F1-Training Mexiko 2021: Hamilton handelt sich FIA-Untersuchung ein

Mercedes sichert sich die Bestzeit im ersten Freien Training in Mexiko-Stadt, doch Lewis Hamilton ist Gegenstand einer Untersuchung der FIA-Rennkommissare

F1-Training Mexiko 2021: Hamilton handelt sich FIA-Untersuchung ein

Mercedes sicherte sich die Plätze eins und zwei im ersten Freien Training zum Grand Prix von Mexiko 2021 Freies Training ab 22:00 Uhr im Formel-1-Liveticker, doch Lewis Hamilton muss in der Mittagspause bei den FIA-Kommissaren vorsprechen. Die Bestzeit ging indes in 1:18.341 Minuten an seinen Teamkollegen Valtteri Bottas.

Bottas verwies Hamilton um 0,076 und Max Verstappen (Red Bull) um 0,123 Sekunden auf die Plätze. Damit bietet sich zunächst ein ähnliches Bild wie vor zwei Wochen in den USA, wo Mercedes ebenfalls den besseren Start als Red Bull erwischte, das Kräfteverhältnis dann aber im Verlauf des Rennwochenendes stark drehte.

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Für Verstappen hatte die Session nicht optimal begonnen. Red Bull musste das Auto erst feintunen und unter anderem den Frontflügel wechseln, um Performance zu finden. "Die Motorbremse ist in den ersten drei Kurven schrecklich", monierte der WM-Leader auf seinem allerersten Run. Später kam er besser in Fahrt, insbesondere bei den Longrun-Tests am Ende.

Titelrivale Hamilton hat indes Ärger mit der FIA. Zu Beginn der Session verbremste er sich bei der Anfahrt zu Kurve 1 und er kürzte die Strecke quer über das Gras ab ("Ich konnte nicht abbremsen"). Per "Event-Notes" wäre eigentlich vorgesehen, in so einem Fall links am orangefarbenen Poller in Kurve 3 vorbeizufahren.

Diese Instruktion dürfte ihm in dem Moment aber nicht bewusst gewesen sein. Das bringt ihm für die Mittagspause vermutlich einen Besuch bei den FIA-Rennkommissaren ein, die die Situation Stand Ende Session untersuchen. Im schlimmsten Fall hat er aber, so nehmen Experten an, eine Verwarnung zu befürchten.

Zu Beginn der Session hatte die anfangs noch sehr staubige Strecke ihren Tribut gefordert. Charles Leclerc (Ferrari) war nach rund zehn Minuten der Erste, der in der Zielkurve bei langsamer Fahrt die Kontrolle über sein Auto verlor. Er schlug mit dem Heckflügel voran in die Leitplanken ein. Wenige Augenblicke später passierte Sergio Perez (Red Bull) das exakt gleiche Malheur.

Beide beschädigten dabei ihre Heckflügel. Leclerc konnte die Session zeitnah fortsetzen. Bei Perez war der Schaden etwas größer und betraf offenbar auch Teile der Radaufhängung. Die Red-Bull-Crew montierte den Unterboden und die Seitenkästen ab, schaffte es aber, den Mexikaner rechtzeitig für weitere Runs wieder auf die Strecke zu schicken.

Perez belegte letztendlich mit 0,269 Sekunden Rückstand auf die Spitze den vierten Platz, vor Pierre Gasly (AlphaTauri/+0,644), der dank Honda-Power in der Höhenluft von Mexiko-Stadt zu den heißen Außenseitertipps für dieses Wochenende gehört. Sechster wurde Carlos Sainz (Ferrari/+1,122) vor Fernando Alonso (Alpine/+1,315) und Leclerc (+1,326).

Die ersten Motorenstrafen des Wochenendes wurden übrigens auch während des ersten Freien Trainings bekannt. Lance Stroll (Motor, Turbo, MGU-H, Elektronik, Auspuff) und Yuki Tsunoda (Motor, Turbo, MGU-H, MGU-K, Auspuff) tauschen Komponenten und müssen daher mit ihrem Aston Martin beziehungsweise AlphaTauri in der Startaufstellung nach hinten.

Apropos Aston Martin: Sebastian Vettel startete als Zehnter ins Rennwochenende in Mexiko. Er verlor 1,517 Sekunden auf die Bestzeit und war um knapp zwei Zehntelsekunden schneller als sein Teamkollege. Mick Schumacher (Haas) wurde 19. Auch er gewann das interne Stallduell, um 0,675 Sekunden gegen Nikita Masepin.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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