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F1-Teamchef "beeindruckt" von Lewis Hamilton bei Ungarn-GP
Red-Bull-Teamchef Christian Horner war beim Grand Prix von Ungarn "beeindruckt", dass Lewis Hamilton seinen Podiumsplatz aufgegeben hat, und Valtteri Bottas die Position zurückgegeben hat.

Jonathan Noble
Bearbeitet: 02.08.2017, 08:17
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Hamilton war in der letzten Kurve zur Seite gefahren, um seinen Teamkollegen vorbei zu lassen, nachdem dieser ihn vorher hatte passieren lassen, um ihm eine Chance zu geben, die Ferraris anzugreifen.
Gerne habe er seinen 3. Platz für Bottas nicht aufgegeben, gab Hamilton nach dem Rennen zu, wusste aber, dass er zu seinem Wort stehen müsse – auch wenn ihm die verschenkten Punkte am Ende des Jahres vielleicht den Titel kosten könnten.
Horner, dessen eigener Pilot Max Verstappen von einem missglückten Positionswechsel hätte profitieren können, da er direkt hinter den beiden Mercedes fuhr, war erstaunt über die Entscheidung bei Mercedes.
Er gab jedoch auch zu, dass es falsch gewesen wäre, Bottas im Grunde aus dem Rennen um die Meisterschaft zu nehmen, indem man ihn hinter Hamilton gehalten hätte.
Weiterlesen:
- Valtteri Bottas: F1-Rennen in Ungarn 2017 Beweis für Harmonie im Team
- Formel 1 2017: Bereut Mercedes den Platztausch Hamilton/Bottas?
- F1: Hamilton und Bottas erklären Mercedes-Teamorder in Ungarn
Auf die Frage, ob er über den Positionswechsel überrascht gewesen sei, sagte Horner: "Einerseits ja, andererseits wäre es Valtteri gegenüber brutal gewesen, denn dann hätte man ihm im Grunde gesagt, dass er aus dem Rennen um den WM-Titel ist."
"Ich war beeindruckt, dass Lewis den Platz zurückgegeben hat, denn so gibt man nur mehr Punkte an seinen härtesten Gegner ab. Am Ende wird es wohl auf diese beiden Jungs hinauslaufen [Hamilton und Vettel], und die Position bei Ferrari war mit Kimi viel klarer."
Horner sagte, Red Bull Racing sei auch schon in der Situation gewesen, einen Fahrer am anderen vorbei zu winken, unter der Voraussetzung, dass er den Platz zurückgebe, wenn ein Angriff auf den Konkurrenten vorne nicht klappe.
"Wir haben das vor 2 Jahren in Monaco getan... aber es ist etwas anders, wenn ein Fahrer nicht um die Weltmeisterschaft mitfährt", sagte Horner.
"Das Dilemma, vor dem Mercedes nun steht ist, dass Hamilton ihr führender Fahrer ist und zu irgendeinem Zeitpunkt muss man alles auf ein Pferd setzen."
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