Fernando Alonso: Keine Strafe nach vermeintlichem Gelbvergehen

Fernando Alonso musste sich wegen einem vermeintlichen Gelbvergehen vor den Kommissaren verantworten, erhielt aber keine Strafe

Fernando Alonso: Keine Strafe nach vermeintlichem Gelbvergehen

Fernando Alonso ist im Qualifying zum Formel-1-Rennen in Istanbul noch einmal um eine Strafversetzung herumgekommen. Der Spanier musste sich nach der Qualifikation noch einmal bei den Rennkommissaren verantworten, weil er in Q1 doppelt geschwenkte gelbe Flaggen missachtet haben soll. Doch von dem Vorwurf sprachen ihn die Kommissare frei.

Der Alpine-Pilot war auf seiner ersten schnellen Runde gleich in Kurve 1 auf gelbe Flaggen getroffen, nachdem sich Max Verstappen gedreht hatte. Als Alonso an der Stelle ankam, war Verstappen aber schon längst wieder weg und fuhr rund fünf Sekunden vor ihm bereits wieder normal weiter.

Trotzdem sind Fahrer gezwungen, bei doppelten gelben Flaggen die Geschwindigkeit signifikant zu reduzieren und keine signifikante Rundenzeit zu setzen. Da es Alonsos erste Runde war, gab es keine Referenz zuvor, doch da seine anschließende Runde rund 3,5 Sekunden schneller war, waren die Kommissare nach Ansicht der Daten und des Videomaterials zufrieden mit dem Verhalten Alonsos.

Der Spanier selbst sagt, dass er sowohl von seinem Renningenieur als auch vom Dashboard gewarnt wurde. "Es war für mich also eindeutig, und ich habe die Runde abgebrochen", betont er. "Doch weil es die erste Runde ist, fährst du trotzdem eine Zeit. Und daher kam vermutlich die Verwirrung."

Alonso glücklich über besten Samstag

Damit darf Alonso seinen sechsten Platz aus dem Qualifying behalten, der nach der Strafversetzung von Lewis Hamilton sogar zu einem fünften Platz wird. "Ich bin sehr glücklich", sagt der Alpine-Pilot nach der Session. "Das war vermutlich der beste Samstag des gesamten Jahres. Schon das Rennen von Sotschi war in Sachen Konkurrenzfähigkeit das beste, und jetzt hat es sich auch gut angefühlt."

 

"Wir liegen vier oder fünf Zehntel vor McLaren, zwei Zehntel vor [Sergio] Perez und sind nur zwei Zehntel von Verstappen weg. Das haben wir bei noch keinem anderen Rennen bislang geschafft", sagt er weiter. "Darüber bin ich glücklich."

Alonso war das gesamte Qualifying über stark und konnte sich in allen drei Abschnitten in den Top 8 platzieren. Der Einzug in Q3 gelang ihm dabei sogar auf den härteren Medium-Reifen, sodass er mit der Reifenwahl und dem Start auf der sauberen Seite eine gute Ausgangsposition hat. "Diesen Luxus haben wir sonst nicht", meint er. "Es war ein guter Samstag. Schauen wir mal, wie wir es morgen hinbekommen."

Das Podium ist unrealistisch

Denn das Rennen ist für ihn noch eine Unbekannte, wie er sagt: "Die Runden gestern haben uns keine so klaren Ergebnisse geliefert", so der Spanier. Denn die Reifen hätten sich bei allen Fahrern unterschiedlich verhalten. Das einzige, was er sagen kann: "Wir glauben, die Softs werden im Rennen echt schlecht sein. Darum sind wir in Q2 mit Mediums gefahren."

"Und dann haben wir noch die harten Reifen, die wir im Training überhaupt nicht verwendet haben", sagt er weiter. Doch die Ausgangsposition könnte für ihn nicht besser sein, wie er betont. "Hoffentlich wird es ein normales Rennen."

Doch damit rechnet er nicht: "Es wird mit Sicherheit regnen, totales Chaos geben und ein verrücktes Rennen werden, wenn wir es überhaupt nicht gebrauchen können." Das Ziel für Alpine ist aber klar: "Wir sollten morgen in der Lage sein, hoffentlich mit beiden Autos Punkte holen zu können."

Das Podium hält er für unrealistisch: "Wir müssen auf dem Boden bleiben", winkt er ab. "Es war ein guter Samstag, aber Perez ist genau hinter mir, Lewis ist Elfter und wird irgendwann vorbeikommen, und auch Norris ist am Sonntag sehr stark. Früher oder später werden wir unsere normale Position haben. Leider."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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