Toro Rosso und Honda: Arbeit für F1 2018 beginnt "sofort"

James Key spricht über die Herausforderungen des Honda-Deals: Welche Aufgaben Toro Rosso mit dem späten Motorenwechsel jetzt bewältigen muss.

Es war eines der am schlechtesten gehüteten Geheimnisse der vergangenen Wochen, nun ist es offiziell: Toro Rosso wird 2018 mit Honda-Motoren in der Formel 1 an den Start gehen. Teamchef Franz Tost und Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko waren die Triebfedern hinter dem Deal, motiviert durch eine anhaltende und akute Unzufriedenheit mit Renault.

Aufgrund der späten Bekanntgabe - das Fahrzeugdesign 2018 ist bereits weit fortgeschritten - steht das neue Projekt Toro-Rosso-Honda unter Zeitdruck. "Wir beginnen sofort mit der Arbeit", kündigt Toro-Rosso-Technikchef James Key an. Prinzipiell sieht er den Wechsel eher als "Adaption" des technischen Plans denn als totale Veränderung, "und wir befinden uns gerade im Prozess, unser Design und unsere Produktionsaktivitäten gemeinsam mit Honda anzupassen. Um sicherzustellen, dass wir alle Deadlines einhalten können."

Key sieht "einige Herausforderungen" auf sein Team zukommen, "aber Toro Rosso hat in der Vergangenheit schon oft schwierige Aufgaben gemeistert. Wir sind flexibel genug, damit umgehen zu können. Wir werden hart daran arbeiten, nicht nur die Motoreninstallation neu zu designen, sondern auch sicherzustellen, dass das minimale oder keine Auswirkung auf unsere Entwicklungsarbeit für 2018 hat. Das ist gegenwärtig unser Ziel."

Das bedeutet konkret: Die Architektur des Autos muss angepasst werden, Chassis und Getriebe werden gerade auf die neuen Anforderungen durchleuchtet. Parallel dazu muss ein enger Kontakt mit den Honda-Ingenieuren aufgebaut werden, um das Maximum aus dem neuen Paket herauszuholen - vom ersten Rennen an. "Wir freuen uns auf eine starke, stabile und proaktive Partnerschaft mit unseren Kollegen bei Honda", ist Key optimistisch.

Dass Honda momentan großen Aufholbedarf hat und der schwächste Motor der Formel 1 ist, irritiert Toro Rosso nicht. "Ich glaube stark daran, dass wir zusammen eine fruchtbare Zukunft erleben werden", erklärt Teamchef Tost. Man habe großes Vertrauen in Hondas technologische Kapazitäten. Und wenn diese ab 2018 tatsächlich entfaltet werden können, wird der nächste Schritt ab 2019 lauten: Red-Bull-Honda. Doch das wurde heute noch nicht bestätigt ...

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