Mercedes schließt Teamorder im F1-WM-Kampf 2017 nicht mehr aus

Sportchef Toto Wolff gibt zu, dass Mercedes die Möglichkeit für eine Teamorder in der restlichen Formel-1-Saison 2017 ins Auge fasst, nachdem Ferrari-Pilot Sebastian Vettel in der WM-Wertung führt.

Mercedes hat bisher immer darauf bestanden, beiden Fahrern die gleiche Chance zu geben und keinen dem anderen vorzuziehen, besonders, wenn beide eine Chance auf den WM-Titel hatten. Das ist auch in diesem Jahr bei Lewis Hamilton und Valtteri Bottas der Fall. Hamilton hat vor dem Grand Prix von Belgien 188 WM-Punkte auf dem Konto, Bottas 169.

Situationen wie die in Ungarn wird es somit künftig wohl nicht mehr geben. In Budapest hatte Bottas Hamilton passieren lassen, um ihm die Chance zu geben, Kimi Räikkönen anzugreifen. Nachdem das nicht gelungen war, hatte der Brite seinen Teamkollegen Platz 3 kurz vor dem Ziel wieder zurückgegeben – und somit vielleicht entscheidende Punkte verschenkt.

"[Teamorder] ist etwas, über das wir in den letzten Wochen viel nachgedacht haben", sagte Wolff. "Und die Antwort ist, wir wollen alle Optionen offen lassen."

"Man kann nämlich nicht alle Szenarien vorausplanen. Es kommt immer anders als erwartet. Ferrari ist in der glücklichen Situation, dass Vettel in der Fahrerwertung viele Punkte vorne liegt. Da ist es klar, dass Kimi ihn unterstützen wird."

"In den letzten paar Jahren gehörte es nicht zu unserer Philosophie, aber wir werden uns jede einzelne Situation während des Rennens anschauen und, was sie für die Fahrer- und Konstrukteursmeisterschaft bedeutet."

Einen Kommentar schreiben
Kommentare anzeigen
Über diesen Artikel
Rennserien Formel 1
Fahrer Lewis Hamilton , Valtteri Bottas
Teams Mercedes
Artikelsorte News
Tags bottas, f1, f1 2017, ferrari, formel 1, hamilton, mercedes, raikkonen, spa, stallorder, stallregie, teamorder, vettel, weltmeisterschaft, wm