F1-Teamchef: Top-3-Teams könnten 1,5 Sekunden vorne sein

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F1-Teamchef: Top-3-Teams könnten 1,5 Sekunden vorne sein
Jonathan Noble
Autor: Jonathan Noble , Formula 1 Editor
Übersetzung: Petra Wiesmayer
10.03.2017, 08:57

Haas-Teamchef Günther Steiner glaubt, dass Mercedes, Ferrari und Red Bull Racing in der Formel-1-Saison 2017 rund 1,5 Sekunden schneller sein könnten als ihre nächsten Verfolger.

Daniel Ricciardo, Red Bull Racing RB13; Romain Grosjean, Haas F1 Team VF-17
Sebastian Vettel, Ferrari SF70H
Felipe Massa, Williams FW40
Felipe Massa, Williams FW40
Kimi Räikkönen, Ferrari SF70H
Valtteri Bottas, Mercedes AMG F1 W08
Valtteri Bottas, Mercedes AMG F1 W08
Felipe Massa, Williams FW40
Felipe Massa, Williams FW40
Sebastian Vettel, Ferrari SF70H
Valtteri Bottas, Mercedes AMG F1 W08

"Ich denke, zwischen den Top 3 und den anderen Teams liegen etwa 1,5 Sekunden", sagte Steiner gegenüber Motorsport.com.

Der Haas-Teamchef glaubt, dass die Unterschiede rein an der Aerodynamik liegen, da die größeren Teams mehr Ressourcen auf die Entwicklung des Autos für 2017 verlegen konnten.

"Es ist die Aerodynamik und daran müssen wir arbeiten", sagte er. "Sicher nicht bis Australien, die großen Teams werden aber immer mehr Ressourcen haben, das zu tun, davon kann man ausgehen."

"Es ist keine Überraschung, dass Mercedes, Ferrari und Red Bull Racing besser abgeschnitten haben als alle anderen. Sie haben mehr Ressourcen um zu testen und das ist es."

Auf die Frage, ob der Vorsprung von 1,5 Sekunden im Laufe des Entwicklungsrennens noch anwachsen könnte, sagte Steiner: "Meiner Meinung nach wird er nicht kleiner."

"Vielleicht werden die Fortschritte kleiner, je weiter man nach vorne geht. Die kleinen Teams können also größere Schritte machen, weil sie weiter hinten sind und sehen, was die anderen tun."

Williams erster Verfolger

Das Mittelfeld scheint sehr nahe zusammen zu sein und Steiner weiß nicht, wo sein Team steht. Er glaubt aber, dass Williams am nächsten an den Top 3 dran sein könnte.

"Ich glaube, Williams ist ein bisschen besser als der Rest der Gruppe, wir brauchen aber noch ein paar Tage, um sicher zu sein – und in Australien werden wir es herausfinden."

Williams-Technikchef Rob Smedley gab sich diesbezüglich etwas vorsichtiger.

"Ich denke, was wir aus dieser Testwoche mitnehmen können – und darum wollen wir am Tag mehr als 160 Runden fahren – ist, dass es aktuell kein grundlegendes Problem mit dem Auto zu geben scheint, weder bezüglich der Leistung, noch aus irgendeinem anderem Gesichtspunkt", erklärte er. "Wir sind zufrieden."

"In Australien werden wir einen besseren Eindruck bekommen, wo wir stehen. Man wird aber erst nach 4 Rennen wirklich wissen, wie es aussieht."

"Meiner Meinung nach ist es nicht so wichtig, wo du jetzt bist, weil entweder dein Aufschwung sehr schnell kommen wird, oder der deiner Konkurrenten, wenn du Probleme bekommst."

"Ich denke also, das Wichtigste ist es, mit der Entwicklung des Autos so schnell wie möglich voran zu kommen."

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