Fernando Alonso: Nach Zandvoort traurig über Trend der abfallenden Kurven

Fernando Alonso fand die Steilkurven in Zandvoort großartig und ärgert sich darüber, dass die Formel 1 zuvor den gegenteiligen Trend verfolgt hat

Fernando Alonso: Nach Zandvoort traurig über Trend der abfallenden Kurven

Zandvoort hat Fernando Alonso gezeigt, dass die Formel 1 mit ihren Kurven jahrelang in die völlig falsche Richtung gegangen ist. Am vergangenen Wochenende standen vor allem die beiden Steilkurven im Fokus, die für eine Herausforderung und durchaus besseres Racing gesorgt haben. Vor allem in Kurve 3 waren unterschiedliche Linien möglich, was auch zu einigen Manövern geführt hat.

Die Fahrer zeigten sich jedenfalls begeistert von dieser neuen Herangehensweise, die deutlich außerhalb der FIA-Vorgaben lag. Denn eigentlich sind maximal 5,7 Grad Neigung in Kurven vorgesehen, doch in Zandvoort waren es 18 und 19 Grad. Und Fernando Alonso hofft, dass das ein Vorbild für zukünftige Strecken ist.

"Es hilft der Natur des Racings", sagt der Spanier. "Es hilft, Geschwindigkeit in den Kurven aufzubauen, es hilft dem Reifenmanagement, der Aerodynamik und allem anderen, was wir nicht gewohnt sind", so der Alpine-Pilot.

Denn die Formel 1 war in den vergangenen Jahren meist den gegenteiligen Weg gegangen. Häufig wurden Kurven gebaut, die nach außen abfallen. Das sollte für die Fahrer eine größere Herausforderung sein, hat aber eigentlich nur dazu geführt, dass es nur eine einzige Linie gibt und dass Hinterherfahren noch schwieriger wurde.

"Und jetzt sind wir positiv überrascht über eine Steilkurve. Das macht mich nur noch trauriger, dass wir so viele Strecken mit abfallenden Kurven gebaut haben", so Alonso.

Der Spanier gehörte am vergangenen Wochenende zu den Piloten, die besonders gut mit Kurve 3 zurechtzukommen schienen. In Runde 1 überholte er dort außen und machte zwei Positionen gut. Kommentare, wonach ihm seine Erfahrung vom Indy-500-Rennen geholfen habe, wischt er aber beiseite.

"Man kann die beiden Meisterschaften nicht vergleichen. Das Banking in Indy ist deutlich geringer, der Speed ist deutlich höher, und auch das Abtriebsniveau ist anders. Und in Indy fährt man ziemlich weit unten. Es hat keinen Sinn, außen zu fahren, während man in Zandvoort immer außen gefahren ist, weil die Steigung dort eine andere war", sagt der Spanier.

Seine Inspiration hat er eher woanders her: nämlich aus Juniorserien. "Ich habe mir vor ein paar Monaten die Formel Renault angesehen", verrät er. "Im ersten Training habe ich dann unterschiedliche Linien probiert, und sie schienen zu funktionieren."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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