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Ferrari beendet den Freitag in Japan hinter Mercedes und McLaren: Charles Leclerc kämpft mit dem SF-26, Lewis Hamilton spricht von Problemen mit Balance und Set-up

Ferrari: Abstand zur Spitze "entspricht unseren Erwartungen" in Suzuka

Lewis Hamilton im Freien Training zum Großen Preis von Japan 2026

Foto: Sutton Images

Ferrari beendet den ersten Tag beim Großen Preis von Japan (alle Sessions im Formel-1-Liveticker) hinter Mercedes und McLaren als drittstärkste Kraft. Dass die Italiener zumindest am Freitag nicht mehr der erste Verfolger der Silberpfeile zu sein scheinen, kommt für die Scuderia allerdings nicht überraschend.

"Ich denke, der Abstand ist mehr oder weniger da, wo wir ihn erwartet haben, und entspricht auch den ersten beiden Rennen, insbesondere auf den kurzen Distanzen", resümiert Ferrari-Sportdirektor Diego Ioverno. "Trotzdem müssen wir uns verbessern."

Diesen Standpunkt teilen auch die beiden Ferrari-Piloten Lewis Hamilton und Charles Leclerc. "Es war ein etwas schwierigerer Tag für uns als Team im Vergleich zu den letzten beiden Rennen", meint der Monegasse, "aber es ist ja erst der erste Tag des Wochenendes."

"Unsere Rennpace scheint bisher gut zu sein, obwohl der Abstand zu den Führenden noch recht groß ist", ergänzt Leclerc, der sich in der Longrun-Analyse tatsächlich auf dem dritten Platz einsortiert. "Unser Fokus liegt nun darauf, die Qualifying-Performance für morgen zu verbessern."

Lewis Hamilton: "Balance noch nicht ganz optimal"

Auch Teamkollege Hamilton spricht von einem "etwas kniffligen Tag" für Ferrari. "Das Auto fühlt sich insgesamt nicht schlecht an, aber im Moment fehlt uns einfach etwas an Tempo und die Balance ist noch nicht ganz optimal", resümiert der Rekordweltmeister.

"Wir werden über Nacht hart arbeiten, um das Set-up zu verbessern und versuchen, für morgen einen Schritt nach vorn zu machen", hofft der Brite, der Potenzial sieht: "Es gibt Bereiche, in denen wir uns verbessern können, unter anderem beim Einsatz der Reifen, und wenn wir alles zusammenbringen, sollten wir mehr Leistung herausholen können."

Über den Abstand zur Spitze hält sich Hamilton bedeckt, wobei Ferrari vor allem auf den Geraden noch viel Zeit gutmachen kann. "Im Moment sind es vier Zehntel in Kurve 1 im Vergleich zu McLaren", erinnert der Brite an eine der größten Ferrari-Schwächen im Training.

"Also ist die Einsatzstrategie ein Teil davon, ich bin sicher, dass wir das besser hinbekommen können", ist Hamilton zuversichtlich. "Und dann denke ich, dass noch mehr Leistung aus dem Auto herauszuholen ist, wenn wir das Set-up richtig hinbekommen."

Optimierungsbedarf bei Set-up und Energiemanagement

Auffällig: Leclerc hatte im Freien Training mit seinem SF-26 zu kämpfen und mehrere wilde Momente, die beinahe zum Abflug führten. "Die Grundlagen sind immer ein Schlüsselfaktor", weiß Ioverno, dass es auch in der neuen Formel-1-Ära nicht allein auf den Antrieb und das Energiemanagement ankommt.

"Reifenmanagement, Set-up oder Fahrervertrauen dürfen wir daher nicht vernachlässigen", mahnt der Sportdirektor. Auf den Geraden spiele dann aber auch das Energiemanagement eine Rolle. "Es geht nicht nur darum, sie zu managen, sondern vielmehr darum, in jedem Streckenabschnitt und mit jedem Aspekt des Autos das Beste herauszuholen."

"Wir lernen alle Schritt für Schritt, wie diese Autos bedient werden müssen", erinnert der 51-jährige Italiener. "Der Prozess wird also immer schneller. Dennoch gibt es noch einiges zu tun, zumindest für uns, um morgen noch besser abzuschneiden."

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