine Vertragsverlängerung einzutüten. Welche Laufzeit würde ihm Mercedes wohl anbieten? Denn nicht vergessen: In Kürze laufen die Verträge vieler Fahrer aus…

Bottas' Form ist umso beeindruckender, wenn man bedenkt: Einmal ist er aus technischen Gründen ausgefallen. In Spanien litt sein Auto an Motorenproblemen. Seine Titelrivalen hingegen haben in jedem Rennen gepunktet.

Noch immer nicht überzeugt? Dann schauen wir uns doch mal die Ausbeute der letzten 4 Rennen an: Hamilton erzielte 53 Punkte, Vettel 67. Und Bottas: 73!

#2: Räikkönen ist ein "Nachzügler", aber Alonso ersetzt ihn nicht

Kimi Raikkonen, Ferrari SF70H

Foto: Sutton Images

"Ich denke, Kimi muss mehr Einsatz zeigen. Es gibt Tage, an denen ist er ein bisschen ein Nachzügler."

Aua! Diese Worte von Ferrari-Präsident Sergio Marchionne sitzen! Er ist bekannt dafür, Klartext zu reden. Aber das war eine verbale Backpfeife allererster Güte – gegen einen ehemaligen Weltmeister.

Die Antwort von Räikkönen: "Es ist ja nicht so, dass ich es nicht versuche." Fest steht aber: Er hat weniger als die Hälfte der Punkte von Vettel gesammelt. Und Ferrari liegt 33 Zähler hinter Mercedes in der F1-Konstrukteurswertung zurück.

Immerhin darf sich Räikkönen gewiss sein: Fernando Alonso wird in naher Zukunft nicht zu Ferrari zurückkehren. Marchionne hat das ausgeschlossen, indem er sagte: "Wir sind nicht interessiert."

Es sagt einiges aus über Ferrari und das Standing des italienischen Traditionsteams in der Formel 1, dass es für die Formel-1-Saison 2018 noch keine Fahrer unter Vertrag hat. Und das nur 6 Monate vor den nächsten Testfahrten.

Die Vertragsverlängerung mit Vettel dürfte nur eine Formalität sein. Die Frage, die danach kommt, ist also: Wie viel Risiko will das Team bei der Besetzung des 2. Cockpits eingehen?

#3: Red Bull auf dem Vormarsch, Verstappen am Ende der Geduld

The chassis of Max Verstappen, Red Bull Racing RB13

Foto: Sutton Images

Red Bull hat zumindest verbal bekundet: Daniel Ricciardo und Max Verstappen sind (derzeit) unverkäuflich!

Daniil Kvyat wird seinen Platz bei Toro Rosso wahrscheinlich behalten. Sein Teamkollege Carlos Sainz Jr. hingegen ist bereits vertraglich bestätigt worden.

Und auch Ricciardo und Verstappen haben einen gültigen Vertrag für die kommende Saison.

Dennoch: Verstappen ist 3 Mal in Folge ausgefallen. Das ist selbst für einen so selbstsicheren jungen Mann wie Max eine sehr bittere Pille.

Das Team hat sich für die diversen technischen Fehler entschuldigt. Teamchef Christian Horner und Berater Helmut Marko haben sich eingeschaltet. Aber Verstappen ist nicht zufrieden.

"Was soll ich sagen? Eine Entschuldigung hilft mir nicht weiter", sagte er gegenüber niederländischen Medien. "Seit Monaco habe ich keine Punkte geholt."

Horner dagegen meint: "Es ist der RB13 – die 13 ist für manche eine Glückszahl, für andere eben nicht. Daniel hatte bisher viel Glück und Max bisher viel Pech."

Aber wie lange geht das noch gut? Schon am Wochenende traten Spekulationen zutage, wonach Ferrari eine mögliche Station für Verstappen werden könnte. Damit würde er aus seinem bis 2020 laufenden Vertrag bei Red Bull Racing aussteigen.

Horner verneinte diese Gerüchte, auch Ferrari-Chef Marchionne äußerte sich nur vage.

Am schlimmsten für Verstappen dürfte allerdings sein: Ricciardo steht im Augenblick deutlich besser da als er selbst. Inzwischen ist sogar Sergio Perez von Force India in der F1-Fahrerwertung an Verstappen vorbeigezogen.

Wie lange kann sich Verstappen mit dieser Situation arrangieren, ehe er sich nach anderen Möglichkeiten umsieht?

#4: Vettel und Hamilton sind sich wieder grün

Davide Valsecchi, Sky Italia, Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1, Sebastian Vettel, Ferrari

Foto: Sutton Images

Ach herrje! Da wollte die Formel 1 einen Handschlag zwischen Hamilton und Vettel in Szene setzen, aber dieser Schuss ging gründlich nach hinten los.

Der frühere GP2-Pilot Davide Valsecchi forderte Hamilton und Vettel als Moderator nach dem Qualifying vor laufenden Kameras zu einer Versöhnungsgeste auf. "Bitte, Jungs. Ich brauche einen Handschlag von euch beiden." Hamilton antwortete nur: "Wir haben uns bereits die Hand gegeben."

Das war schon geschehen, als die beiden auf die Zielgerade gekommen waren. Das hatten die TV-Kameras aber nicht aufgenommen. Prompt kam es zu einem Shitstorm in den sozialen Medien, wie Hamilton nur den Handschlag verweigern könnte. Doch dann gab es doch Videoaufnahmen der Szene und "Handshakegate" war auf einmal kein Thema mehr…

#5: StefanGP ist wieder da!

Zoran Stefanovic, Stefan GP CEO

Foto: Franco Nugnes / Motorsport.com

Hartnäckig ist er ja! Der serbische Geschäftsmann Zoran Stefanovic kehrte in Österreich ins Fahrerlager der Formel 1 zurück.

Er hatte 2010 versucht, mit dem Material des ehemaligen Toyota-Werksteams in die Formel 1 einzusteigen. 2011 probierte er es wieder, und 2015 erneut.

Sein neues Projekt? Ein Formel-1-Team mit der Basis in Italien. Enrique Scalabroni soll das Fahrzeug für die Formel-1-Saison 2019 entwerfen.

Vieles hängt aber davon ab, ob die FIA einer Erweiterung des Teilnehmerfeldes zustimmt. Stefanovic hatte deshalb bei der europäischen Kommission sogar einmal Beschwerde eingereicht. Ob sich das nun rächt?

In jedem Fall lassen sich seine Bemühungen um einen F1-Startplatz bis 1996 zurückverfolgen. Damals wagte er seinen 1. Versuch, scheiterte aber 1997 mit dem Lola-Projekt.

Aber wie heißt es so schön in einem berühmtem Fußball-Song: "30 years of hurt, never stopped him dreaming..."

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