Fernando Alonso: Kampf mit Aston Martin ein Fortschritt

Fernando Alonso fuhr seinen Alpine beim Formel-1-Rennen in Spielberg in die Punkte, mehr war laut Aussage des Spaniers nicht drin

Fernando Alonso: Kampf mit Aston Martin ein Fortschritt

Platz neun, zwei Punkte, das Maximum erreicht - mit diesem Fazit macht Formel-1-Pilot Fernando Alonso einen Haken an den Großen Preis der Steiermark. Im ersten Rennen auf dem Red-Bull-Ring in Spielberg fuhr der Spanier an einem ruhigen Nachmittag ein ebenso unauffälliges Rennen.

"Es war unser Ziel, in die Top 10 zu kommen und einige Punkte zu holen. Aber ich denke nicht, dass wir irgendetwas hätten besser machen können, daher nehme ich diese zwei Punkte", sagt der Spanier.

Mit seinem Alpine konnte sich Alonso im vorderen Teil des Mittelfeldes halten, mehr war laut Aussage des 39-Jährigen nicht drin. "Vielleicht hätten wir mit etwas mehr Glück mit Stroll kämpfen können, aber all die anderen - Mercedes, Red Bull, McLaren, Ferrari - waren zu weit weg", schildert er das Kräfteverhältnis.

Alonso: Leclerc zeigt Ferraris Überlegenheit

Auch die Ferraris, die in den Rennen zuletzt große Probleme hatten, seien nicht in Reichweite gewesen. Dafür sei Charles Leclerc das beste Beispiel gewesen. "Leclerc hatte einen Plattfuß oder einen kaputten Frontflügel in der ersten Runde und kommt trotzdem vor uns ins Ziel. Das zeigt ihre Überlegenheit bei der Performance", so Alonso.

Für den Vollblut-Racer und zweimaligen Weltmeister Alonso geht es im Formel-1-Alltag derzeit nicht um Siege oder Podien, sondern darum, jeden möglichen Punkt zu holen. Zumindest teamintern setzte er am ersten Wochenende in Spielberg eine Duftmarke und ließ Esteban Ocon im Qualifying und Rennen klar hinter sich. Der Franzose kam als 14. ins Ziel.

Die direkten Konkurrenten waren für Alonso aber die Aston Martins. Wenngleich etwas Topspeed gefehlt habe, um mit Stroll mitzuhalten, sei die Performance im Rennen sehr ähnlich gewesen. Und das sei immerhin auch schon einmal ein Fortschritt.

Alonso: Konnten Schaden begrenzen

"In Baku und Frankreich waren sie herausragend beim Reifenmanagement. Hier konnten wir die Rundenzeiten mitgehen, auch der Reifenverschleiß war ähnlich", sagt Alonso, der einen Schritt "in die richtige Richtung" erkannte.

Der Red-Bull-Ring komme dem Alpine gar nicht unbedingt entgegen, meint Alonso. "Leider haben wir hier zwei Rennen, daher müssen wir den Schaden bei den Punkten begrenzen", sagt er. Im ersten Rennen sei dem Team das gelungen. "Ich denke, wir konnten den Schaden begrenzen, wir haben einen Punkt mehr als AlphaTauri geholt und zwei weniger als Aston Martin", rechnet er vor.

In der Konstrukteurs-WM liegt Alpine mit nun 31 Punkten am Ende des Mittelfeldes auf Platz sieben, Aston Martin (44) und AlphaTauri (46) haben bereits einen kleinen Vorsprung auf das ehemalige Renault-Team. Für das kommenden Wochenende in der Steiermark rechnet sich Alonso keine großen Chancen aus, an dieser Konstellation großartig etwas zu verändern, sollte es keine besonderen Zwischenfälle geben.

"Wir werden versuchen, besser zu sein, aber es wird schwierig. Ich denke, das ist unser Limit", stellt er klar: "Ich hatte das Gefühl, im Qualifying mit Q3 und mit den Punkten im Rennen das Maximum herausgeholt zu haben. Ich denke, da ist nicht mehr viel drin. Wir bräuchten Ausfälle oder Glück."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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