F1-Test Barcelona: Massa und Vettel drehen Endlosschleifen
Beim 1. Tag der 2. Testwoche zur Formel-1-Saison 2017 in Barcelona erzielten Felipe Massa für Williams und Sebastian Vettel für Ferrari die größten Distanzen.
Die Formel-1-Testfahrten 2017
Alle Informationen zu den Probefahrten vor der Formel-1-Saison 2017 in Barcelona, wo 2 Mal jeweils 4 Tage lang getestet wird!
Die beiden Formel-1-Routiniers kamen am Ende des 5. Testtags am Circuit de Catalunya auf jeweils 168 Runden, was gut 2,5 Renndistanzen in Barcelona entspricht. Vor allem für Williams bedeutete dies einen gewaltigen Fortschritt: Das britische Traditionsteam hatte vergangene Woche an 4 Tagen insgesamt nur 213 Runden geschafft.
Auch die Bestzeit ging nach Grove: Massa erzielte in 1:19,726 Minuten den 1. Platz. Diese Rundenzeit war dem Brasilianer bereits am Vormittag gelungen. Er kam damit bis auf 0,019 Sekunden an die 2017er-Bestzeit von Mercedes-Mann Valtteri Bottas heran, der auf Ultrasoft-Reifen 1:19,705 geschafft hatte. Massa wiederum hatte die etwas härtere Supersoft-Mischung verwendet.
Zwischen Massa und Vettel fuhr Daniel Ricciardo im RB13 von Red Bull Racing. Er schaffte auf Ultrasoft-Reifen eine Zeit von 1:19,900 Minuten und blieb damit erstmals unter der 80-Sekunden-Marke. Vettel war auf Soft mit 1:19,906 Minuten nur minimal langsamer und erzielte die bisher beste Soft-Runde der Wintertests.
Lewis Hamilton und Bottas, die sich bei Mercedes die Testarbeit teilten, folgten auf den Positionen 4 und 5 und mischten sich am 5. Testtag gar nicht in die Jagd nach schnellen Rundenzeiten ein.
Mit Esteban Ocon von Force India fuhr ein weiterer Meilensammler (142 Runden) auf Rang 6.
Nico Hülkenberg, der bei Renault nur halbtags im Einsatz war, erzielte in 1:21,589 Minuten auf Soft-Reifen den 7. Platz.
Pascal Wehrlein gab am 5. Testtag sein Debüt für Sauber, nachdem er die Probefahrten der vergangenen Woche auf ärztliche Anweisung hin ausgelassen hatte. Im C36 kam er am Vormittag auf 47 Runden und 1:23,336 Minuten, womit er als 11. knapp vor seinem Teamkollegen Marcus Ericsson blieb.
Defekte, Zwischenfälle und Fahrfehler
Jolyon Palmer und der Renault RS17 verbrachten am Vormittag viel Zeit in der Box. Erst sprach das Team von "Kinderkrankheiten" und "nichts Ernstem", das es auszusortieren gäbe. Später kam die Mitteilung: Motorwechsel. Zuvor war Palmer in der Boxengasse ausgerollt.
Am Nachmittag übernahm Hülkenberg den RS17. Mit frischem Aggregat im Heck schaffte er über 50 Runden.
Kurz vor der Mittagspause gab McLaren bekannt: Auch am MCL32 muss ein Motorwechsel vorgenommen werden. Die großen technischen Probleme von Honda aus der Vorwoche sind also noch nicht gelöst.
Stoffel Vandoorne kehrte am Nachmittag mit dem MCL32 auf die Strecke zurück und brachte immerhin mehr als eine komplette Renndistanz zustande. Dennoch: Die Stimmung im Team McLaren-Honda ist gereizt, wie Eric Boullier zugab.
Eine Rotphase gab es nicht, weder am Vormittag noch am Nachmittag. Beide Einheiten verliefen darüber hinaus recht unspektakulär, weil sich die meisten Teams nicht auf einzelne schnelle Runden, sondern auf Ausdauerläufe über mehrere Runden hinweg konzentrierten.
Einzig nachdem der Test um 18 Uhr bereits abgewinkt war, blieb Renault-Fahrer Hülkenberg noch auf der Strecke stehen, möglicherweise mit leerem Tank.
Ausführliche Informationen zum 5. Testtag können Sie unserer Chronologie entnehmen. Den kompletten Einsatzplan für die kommenden Testtage in Barcelona finden Sie hier.
Ergebnis: Formel-1-Test in Barcelona, 5. Tag
| Fahrer | Auto | Zeit | Reifen | Runden | |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 1:19,726 | 168 | |||
| 2 | 1:19,900 | 89 | |||
| 3 | 1:19,906 | 168 | |||
| 4 | 1:20,456 | 49 | |||
| 5 | 1:20,924 | 86 | |||
| 6 | |
1:21,347 | 142 | ||
| 7 | |
1:21,589 | 58 | ||
| 8 | |
1:21,676 | 81 | ||
| 9 | |
1:21,743 | 83 | ||
| 10 | 1:22,537 | 80 | |||
| 11 | 1:23,336 | 47 | |||
| 12 | 1:23,630 | 53 | |||
| 13 | |
1:24,790 | 15 |
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