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Fernando Alonso: Muss im Sommer eine Entscheidung für 2027 treffen

Fernando Alonso vor der Zukunftsentscheidung: Trotz Aston-Martin-Krise denkt der 44-Jährige nicht ans Aufhören - Bleibt er der Formel 1 auch 2027 noch erhalten?

Fernando Alonso: Muss im Sommer eine Entscheidung für 2027 treffen

Fernando Alonso will sich erst später mit seiner Zukunft beschäftigen

Foto: LAT Images

Ob Fernando Alonso seine Formel-1-Karriere auch über die Saison 2026 hinaus fortführen möchte, wird sich im Sommer entscheiden. Denn auch wenn Aston Martin derzeit hoffnungslos hinterherfährt, glaubt der zweimalige Weltmeister an kommende Fortschritte und könnte sich vorstellen, auch 2027 bei Aston Martin zu fahren.

Noch habe er aber nicht angefangen, über die Zukunft nachzudenken oder mit seinem Team darüber zu sprechen: "Um ehrlich zu sein, sprechen wir mehr über die Gegenwart als über die Zukunft", betont der Spanier. Mit Teameigner Lawrence Stroll befinde er sich aber auf einer Wellenlänge: "Wir sind in allem einer Meinung", behauptet er.

Doch Alonso weiß, dass irgendwann eine Entscheidung fallen muss - spätestens im Sommer. "Ich muss zuerst mit meinen Leuten reden und entscheiden, was ich nächstes Jahr mache", sagt Alonso und stellt klar: "Ich bin da sehr entspannt."

"Wenn ich weiter fahre, denke ich, dass es mit dem Projekt im zweiten Jahr eine bessere Saison wird als diese hier. Wenn ich aufhöre, weiß ich, dass ich in einer anderen Serie fahren werde."

Kommt nach Formel 1 die Dakar?

Ein komplettes Karriereende kommt für den 44-Jährigen also nicht infrage. Schon nach seinem ersten Rückzug aus der Formel 1 hatte sich Alonso anderen Rennserien gewidmet: Damals war die Langstrecken-WM sein Ziel, inklusive zweimaligem Triumph bei den 24 Stunden von Le Mans. Diesmal könnte es ihn in die Wüste ziehen.

"Wie ich schon oft gesagt habe, wäre die Dakar eine Möglichkeit", sagt er und hat nach der verpassten Triple-Crown aus Siegen in Monaco, Le Mans und beim Indy 500 ein neues Ziel vor Augen: "Wenn ich eines Tages im Langstreckensport, in der Formel 1 und in der Querfeldein-Rallye gewinnen könnte, wäre das wahrscheinlich beispiellos. Das ist etwas, das sehr reizvoll ist", sagt Alonso.

"Ich mache mir keine großen Sorgen für die Zeit nach der Formel 1. Ich werde irgendwie weiter Rennen fahren und ich werde dem Team in der Zukunft sicher in einer anderen Rolle verbunden bleiben."

Warum die Formel 1 noch Priorität genießt

Noch genießt aber die Formel 1 Priorität bei ihm, auch wenn er in seiner Pause feststellen musste, dass andere Rennserien vielleicht besseren Rennsport bieten. "Aber es gibt Momente in deinem Leben und in deiner Karriere, da brauchst du auch die Formel 1", sagt er.

"Denn abgesehen vom Fahren und dem Adrenalin der Formel 1 hast du das Gesamtpaket. Du hast die Aufmerksamkeit, du hast die Sponsoren und du hast verschiedene Faktoren, die das Pendel eher Richtung Formel 1 ausschlagen lassen. Jetzt, in diesem Moment meines Lebens, kann ich wählen, was mich glücklicher macht."

Ob es Alonso wirklich glücklich macht, in der Formel 1 nur hinterherzufahren, sei einmal dahingestellt, doch für ihn ist klar, dass das bei Aston Martin nicht ewig der Fall sein wird. "Zu 100 Prozent, da habe ich keine Zweifel", sagt er.

"Ich bin mir ziemlich sicher, dass es im Laufe dieser Saison immer besser laufen wird. Wenn die Verbesserungen kommen, wenn wir einige Probleme mit der Power-Unit beheben und all diese Dinge. Ich habe keine Zweifel daran, dass das Projekt im nächsten Jahr, im zweiten Jahr, besser vorbereitet sein wird, als es in diesem Jahr der Fall war."

Alonso will den Sport aus eigenen Stücken verlassen

Die Frage ist nur, ob er dann noch Teil des Teams sein wird. Denn das liegt ja nicht nur an ihm. Auch das Team muss gewillt sein, weiter mit dem Routinier zu arbeiten, der im Juli bereits 45 Jahre alt wird.

"Man kann sich da nie zu 100 Prozent sicher sein", entgegnet er auf die Frage, ob eine Fortsetzung der eigenen Karriere an ihm liegt. "Aber meine Leistung ist gut genug, um dem Team zu zeigen, dass ich die Ergebnisse liefern kann. Wenn das Auto konkurrenzfähig ist, helfe ich dem Team so gut ich kann. Ich denke, es könnte eher an mir liegen."

Doch Alonso weiß auch, dass ihm die Zeit irgendwann ausgehen wird, denn einfach aus der Formel 1 vertrieben werden, möchte er auch nicht: "Ich möchte den Sport eines Tages verlassen, wenn ich mich schnell fühle", sagt er.

"Ich möchte den Sport nicht verlassen, wenn mich jeder schlägt, wenn ich mich langsam fühle, Fehler mache und all diese Dinge. Ich weiß, dass ich jetzt bei 100 Prozent bin, und ich möchte auch gehen, wenn ich mich so fühle."

Und gerne würde er natürlich mit einem Hoch abtreten und nicht wie derzeit als Schlusslicht im Feld: "Den Sport mit einem schlechten Beigeschmack zu verlassen, ist nicht immer das Beste", weiß er. "Man kann sich nicht aussuchen, wann man mit dem Rennfahren aufhört. Nur Rosberg hat das getan."

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