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Rennbericht

F1 Zandvoort 2021: Überlegene Trainingsbestzeit von Max Verstappen!

Eine halbe Sekunde ist auf einer kurzen Strecke eine kleine Ewigkeit: Max Verstappen mausert sich im dritten Training beim Grand Prix der Niederlande zum Topfavoriten

Zandvoort bereitet sich vor auf die große Poleposition-Party für Max Verstappen - und kühlt den Schampus schon mal ein! Denn im Abschlusstraining am Samstag erzielte der Red-Bull-Pilot bei den abschließenden Qualifyingsimulationen eine überlegene Bestzeit von 1:09.623 Minuten und hängte seine Rivalen von Mercedes damit klar ab.

"Sehr viel besser wird's nicht!", lachte Verstappen unmittelbar nach Ende seiner schnellen Runde am Boxenfunk. Kurz vor dem schnellen Run hatte sein Teamchef Christian Horner gegenüber 'ServusTV' noch Verbesserungspotenzial geortet: "In den Kurven 11 und 12 können wir noch ein bisschen Zeit finden. Aber sonst war das schon ganz gut."

Jetzt ist Verstappen für das Qualifying haushoher Favorit. Auf der kurzen Strecke in Zandvoort sind 0,556 Sekunden Vorsprung auf Valtteri Bottas und 0,794 Sekunden Vorsprung auf Lewis Hamilton eine kleine Ewigkeit - obwohl Verstappen am Ende seiner schnellen Runde den Vorteil hatte, von Sergio Perez' Windschatten zu profitieren.

Perez konnte sich im Vergleich zum Freitag steigern und auf den vierten Rang nach vorne schieben, 0,903 Sekunden hinter seinem Teamkollegen, aber vor Fernando Alonso (Alpine), Lando Norris (McLaren), der einmal im Kiesbett war, Lance Stroll und Sebastian Vettel (beide Aston Martin).

Vettel trat zum ersten Mal nach 18 Minuten in Erscheinung, als er in Kurve 10 ins Rutschen kam, den Drift geschickt abfing, aber im Kiesbett eine DRS-Tafel rammte. Am Funk gab Vettel einen losen Sitz als möglichen Grund an. Der Aston Martin blieb bei dem Ausritt unbeschädigt, und Vettel beendete das Abschlusstraining mit 1,249 Sekunden Rückstand.

Nur zwei Minuten später wurde die Session dann unterbrochen. Carlos Sainz (16./+2,317) hatte vor Kurve 3 die Kontrolle über seinen Ferrari verloren und schlug sich drehend in die Streckenbegrenzung ein. Die vor die Reifenstapel vorgelagerten TecPro-Barrieren erfüllten zwar ihren Zweck, der Ferrari wurde dabei aber relativ stark beschädigt.

Wegen der Bergung des Ferrari und der Reparatur der Streckenbegrenzung dauerte die Unterbrechung elf Minuten. Den Fahrern und Teams ging damit nach den durchwachsenen Sessions am Freitag weitere wichtige Trainingszeit verloren. Den Fans auf den Tribünen war das egal. Sie ließen sich die gute Laune nicht verderben und unterhielten sich mit Schlachtgesängen.

Solide präsentierte sich bei seinem Formel-1-Comeback als Rennfahrer Robert Kubica (ersetzt den mit dem Coronavirus infizierten Kimi Räikkönen). Der Pole hatte als 19. 0,863 Sekunden Rückstand auf seinen Teamkollegen Antonio Giovinazzi (15.). Mick Schumacher (Haas) war einmal neben der Strecke, verlor 2,743 Sekunden auf die Bestzeit und wurde 20. und Letzter.

Übrigens: Alle Acht Mercedes-Boliden ließen über Nacht den Motor wechseln. Nach den Defekten bei Vettel und Hamilton wurden die schadhaften Motoren nach Brixworth geflogen, wo weitere Untersuchungen stattfinden. Bisher konnte die Ursache noch nicht identifiziert werden. Experten wie Gary Anderson hatten ja einen Zusammenhang mit den Steilkurven in Zandvoort vermutet.

Um das Risiko weiterer Schäden zu minimieren, wurde am Freitagabend die Entscheidung getroffen, alle Mercedes-Boliden (Mercedes, McLaren, Aston Martin, Williams) jeweils mit jenen Motoren in den Rest des Rennwochenendes zu schicken, die bisher am wenigsten Kilometer auf dem Buckel haben. Weil diese Wechsel schon am Freitag erfolgt sind, droht keinem der betroffenen Fahrer eine Strafe.

Seite neu laden: Dieser Artikel wird laufend aktualisiert, bis dieser Hinweis verschwunden ist.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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