Wird immer besser: Vandoorne erfüllt McLarens Erwartungen in der F1

Mit dem 7. Platz beim Großen Preis von Singapur 2017 unter schwierigsten Bedingungen ist Stoffel Vandoorne ein Durchbruch in der Formel 1 gelungen.

Endlich einstellig: Auf dem Marina Bay Circuitkonnte Stoffel Vandoorne sein bisher bestes Resultat in der Formel 1 einfahren. Beim chaotischen Rennen im südostasiatischen Stadtstaat kam der Belgier auf die 7. Position, womit er sein bestes Ergebnis in einem Formel-1-Rennen um 3 Plätze verbesserte. Der Start auf Starkregenreifen verhinderte unter Umständen ein noch besseres Resultat. Wichtig aber für McLaren: Vandoorne leistete sich trotz schwierigster Verhältnisse keine Fehler.

"Auf dem Papier hätten wir die Plätze 7 und 8 holen können, Stoffel wurde 7.", sagt Eric Boullier im Gespräch mit Motorsport.com. "Er hat also nicht von der Gelegenheit profitiert, aber das Auto nach Hause gebracht und ein paar Punkte gesammelt. Wir sind mit seinem Wochenende zufrieden, weil er noch nie hier gefahren ist." Vandoorne litt genau wie Fernando Alonso in der Formel-1-Saison 2017 unter vielen Strafen und der fehlenden Leistung der Honda-Antriebseinheit. Zudem war er zu Beginn der Saison bei weitem nicht auf dem Niveau seines Teamkollegen.

Alles vergessen: Der 25-Jährige kam schon in den vergangenen Rennen immer dichter an seinen spanischen Teamkollegen heran, der von vielen als bester Formel-1-Fahrer der Gegenwart angesehen wird. "Sein gesamtes Wochenende war ziemlich gut", sagt Boullier über den ehemaligen Gamer, der es bis in die Formel 1 geschafft hat. "Ich bin zufrieden mit seiner Pace und wie er die unterschiedlichen Bedingungen gemeistert hat. Er war immer im Rhythmus und mit jedem Wochenende wird sein Selbstbewusstsein größer. Er fängt an, den Job zu machen, den wir von ihm erwartet haben."

Nur die Fabrik ist schon bei 2017

Natürlich hatte das Rennen für McLaren eine bittere Kehrseite, denn Fernando Alonso schied schon früh infolge der Startkarambolage aus. "Das war ein besseres Wochenende, aber das Resultat lässt natürlich schon ein wenig Bitterkeit zurück", ärgert sich der Franzose. "Fernando hatte einen Megastart, aber das ist halt Racing. Es war gut für die Fans."

Ob ihm wirklich ein möglicher Podiumsplatz durch die Lappen gegangen ist, will Boullier nicht kommentieren. Denn McLaren startete das Rennen auf dem falschen Reifen - Vandoorne und Alonso hatten Starkregenreifen montiert. Auch der zweimalige Weltmeister hätte in der zweiten SC-Phase also an die Box kommen müssen, was Positionen gekostet hätte. "Es ist schneller abgetrocknet als wir erwartet haben, dann war es eine Zeitlang gut für Intermediates. Ich kenne seine Meinung, aber ich beschäftige mich nicht mit 'hätte, wäre, wenn'", winkt Eric Boullier ab.

Noch 6 Rennen muss das nach Erfolg dürstende Team aus Woking mit der Honda-Antriebseinheit überstehen, bevor es mit Renault-Power wieder bergauf gehen soll. "Ich selbst beschäftige mich mit dem nächsten Jahr noch nicht", sagt der 43-Jährige. "Wir haben noch ein paar Rennen vor uns und müssen eine Saison beenden. Wir geben dieses Jahr nicht auf. Aber an der Strecke zu sein ist das eine, zu Hause das andere. Ja, in Woking laufen die Vorbereitungen auf die Zukunft. Hier an der Strecke wiederum muss man sich mehr mit dem 2017er-Aspekt auseinandersetzen."

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