Robert Kubica mit F1-Test in Ungarn nicht "zu 100 Prozent zufrieden"

Robert Kubica hat zugegeben, dass er mit seiner Leistung beim Formel-1-Test in Budapest, bei dem er mit Renault sein Comeback in der F1 gab, nicht völlig zufrieden war.

Kubica fuhr auf dem Hungaroring zum 1. Mal seit seinem Rallye-Unfall 2011, der seine Formel-1-Karriere beendete, ein aktuelles Auto der Königsklasse. Nach insgesamt 142 Runden war der Pole Viertschnellster.

Renault hat zugegeben, dass eine "Fahrerbewertung" Teil des Programms des 2-tägigen Test war. Diese war im Hinblick darauf wichtig, ob Kubica im kommenden Jahr ein echtes Comeback in der Formel 1 geben könnte.

"Ja, [ich bin zufrieden], aber nicht zu 100 Prozent zufrieden", sagte Kubica. "Der größte Unterschied ist, dass dieses Auto nichts mit den Autos gemeinsam hat, die ich in letzter Zeit getestet habe."

"Wenn du so viele Dinge hast, die anders sind, brauchst du normalerweise etwas Zeit, dich anzupassen."

"Nico Hülkenberg hat vor den Tests im Grunde das gleiche gesagt. Wenn ich hier fahren kann, kann ich wahrscheinlich überall fahren."

"Man kann sich denken, dass es nicht einfach war, das streite ich nicht ab, aber es war gut. Ich denke, ich könnte morgen leicht nochmal fahren, also ist das Fitness-Level wohl gut und das ist ein gutes Zeichen."

"Es gibt Gebiete, die verbessert werden müssen oder besser werden müssen, aber das ist immer so."

Kubica sagte, er hätte keine Schmerzen und sei nur etwas müde, besonders aufgrund der Hitze und der hohen Luftfeuchtigkeit.

"Aus physischer Sicht ist es im Auto viel besser als es von außen aussieht", sagte er. "Das ist am wichtigsten. Ich hatte keine Schmerzen und fühle mich eigentlich ziemlich gut."

"Natürlich bin ich müde. Es war ein heißer Tag und ich bin 8 Stunden gefahren. Ich bin nur mal für 10 Minuten ausgestiegen."

Kubica sagte, der größte Unterschied, den er bei den 2017er-Autos festgestellt habe, sei, dass die Autos schwerer seien.

"Als ich das letzte Mal so ein Auto fuhr, war das Minimalgewicht 620 Kilogramm, 100 Kilogramm zusätzlich um die Strecke zu bewegen, macht einen großen Unterschied."

"In einem Rallye-Auto, das 1.300 Kilogramm wiegt, spürt man ein Ersatzrad von 20 Kilogramm, also kann man sich vorstellen, wie es ist, ein Auto, das 600 Kilogramm wiegt, um 100 Kilogramm schwerer zu machen."

Auf die Frage, ob er mit all den Knöpfen gut zurecht gekommen sei, sagte Kubica: "Ja, das ist gar kein Problem."

"Bei der Anpassung des Lenkrads gab es kein Teil, das speziell auf mich angepasst wurde."

"Es gibt einige Anpassungen an der Schaltung, aber das ist etwas, was in der Vergangenheit bereits im Einsatz war. Einige andere Teams habe es bis vor kurzen noch eingesetzt und ich habe es auch im Simulator benutzt. Es gibt nichts, das speziell für mich gemacht wurde."

"Das Lenkrad wurde in den vergangenen beiden Tagen angepasst, aber da ging es nur darum, die Positionen der Knöpfe zu versetzen, sodass ich die wichtigsten Knöpfe leichter bedienen konnte und die weniger wichtigen, die man nie benutzt, an Positionen waren, die schwieriger zu erreichen sind."

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Über diesen Artikel
Rennserien Formel 1
Veranstaltung Formel-1-Test in Budapest, August
Rennstrecke Hungaroring
Fahrer Robert Kubica
Teams Renault F1 Team
Artikelsorte News
Tags TEST, budapest, f1, f1 2017, formel 1, kubica, renault