Mit historischen F1-Autos: Williams feiert 40-Jahr-Jubiläum

Das britische Traditionsteam Williams hat in Silverstone sein 40-jähriges Formel-1-Jubiläum gefeiert und diesen Meilenstein mit langjährigen Wegbegleitern und etlichen historischen Rennfahrzeugen begangen.

Vor den Augen tausender Fans, die dank Gratistickets an die Strecke gekommen waren, wurden zahlreiche Williams-Modelle aus der Unternehmensgeschichte auf den Kurs gefahren. Darunter auch solche Raritäten wie der sechsrädrige Prototyp FW08B, der nie in einem Formel-1-Rennen eingesetzt wurde.

Und erstmals seit 1992 ließ Williams auch den FW14B von Nigel Mansell wieder fahren. Der frühere Formel-1-Pilot Karun Chandhok, inzwischen bei der historischen Abteilung des Rennstalls angestellt, drehte einige Demonstrationsrunden in dem ehemaligen WM-Auto.

Mansell selbst war ebenfalls unter den Gästen, dazu weitere frühere Williams-Fahrer wie Nico Rosberg, Keke Rosberg, Mark Webber, Damon Hill und Pastor Maldonado sowie die aktuellen Formel-1-Piloten Felipe Massa und Lance Stroll.

Teamgründer Frank Williams unternahm anlässlich des großen Jubiläums seinen 1. öffentlichen Auftritt nach einer langen Behandlung im Krankenhaus. Auch Patrick Head, der langjährige Technikchef des Teams aus Grove, war zugegen.

Teamchefin Claire Williams durfte zudem Sean Bratches und Ross Brawn als Vertreter der neuen Formel-1-Eigentümer in Silverstone begrüßen. Die beiden F1-"Abteilungsleiter" für Vermarktung und Sport sollten vor Ort erfahren, "was ein Team auf die Beine stellen kann, wenn es denn will", wie Williams erklärt.

Und der britische Traditionsrennstall geizte nicht, sondern ließ einen beeindruckenden Fuhrpark nach Silverstone schaffen: Vom 1. Williams-Auto, einem March 761/7, über die zahlreichen Formel-1-Siegerautos bis hin zum FW36 aus der Formel-1-Saison 2014 füllte das Team die Boxengasse – und mit ausgewählten Rennautos auch die Strecke.

"Was für ein Tag", schwärmt Claire Williams. "So schön, dass so viele Fans gekommen sind. Wir wollten unser 40-jähriges Jubiläum mit ihnen teilen. Es ist ein stolzer Tag."

"Wir wollten unbedingt den FW14B fahren lassen. Das Auto stand seit 1992. Und es war gar nicht so einfach, es wieder in Bewegung zu setzen, denn es ist ein kompliziertes Fahrzeug. Die Ingenieure und die Motorentechniker von damals sind nicht mehr da – da ist es schon ein kleines Wunder, dieses Auto erneut in Gang zu bringen."

Erstaunt zeigt sich auch Massa, der mit dem 6-Rad-Williams fuhr. "Das hat Spaß gemacht", sagt der Williams-Stammpilot. "Es gab Fehlzündungen und ich musste das Auto abstellen, aber es war ein großes Vergnügen, diesen Rennwagen zu fahren."

"Wenn du fährst, merkst du nicht, dass es 6 Räder hat. Und es sieht klasse aus, bietet tollen Grip und selbst das Getriebe war einfacher handzuhaben, als ich es gedacht hätte."

"Die vielen Leute hier in Silverstone unterstreichen, wie wichtig Williams für die Formel 1 ist. Und ich freue mich, ein Teil davon zu sein", meint Massa.

Beim Grand Prix von Großbritannien in Silverstone kommt es schließlich zu einer Neuauflage: Dann sollen der FW14B von Mansell und der sechsrädrige FW08B noch einmal auf die Strecke gehen. Zudem erwartet die Fans eine Williams-Ausstellung mit den vielen historischen Rennwagen aus 40 Jahren Formel 1.

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