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Fernando Alonso äußert sich zu den aktuellen Alpine-Gerüchten

Fernando Alonso spricht über die aktuellen Gerüchte um seine Zukunft: Wann er die Entscheidung treffen will und wie seine Wünsche, Pläne und Ziele derzeit aussehen

Fernando Alonso äußert sich zu den aktuellen Alpinen-Gerüchten

Fernando Alonso hat mit der Formel 1 noch immer nicht abgeschlossen

Foto: LAT Images

Wie sieht die Zukunft von Fernando Alonso aus? Neben einem Verbleib bei Aston Martin oder einem Ende seiner Formel-1-Karriere wurde am vergangenen Wochenende in Barcelona plötzlich eine weitere Option diskutiert: ein Wechsel zu Alpine, wo mit Flavio Briatore ein enger Vertrauter des Spaniers die Fäden zieht.

Vor dem nächsten Rennen in Österreich (hier der komplette Zeitplan) hat sich Alonso nun allerdings ausführlich zu den jüngsten Spekulationen über seine Zukunft geäußert: "Ich meine, es gibt immer Gerüchte", sagt der 44-Jährige mit Blick auf die aktuelle Situation. "Wir wurden von der Außenwelt sehr schlecht behandelt. Und das ist normal."

Der Saisonstart 2026 verlief für Alonso und Aston Martin enttäuschend. In den ersten sieben Rennen sammelte der Spanier lediglich einen WM-Punkt. "Wir bleiben hinter den Erwartungen zurück, wir befinden uns in einem schlechten Moment. Und wenn die Sommerpause kommt, gibt es immer Gerüchte."

"Es gibt Gerüchte bei den Top-Teams, es gibt auch in unserem Fall Gerüchte, weil wir hinter den Erwartungen zurückbleiben", erklärt der zweimalige Weltmeister. "Aber wie ich schon sagte, geht mein Engagement bei Aston Martin über meine Zeit als Fahrer hinaus."

Nach einem Abschied vom britischen Rennstall und dem Wechsel zu Alpine klingt das nicht. "Ich glaube an dieses Projekt und wir haben die richtigen Leute. Wir haben mit Adrian Newey offensichtlich den Besten der Besten. Wir haben Honda", betont Alonso, räumt aber zugleich ein: "Ja, wir haben auf dem falschen Fuß begonnen."

"Wir verstehen das, aber wir versuchen, die Dinge so schnell wie möglich in die Wege zu leiten. Aber wir sind ein leichtes Ziel, weil wir hinten liegen, und es gibt all diese sozialen Medien und all diese Dinge und Witze, die man über uns machen kann."

"Wahrscheinlich grenzt das in den sozialen Medien schon an Missbrauch", wird der Spanier deutlich. "Wir sagen manchmal, dass wir mit unserer Position nicht zufrieden sind, aber wir sind harte Arbeiter. Honda hat harte Arbeiter und Aston Martin, wir sind 1.000 Menschen, die hart arbeiten."

Krack hofft auf gemeinsame Zukunft mit Alonso

Mike Krack, früherer Teamchef und inzwischen Trackside Engineering Officer bei Aston Martin, hat eine klare Meinung: "Fernando sollte nicht zurücktreten. Er ist zu schnell", sagt der Luxemburger mit einem Grinsen. "Wenn man ein oder zwei Saisons zurückblickt, haben wir klar gesagt, dass er hier ist, um zu bleiben."

Fernando Alonso

Alonso ist noch nicht bereit, den Helm an den Nagel zu hängen

Foto: LAT Images

"Wir sind glücklich mit den Fahrern. Sie stecken hier mit uns drin und auch ein großes Lob an sie, wie sie damit umgehen", meint Krack. "Wir haben sehr oft darüber gesprochen, dass die Fahrer am meisten betroffen und der Situation am meisten ausgesetzt sind. Hut ab vor der Art und Weise, wie sie das handhaben."

Alonso besitzt derzeit einen Vertrag bis Ende 2026. Dessen Verlängerung wurde vor über zwei Jahren mit wenigen Worten des zweifachen Weltmeisters verkündet: "Ich bin hier, um zu bleiben!", hieß es damals. Krack zeigt sich weiterhin überzeugt: "Ich habe also große Hoffnungen, dass wir weiterhin zusammenarbeiten."

"Es ändert überhaupt nichts", betont Alonso allerdings, dass ihn die Worte von Krack nicht berühren. "Ich brauche Mike nicht, um mir zu sagen, dass ich schnell bin. Ich spüre es in jeder Runde, die ich auf der Strecke fahre. Und ich habe es schon immer gespürt."

Alonso trifft Entscheidung nach der Sommerpause

Aber "ich habe noch keine Entscheidung getroffen", stellt der Spanier klar und nimmt damit auch den aktuellen Alpine-Gerüchten den Wind aus den Segeln. "Ich werde wahrscheinlich bis zur Sommerpause warten, die im August ist. Nach dem Sommer kommen Zandvoort und Monza."

"Ich denke, um diese Zeit herum werde ich wahrscheinlich entscheiden, was ich nächstes Jahr mache." Nur eines scheint für den zweifachen Formel-1-Weltmeister sicher: "Ich werde weiter Rennen fahren, weil ich mich schnell fühle und mich motiviert fühle und ich liebe, was ich tue."

"Ich werde jetzt nicht aufhören, weil ich mich nicht mehr konkurrenzfähig fühle oder das Gefühl habe, dass mir das Rennfahren keinen Spaß mehr macht. Ob ich in der Formel 1 fahre oder nicht, das ist eine andere Geschichte. Ich muss die Kategorie genießen, ich muss das Gefühl genießen, diese Antriebseinheiten und dieses Reglement zu fahren."

Fernando Alonso gibt zu: "Ich liebe die Formel 1 noch"

"Ich liebe die Formel 1 immer noch", betont Alonso, der sich zuletzt häufiger kritisch über das aktuelle Antriebsreglement der Königsklasse geäußert hatte. "Ich fühle mich auch diesem Team verpflichtet. Selbst wenn ich keine Rennen fahre, ist mein Engagement für das Team und das Projekt dasselbe."

"Wir haben das hier gewissermaßen zusammen begonnen, mit einigem Erfolg im Jahr 2023 und mit vielen Veränderungen im Unternehmen und auf dem Gelände in Silverstone. Jetzt mit der Partnerschaft mit Honda, mit den neuen Kraftstoffen. Es gibt eine Menge Dinge, die wir zusammen aufgebaut haben."

Der Spanier ist überzeugt, dass sein Team "gewisse Garantien" für zukünftigen Erfolg besitzt und früher oder später um die Weltmeisterschaft kämpfen wird. "Wir wissen nicht, ob das im nächsten Jahr, in drei Jahren oder in acht Jahren sein wird", gibt Alonso zu. "Das ist wahrscheinlich meine Einschränkung hinter dem Lenkrad."

"Aber ich möchte eine Weltmeisterschaft mit Aston Martin gewinnen, mit oder ohne zu fahren", deutet der Spanier an, dass er auch nach seinem Formel-1-Aus für Aston Martin tätig sein könnte. "Das ist in meinem Fall immer noch dasselbe Engagement."

Fernando Alonso schwärmt vom Aston-Martin-Hypercar

Ob Alonso künftig vielleicht auch in der Langstrecken-WM an den Start gehen könnte? Dort fährt Aston Martin im zweiten Jahr mit dem Valkyrie, und der 44-Jährige kennt die Serie noch aus seiner Zeit bei Toyota. "Ich bin den Valkyrie vor einem Monat in Paul Ricard gefahren", verrät er.

"Es ist ein Auto, das Spaß macht zu fahren, und überraschend schnell bei hoher Geschwindigkeit und mit viel Anpressdruck", berichtet Alonso. "Sie haben die Michelin-Reifen, was offensichtlich ein Pluspunkt ist, und man kann Vollgas fahren ohne Einschränkung, ohne Überhitzung, ohne Reifenabbau, ohne dass der Druck in den Himmel steigt, all diese Dinge."

Aston Martin Valkyrie

Fährt Alonso bald vielleicht im Aston Martin Valkyrie?

Foto: Brandon Badraoui / Lumen via Getty Images

"Das ist also ein schnelles Auto, das Spaß macht zu fahren." Im Laufe seiner Karriere hat der 44-Jährige bereits die unterschiedlichsten Rennfahrzeuge bewegt. "Dakar und Rallye im Allgemeinen machen sehr viel Spaß, weil man einfach mit dem Auto tanzt."

"Alle Autos machen Spaß, sogar die Formel E", ergänzt der frisch gebackene Familienvater und verweist auf die neuen Gen4-Boliden der Elektroserie: "Ich denke, das ist nächstes Jahr ein neues Auto mit Allradantrieb. Nach dem Test, den sie gemacht haben, scheint es ziemlich schnell zu sein."

Alonso gibt trotz Fehlstart in die Saison nicht auf

Seine Zukunft sieht Alonso vorerst dennoch in der Königsklasse. "Die Formel 1 ist sehr einzigartig, die Königsklasse des Motorsports und immer noch attraktiv, wenn wir die Situation überwinden können. Für mich war es ein Fehlstart, und jetzt liege ich weit zurück."

"Wenn wir das Ruder herumreißen und das Projekt schnell und wettbewerbsfähig machen können, sei es für die Zukunft oder schon fürs nächste Jahr, dann ist auch das ein reizvolles Ziel. Ich habe nie aufgegeben, und ich werde jetzt nicht aufgeben, nur wegen einiger Schwierigkeiten und eines holprigen Starts."

"Wer glaubt, dass wir jetzt aufgeben, kennt die letzten 25 Jahre meines Lebens nicht", stellt Fernando Alonso klar. Nach einem bevorstehenden Wechsel zu Alpine klingen die Worte des zweifachen Weltmeisters jedenfalls nicht.

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