Fernando Alonso: "Wir müssen es ein bisschen offener gestalten"

Alpine-Pilot Fernando Alonso hofft, dass die Performance der Formel-1-Autos in Zukunft ausgeglichener ist: Aktuell spiele der Fahrer nur eine untergeordnete Rolle

Fernando Alonso: "Wir müssen es ein bisschen offener gestalten"

Die Leistungsunterschiede zwischen den Formel-1-Autos der verschiedenen Teams sind zu groß, weshalb die Leistung der jeweiligen Fahrer nur eine untergeordnete Rolle spiele. Das ist zumindest die Meinung des zweimaligen Weltmeisters Fernando Alonso. Für den Spanier steht daher fest, worauf es bei der Ausarbeitung zukünftiger Regularien ankommen sollte:

"Was wir angehen müssen, und wahrscheinlich ist das nächste Jahr der erste Schritt, ist der Unterschied zwischen den Autos", sagt Alonso. "Wenn du jetzt das Glück hast, ein konkurrenzfähiges Auto zu fahren, kämpfst du nur mit deinem Teamkollegen und nicht mit einem anderen Team, und du wirst in 95 Prozent der Rennen auf dem Podium stehen", so der Spanier etwas überspitzt.

"Es spielt keine Rolle, ob du 19 Jahre alt bist und deine erste Saison fährst, oder ob du 45 Jahre alt bist und der Älteste bist. Du wirst zu 95 Prozent auf dem Podium stehen", meint Alonso. "Und das ist vielleicht etwas, das wir als Sport angehen müssen."

"Wir müssen es ein bisschen offener gestalten, damit jeder eines Tages die Inspiration hat, um Podiumsplätze zu kämpfen", wünscht sich der Routinier. "Im Moment ist das nicht möglich." Auch nicht für Alonso im Alpine, obwohl er nach eigener Einschätzung heute im Alter von 40 Jahren besser denn je sei.

"Man lernt so viele Dinge auf der Reise, wie man mit verschiedenen Situationen in der Formel 1 umgeht", blickt Alonso auf seine (mit Unterbrechung) 20 Jahre in der Formel 1 zurück. "Wenn man in den Sport einsteigt, sieht man, dass es einige große Unterschiede zu anderen Nachwuchskategorien gibt. Drei oder vier Jahre lang lernt man das System kennen und weiß, wie alles funktioniert."

"Danach beginnt man den nächsten Schritt, nämlich zu lernen, wie man das Potenzial des Autos maximieren kann", fährt der Spanier fort. "Es geht nicht mehr darum, das Maximum herauszuholen, wie man es normalerweise im Go-Kart oder in den Junioren-Kategorien getan hat: Hier muss man sich mit verschiedenen Problemen und unterschiedlichen Szenarien im Rennen auseinandersetzen: Reifenabbau, Strategie, also Dinge, die man jedes Wochenende aufs Neue herausfinden muss."

"Irgendwann kommt man an einen Punkt, an dem man mit jedem Rennen und jedem Mal, wenn man ins Auto steigt, besser und besser wird, weil man mehr über das Auto lernt und darüber, wie das Team einem hilft, seinen Fahrstil zu entwickeln, speziell für dieses Jahr, für diesen Reifen und für diese Aerokonfiguration", erklärt Alonso.

"Im darauffolgenden Jahr beginnt alles wieder von vorn, und man muss einige Dinge neu lernen. So verbessert man sich als Fahrer ständig."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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