Fernando Alonso: "Waren nicht so konkurrenzfähig wie erhofft"

Alpine kann in Mexiko mit Fernando Alonso zwar punkten und Esteban Ocon arbeitet sich bis auf P13 vor, doch AlphaTauri schließt in der Konstrukteurs-WM weiter auf

Fernando Alonso: "Waren nicht so konkurrenzfähig wie erhofft"

Nach dem Doppelausfall in Austin ist Alpine wieder zurück in den Punkten, zumindest mit Fernando Alonso, der den Grand Prix von Mexiko als Neunter beendete. Und auch sein Teamkollege Esteban Ocon, der wegen eines Motorwechsels von ganz hinten starten musste, war mit Platz 13 nicht unzufrieden.

"Es war nicht das einfachste Rennen", gibt der Franzose zu. "Natürlich wussten wir, dass wir mit der Motorenstrafe von ganz hinten starten mussten. Aber ich denke, wir können dem Rennen eine Menge Positives abgewinnen."

"Zunächst einmal denke ich, dass wir wirklich Kampfgeist gezeigt haben. Es gab einige gute Überholmanöver, und zwar bei ziemlich vielen Gelegenheiten. Das war also schön. Die Pace des Autos war im Rennen eigentlich ziemlich gut, wahrscheinlich die beste des ganzen Wochenendes", fasst Ocon zusammen."

Alonso: Wiedergutmachung im Rennen

Die Probleme, mit denen er noch im Qualifying zu kämpfen hatte, seien im Rennen "viel geringer" gewesen. "Aber natürlich haben wir nicht die volle Belohnung in Form von Punkten auf unserer Seite, da wir so weit hinten starten mussten. Aber am Ende ist das alles nicht negativ. Und wir konnten mit Fernando punkten."

Der Spanier sammelte zwei Zähler und zeigte sich zufrieden, wenn auch mit ein paar Abstrichen: "Offensichtlich war es ein hartes Wochenende. Wir waren vielleicht nicht so konkurrenzfähig, wie wir es uns erhofft hatten. Im Qualifying habe ich keine gute Runde hingelegt. Darauf war ich nicht sehr stolz", sagt Alonso.

"Im Rennen hatte ich die Gelegenheit, es besser zu machen, und ich denke, das hat jeder im Team gut gemeistert. Und ja, selbst an einem schwierigen Wochenende in die Punkte zu fahren, beweist, dass wir sonntags sehr solide sind. Darüber bin ich froh."

Vom Chaos in der ersten Kurve profitiert

Froh war Alonso auch darüber, unbeschadet durch die erste Runde gekommen zu sein, nachdem Polesetter Valtteri Bottas kurz nach dem Start gedreht wurde. "Es war auf jeden Fall beängstigend", blickt er zurück. "Ich glaube, Sebastian (Vettel; Anm. d. R.) und ich waren beide auf der rechten Seite, das war nicht die beste Entscheidung, aber zum Glück haben wir unser Auto sicher durchgebracht."

"Man will immer ein paar Plätze gutmachen, wenn es möglich ist, und wenn einer der Top-Fahrer in der Mitte der Strecke Probleme hat, gibt es natürlich die Möglichkeit, mehr Punkte zu holen, und so war es auch heute." Überrascht habe ihn der frühe Zwischenfall nicht, "denn wir wissen, wie knifflig die erste Kurve hier ist".

Während Bottas am Ende hinter beiden Alpine-Piloten auf Platz 15 landete, konnte die Konkurrenz um Platz fünf in der Konstrukteurs-WM - Alpha-Tauri - aufschließen und ist jetzt punktgleich. Pierre Gasly wurde starker Vierter, Yuki Tsunoda fiel früh aus.

AlphaTauri in der WM-Tabelle jetzt dran

"Natürlich wissen wir, dass AlphaTauri in einigen Rennen leistungsmäßig hervorragend war", analysiert Alonso. "In einigen anderen hatten wir einfach nur Glück, dass wir Punkte geholt haben. Und in einigen anderen denke ich, dass wir als Team besser waren."

"Vielleicht sind wir nicht so wettbewerbsfähig oder haben nicht den Speed des AlphaTauri-Autos. Aber wir waren in der Lage, bessere Rennen zu fahren, ohne Fehler, ohne Fehler beim Boxenstopp und mit beiden Autos in den Punkten. Jedes der Teams hat also seine Stärken, und wir müssen unsere Stärken ausspielen."

Pierre Gasly

Pierre Gasly sammelte in Mexiko als Vierter Punkte satt für AlphaTauri

Foto: Motorsport Images

Auch Teamkollege Ocon weiß um die Konkurrenz durch AlphaTauri: "Sie haben ein sehr, sehr schnelles Auto. Und sie haben dieses Potenzial hier voll ausgeschöpft. Wir haben auch gesehen, dass Yukis Form an diesem Wochenende wirklich sehr gut war. Wir erwarten also, dass es ein harter Kampf bis zum Ende wird."

"Aber wir müssen wieder zu der Form zurückfinden, die wir hatten, als wir uns als Fünfter oder Sechster qualifiziert haben oder zumindest in Q3 waren", sagt Ocon weiter. "Genau das wollen wir beim nächsten Mal wieder erreichen. Wir brauchen in Brasilien also auf jeden Fall ein besseres Qualifying."

Allerdings wird sich die Startaufstellung dort aus dem Ergebnis des Sprintrennens ergeben. "Da können viele Dinge passieren", ist sich Ocon bewusst. "Es wird also ein enger Kampf werden, aber wir werden ihn nicht einfach aufgeben."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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