Formel-1-Technik mit Giorgio Piola

Formel-1-Technik: Das neue Startsystem von Ferrari

Ferrari hat sein Startsystem während der Formel-1-Saison 2017 entscheidend verbessert, indem es eine Idee von Mercedes kopierte. Motorsport.com zeigt auf, wie Ferrari den SF70H verändert hat.

Zur Erinnerung: Beim Grand Prix von Russland in Sochi wurden Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen beim Start von Valtteri Bottas überrumpelt und noch vor der 2. Kurve überholt.

Ferrari reagierte aber rasch und setzte bereits beim Europa-Auftakt, dem Grand Prix von Spanien in Barcelona, ein entsprechendes Update ein.

Zudem hat Ferrari einen Filmtag in Mugello in der vergangenen Woche auch dazu genutzt, die beiden Stammpiloten Starts üben zu lassen.

Ferrari SF70H steering wheel detail

Mercedes als Vorbild

Kimi Räikkönen hatte bereits angedeutet, dass Ferrari hart daran arbeite, sich bei den Starts zu verbessern.

"Wir wissen, was passiert. Und wir kümmern uns darum", hatte Räikkönen vor dem Rennen in Barcelona erklärt. "Mercedes ist da sehr stark aufgestellt. Aber solche Dinge lassen sich nicht über Nacht beheben."

Video: Die Kupplungshebel von Ferrari und Mercedes

"Im Training hat es bereits sehr gut funktioniert. Doch jeder Übungsstart an der Ausfahrt der Boxengasse ist sehr einfach, denn dort gibt es viel Grip. Auf der Zielgeraden musst du hingegen das Beste daraus machen."

Das hat Ferrari probiert – und Mercedes hat die Entwicklungsarbeit der Konkurrenz genau verfolgt. Lewis Hamilton meinte schon am Samstag vielsagend zu Vettel: "Ich sehe, ihr habt Eure Startabläufe verändert…"

Motorsport.com zeigt auf, was genau Ferrari verändert und warum sich das Team zu einer Lösung entschieden hat, die bereits von Mercedes eingesetzt wird.

Ferrari SF70H steering wheel detail

Neuer Hebel

Ferrari hat sich vom langen Kupplungshebel, den das italienische Traditionsteam seit der Formel-1-Saison 2016 genutzt hat, verabschiedet. Mit diesem langen Hebel wollte Ferrari den Kupplungsweg verlängern, sodass die Piloten eine größere Chance hatten, den Schleifpunkt der Kupplung zu finden – um einen möglichst guten Start hinzulegen.

Doch die zur F1-Saison 2017 neu eingeführten Regeln haben unterm Strich dafür gesorgt, dass dieser Vorteil auf einmal weg war.

Der Kupplungshebel darf in diesem Jahr nur noch ein Spiel von maximal 80 Millimetern haben. Zudem muss es nun einen Abstand von mindestens 50 Millimeter zwischen dem Kupplungshebel und jeder anderen Vorrichtung am Lenkrad geben.

Und so kam Ferrari auf eine Lösung, die Mercedes bereits seit Längerem einsetzt: 2 kurze Kupplungshebel, die an ihren Enden kleine Vertiefungen für die Finger der Fahrer aufweisen. Mit diesen Löchern sollen die Piloten mehr Gefühl für die Kupplungshebel bekommen.

 

Ferrari SF70H: Lenkrad

Die detailreiche Zeichnung von Giorgio Piola zeigt: Ferrari hat die Neuerungen aus Metall gefertigt. In Zukunft könnte jedoch Kohlefaser zum Einsatz kommen.

Aufgrund der Vertiefungen für die Finger ist der Kupplungshebel noch näher dran an der Fahrerhand, sodass die Piloten beim Bedienen mit mehr Präzision vorgehen können.

Video: Die Kupplungshebel von Ferrari und Mercedes

 

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Über diesen Artikel
Rennserien Formel 1
Veranstaltung Barcelona
Rennstrecke Circuit de Barcelona-Catalunya
Teams Ferrari
Artikelsorte News
Tags design, ferrari, ferrari sf70h, hebel, kupplung, lenkrad, mercedes, schleifpunkt, technik, vorbild
Topic Formel-1-Technik mit Giorgio Piola