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Formel 1 Formel-1-Test in Sachir

F1-Technikchef Pat Symonds: 2022er-Formel-1-Autos ein "Durchbruch"

Formel-1-Technikchef Symonds ist überzeugt, dass die 2022er-Autos ein "Durchbruch" beim Hinterherfahren und Überholen sind, trotz weniger Windschatten

Mit Spannung erwartet wurden die neuen Formel-1-Autos aus dem Jahr 2022, welche durch die Beschneidung der Aerodynamik und die Veränderung des Luftstroms besseres Racing und einfacheres Überholen bieten sollen.

Das neue Regelwerk wurde dabei von einem eigenen Technikteam der Formel 1 unter Leitung von Ross Brawn und Pat Symonds geschaffen. Letzterer verriet dabei in einem Interview mit 'Sky UK' am Rande der Testfahrten in Bahrain, dass die Autos ersten Anzeichen zufolge einander leichter folgen können. Dies haben ihn bereits mehrere Fahrer bei den Testfahrten in Barcelona bestätigt.

"Alex Albon hat mir die interessanteste Antwort gegeben", sagt der Formel-1-Technikchef, "er hat mir gesagt, dass er neu denken und sich neu einstellen musste, weil er gar nicht glauben konnte, wie dicht er auffahren kann." In solchen Aussagen sieht sich Symonds bestätigt, mit dem Technikteam die richtigen Änderungen herbeigeführt zu haben.

Symonds vorsichtig in Bezug auf bessere Zweikämpfe

Dennoch zeigt sich Symonds noch etwas vorsichtig, da die Testfahrten kein Gradmesser darstellen. "Wenn man testet, dann versucht man den anderen Autos nicht zu nahe zu kommen und für sich zu fahren", sagt der Brite.

Auch auf die Frage, ob die neuen Autos verstärkt Zweikämpfe in Kurven ermöglichen, bleibt Symonds zurückhaltend. Man habe sich verstärkt darauf fokussiert, wie sich die Aerodynamik beim Hinterherfahren verhält und weniger im richtigen Zweikampf.

Dabei hat das Technikteam der Formel 1 interessante Beobachtungen bezüglich der Kollision zwischen Hamilton und Verstappen in Silverstone gemacht. "Bei der Analyse waren wir überrascht, wie viel Anpressdruck die Autos verlieren, wenn sie Rad-an-Rad fahren", erklärt Symonds.

Windschatteneffekt ist geringer geworden

"Ich denke trotzdem, dass wir eine fundamentale Veränderung herbeigeführt haben, einen Durchbruch", fügt Symonds hinzu. "Wir sollten dafür erst einmal dankbar sein und sehen, was wir haben."

Der Formel-1-Technikchef räumt zudem ein, dass der Windschatteneffekt der neuen Autos geringer geworden ist, was bereits auch einige Fahrer bestätigten. Jedoch überwiege der Effekt des verbesserten Hinterherfahrens die Reduktion des Windschattens.

"Man kann halt nicht alles haben. Leider müssen auch wir in der Formel 1 die Gesetze der Physik befolgen, was ich manchmal sehr nervig finde", scherzt Symonds.

DRS bleibt vorerst wichtig

Des Weiteren erwartet Symonds, dass Überholmanöver weiterhin hauptsächlich auf den Geraden mit DRS stattfinden werden. "Mein Traum ist es aber, DRS irgendwann nur für das Überholen von Überrundeten einzusetzen, anstatt im Kampf um Positionen", so der Brite.

Zudem habe sein Team auch die Wünsche der Fans berücksichtigt: "Wir machen nicht nur technische Dinge, sondern untersuchen auch, was die Zuschauer wirklich wollen." Dabei kam man zu dem Entschluss, dass es nicht um das reine Überholen gehe, sondern die Zweikämpfe das Spektakel ausmachen.

"Überholen bedeutet zumeist das Ende eines Zweikampfes", so Symonds. Somit liege der Fokus vielmehr darin, den Autos das Hinterherfahren zu ermöglichen, sodass "wir gute Herausforderung sehen, um ein Überholmanöver zu meistern."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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