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F1-Test Barcelona: Kubica & Alfa Romeo überraschen mit Bestzeit

Vierter Tag der Wintertests 2020: Sebastian Vettel sorgt erneut für eine rote Flagge, Robert Kubica sichert sich P1, Red Bull hauchdünn vor Mercedes

F1-Test Barcelona: Kubica & Alfa Romeo überraschen mit Bestzeit

Zum Auftakt der zweiten Woche der Formel-1-Wintertests 2020 in Barcelona (Mittwoch bis Freitag) sorgte Robert Kubica für eine Überraschung. Der Alfa-Romeo-Testfahrer erzielte 40 Minuten vor Ende der Vormittags-Session auf dem weichsten Reifen (C5) eine Bestzeit von 1:16.942 Minuten und verwies damit Pierre Gasly (AlphaTauri/+0,598), Alexander Albon (Red Bull/+0,608) und Lewis Hamilton (Mercedes/+0,620) auf die Plätze.

Kubica hätte mit seiner Bestzeit in der ersten Woche den dritten Platz belegt. Die absolute Bestzeit dieses Winters steht bei 1:15.732 Minuten, aufgestellt von Valtteri Bottas am Freitag. Dabei hatte der Tag für den künftigen DTM-Piloten mit einem Dreher in der Zielpassage begonnen.

Albon fuhr seine persönliche Bestzeit ebenso wie Titelverteidiger Hamilton auf dem C2-Reifen, der laut Pirelli-Tabelle um knapp eineinhalb Sekunden langsamer ist als der C5. Gasly und Lance Stroll (5./Racing Point/+0,845) waren auf dem C4 beziehungsweise dem C3 unterwegs.

Sebastian Vettel fuhr seine schnellste Runde auf dem mittleren C3. Ferrari nimmt die zweite Testwoche mit einer ganzen Reihe aerodynamischer Neuerungen in Angriff. Vettel probierte unter anderem einen neuen Front- und Heckflügel, und auch am Bodywork wurden kosmetische Verbesserungen vorgenommen.

 

Vettel: Dreher verursacht rote Flagge

Prompt mischte der viermalige Weltmeister dank einer Reihe relativ kurzer Runs im Zeitenklassement etwas weiter vorne mit als bisher. Zwischendurch lag er sogar in Führung; nach vier Stunden (am Nachmittag übergibt er an Charles Leclerc) liegt er an sechster Position, mit einem Rückstand von 1,171 Sekunden.

Allerdings sorgte der rote Renner auch für die erste rote Flagge, als Vettel in der Links-Rechts-Kombination Kurve 7/8 zuerst auf Kies kam, dadurch die Kontrolle verlor und einen 360-Grad-Dreher ohne Einschlag hinlegte. Weil er dabei einige Steine aufwirbelte, mussten anschließen die Streckenposten mit ihren Besen ausrücken.

Probleme traten am Mittwochmorgen bei den Red-Bull-Teams auf. Albon stand nach seiner Installation-Lap lange an der Box. Auf Anfrage von 'Motorsport-Total.com' wurde zunächst versichert, man habe den Unterboden planmäßig abgenommen. Später sickerte durch, dass an der Radaufhängung gearbeitet wurde. Bei Gasly war ein Auspuffrohr locker.

Während etwa Racing Point zu Beginn der zweiten Woche ohne nennenswerte Updates testet, hatten die meisten anderen Teams durchaus neue Teile an ihren Autos. Daniel Ricciardo fuhr mit dem Renault auf P7 (+1,272), Carlos Sainz (+1,279) testete einen neuen Diffusor und wurde Achter.

 

Latifi: Wieder technisches Problem bei Williams

Nicholas Latifi, der einzige Rookie im Formel-1-Feld 2020, beendete seine Vormittags-Session unfreiwillig gegen 11:40 Uhr. Sein Williams rollte auf der Gegengerade ohne Vortrieb aus, was zur zweiten roten Flagge führte. Latifi steckte zum Zeitpunkt des Ausrollens im vierten Gang fest.

Für das Williams-Team ist es nach einem Motorschaden in der ersten Testwoche bereits das zweite größere technische Problem dieses Winters. Am Freitag war der Kanadier mit einem Mercedes-Motorschaden stehengeblieben.

Bis dahin lief es für Williams, das im Vergleich zu 2019 bisher meistverbesserte Team, recht erfreulich. Latifi probierte unter anderem verschiedene Frontflügel-Varianten aus und lag zum Zeitpunkt seines Ausrollens an vierter Stelle. Letztendlich beendete er die Vormittags-Session mit 1,358 Sekunden Rückstand auf P9.

Übrigens: Romain Grosjean ist am Mittwoch der einzige Fahrer im Feld, der zu Mittag nicht an einen Teamkollegen übergibt. Er wurde mit 1,728 Sekunden Rückstand Zehnter und Letzter.

Hier klicken: Live-Ticker und Live-Timing F1-Tests 2020 in Barcelona!

Mit Bildmaterial von LAT.

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