Ferrari: AlphaTauri im Qualifying "einfach zu schnell für uns"

Ferrari hat McLaren im Qualifying in Brasilien zwar wieder im Griff, doch erneut zogen die Roten gegen AlphaTauri und Pierre Gasly den Kürzeren

Ferrari: AlphaTauri im Qualifying "einfach zu schnell für uns"

Den lange Zeit größten Gegner McLaren hat Ferrari inzwischen mehr oder weniger im Griff, doch nun schickt sich ein anderes italienisches Team an, der Scuderia den Rang abzulaufen. AlphaTauri mit Pierre Gasly schaffte es in Brasilien wie bereits in Mexiko, beide Ferraris im Qualifying hinter sich zu lassen.

Carlos Sainz als Sechster und Charles Leclerc auf Rang sieben erfüllten mit Blick auf die Konstrukteurs-WM ihren Job und ließen beide McLaren-Piloten Lando Norris und Daniel Ricciardo hinter sich. Doch dass erneut das kleine Team aus Faenza zumindest mit Speerspitze Pierre Gasly vor ihnen lag, sorgte dann doch etwas für Verstimmung.

"Es geht schon das gesamte Jahr über so, daher ist es keine Überraschung für uns. Wenn wir uns die Rundenzeiten anschauen, dann ist das Auto oft so schnell oder vielleicht sogar schneller als wir", sagt Sainz. Manchmal hat es AlphaTauri aber nicht hinbekommen - teilweise selbstverschuldet, teilweise unverschuldet - aus guter Pace etwas Zählbares zu machen.

Sainz: Als Ferrari wollen wir nicht hinter AlphaTauri sein

Zwar steht das Team bei 106 Punkten, doch gefühlt war mehr drin. Das muss Ferrari jetzt feststellen. "Sie haben jetzt die Konstanz gefunden, die ihnen zu Beginn vielleicht noch etwas gefehlt hat. Das Auto ist verdammt stark, aber wir werden versuchen, sie zu schlagen, denn als Ferrari wollen wir nicht von AlphaTauri besiegt werden, wenn wir McLaren hinter uns lassen können", sagt Sainz deutlich.

Zumindest der Spanier konnte sich nichts vorwerfen im Qualifying, was das fehlende Bisschen auf Gasly erklären könnte. "Es gab einige wirklich gute Runden im Qualifying, vor allem im zweiten Abschnitt, als ich das Auto wirklich gespürt habe und es so fahren konnte, wie ich wollte", sagt Sainz, der aber auch in Q2 bereits einen Tick hinter Gasly lag.

Bei Leclerc sah das mit dem Gefühl etwas anders aus. "Q3 war einfach nicht gut", sagt der Monegasse, dem am Ende aber nur 0,034 Sekunden auf Sainz fehlten. "Wir sind den ersten Versuch auf gebrauchten Reifen gefahren, das war allerdings nicht gut für meinen Rhythmus. Auf dem zweiten Versuch habe ich einfach keinen guten Job gemacht", zeigt er sich selbstkritisch.

Er fasst zusammen: "AlphaTauri war heute einfach zu schnell." Immerhin: McLaren geschlagen zu haben sei "das Positive des heutigen Tages", schließt Leclerc ab.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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