Fernando Alonso: "Glaube, ich bin der beste Fahrer der Welt"

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Fernando Alonso: "Glaube, ich bin der beste Fahrer der Welt"
Autor:
Co-Autor: Roberto Chinchero
03.04.2019, 08:16

McLaren-Testpilot Fernando Alonso philosophiert am Rande der Bahrain-Tests über seine Leistungen in der Formel 1 - Neue Herausforderungen "kein Spaß"

128 Tage nach seinem offiziellen Formel-1-Karriereende ist Fernando Alonso wieder in einen McLaren eingestiegen. Bei den Testfahrten in Bahrain fuhr er am Dienstag den MCL34. Verlockung verspürte der 37-Jährige dabei allerdings keine. "Nicht wirklich", antwortet er. Denn er habe in der Formel 1 bereits alles erreicht und konzentriere sich nun auf andere Herausforderungen. Schließlich müsse er niemandem etwas beweisen, da er bereits der beste Fahrer der Welt sei.

"Was ich in der Formel 1 erreichen musste, habe ich bereits in der Vergangenheit erreicht. Ich bereue nichts. Sollte ich eines Tages wieder in die Formel 1 zurückkehren, was ich bezweifle, dann um die Weltmeisterschaft zu gewinnen", stellt der Spanier nach seinem ersten von zwei Testtagen in der Wüste klar. Zwar hat er die Türe für ein mögliches Comeback noch nicht ganz geschlossen, jedoch wolle er nicht "Siebter, Sechster oder gar Vierter" werden.

Alonso ist davon überzeugt, dass er es nicht mehr nötig hat, in die Königsklasse zurückzukehren. Schließlich behauptet er: "Ich möchte der beste Fahrer auf der Welt sein. Ich denke, dass ich das bin." In seiner Formel-1-Karriere konnte er immerhin zwei Weltmeisterschaften, 32 Siege, 22 Pole-Positionen und 97 Podestplätze einfahren. Allerdings verschwand der Asturier in den vergangenen Jahren zusehends im Mittelfeld.

Alonso: 2018 war "stärkste Saison" seiner Karriere

Er führt das nicht auf seine eigene Leistung sondern auf das Material zurück. "Jeder denkt, dass wir die besten sind. Aber es ist schwierig, das zu beweisen, speziell in der Formel 1. Man muss die gesamte Saison über das richtige Paket haben." Bei McLaren hatte er kein siegfähiges Auto erhalten, schon zuvor bei Ferrari oder auch Renault saß er nicht immer im besten Wagen.

"Ich war in der Formel 1 sehr viele Jahre lang sehr konkurrenzfähig. Ich hatte Glück mit dem Gewinn der zwei Weltmeisterschaften", schildert er, fügt aber sofort hinzu: "Meine letzte Saison war sogar meine stärkste - ich habe meinen Teamkollegen 21 zu 0 geschlagen. Das ist mir sonst noch nie gelungen." Tatsächlich hatte Alonso Stoffel Vandoorne im Griff, allerdings konnte er mit seinen Leistungen nicht glänzen, da McLaren insgesamt zu schwach aufstellt war - ein fünfter Platz war sein bestes Resultat.

Nachdem Alonso das Kapitel Formel 1 vorerst geschlossen hat, sucht er sich in anderen Rennserien neue Herausforderungen. Er konnte das 24-Stunden-Rennen von Le Mans und die Langstreckenklassiker in Daytona und Sebring gewinnen. Beim Indy 500 wird er im Mai ebenso erneut antreten, um die Triple Crown zu vervollständigen. "Ich freue mich schon auf diese Herausforderungen. Aber das ist kein Spaß", betont er.

Alonso erklärt, dass er jede neue Herausforderung sehr ernst nimmt und er diese nicht als Zeitvertreib versteht. "Wenn ich etwas ausprobiere, muss man mir genau sagen, was ich zu tun habe. Ich muss alles wieder von Null auf lernen. Ich stecke definitiv sehr viel Anstrengung in jede Challenge. Ich mache das nicht aus Spaß, sondern wegen der Schwierigkeit und der Herausforderung", schildert er seine Motivation dahinter.

Wie lang werden seine Fans ihn noch auf den Rennstrecken dieser Welt erleben können? "So lang ich die Kraft habe und ich mich konkurrenzfähig fühle. Vielleicht werde ich eines Tages noch einmal in ein Formel-1-Auto oder einen anderen Wagen springen und dann wird dieser eine Kerl im gleichen Auto schneller sein. Aber soweit ich weiß, ist das noch nicht passiert, daher werde ich weiterfahren."

Mit Bildmaterial von LAT.

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