Ferrari: Erstes Formel-1-Auto auf neuer Strecke in Madrid
Große Überraschung nach dem Silverstone-Wochenende - Ferrari reist für einen Filmtag nach Madrid und testet als erstes Team überhaupt den neuen Formel-1-Kurs
Steilkurve von Madrid: Der Madring
Foto: Madring Madring
Nach dem Rennwochenende in Silverstone ist Ferrari bereits nach Madrid gereist. Wie Motorsport.com erfahren hat, wird die Scuderia am Donnerstag (9. Juli) auf dem "Madring" auf die Strecke gehen - dem neuen Straßenkurs, auf dem im kommenden September zum ersten Mal der Große Preis von Spanien ausgetragen wird.
Der SF-26 wird damit das erste Formel-1-Auto sein, das das Streckenlayout in Madrid unter die Räder nimmt. Dieses Debüt ermöglicht es dem Team aus Maranello, wertvolle Daten zu sammeln, während es gleichzeitig einen wichtigen Test für die Organisatoren der Veranstaltung darstellt.
Offiziell handelt es sich um einen sogenannten Filmtag, also eine Session, die Werbeaktivitäten gewidmet ist und bei der das Reglement eine Fahrstrecke von bis von zu 200 Kilometern erlaubt.
Hamilton und Leclerc vor Ort
Die beiden Stammfahrer Lewis Hamilton und Charles Leclerc werden sich am Steuer abwechseln. Das gibt ihnen die Gelegenheit, sich mit der neuen Strecke vertraut zu machen - der einzigen, die neu in den Rennkalender für 2026 aufgenommen wurde.
Obwohl sich Ferrari innerhalb der für diese Art von Aktivität festgelegten Grenzen bewegen muss, kann das Team damit beginnen, nützliche Erkenntnisse über die Eigenschaften der Strecke zu gewinnen. Diese Informationen dürften sich im Vorfeld des Grand-Prix-Wochenendes als äußerst wertvoll erweisen.
Der überraschendste Aspekt ist das Timing und die Geschwindigkeit, mit der es Ferrari gelungen ist, diesen Filmtag zu organisieren. Bis vor wenigen Tagen war der Madring zumindest im Bereich der Tribünen und der Boxengassen-Infrastruktur noch eine aktive Baustelle. Ein jüngster Besuch einer Journalistendelegation hatte gezeigt, dass an mehreren Stellen der Anlage noch gearbeitet wurde.
Bau noch nicht vollendet, Strecke steht
Was die eigentliche Strecke betrifft, sieht die Situation jedoch anders aus. Der 5,416 Kilometer lange Kurs mit seinen 22 Kurven und einer langen Steilkurve ist mittlerweile fertiggestellt, und die Präsenz von Ferrari wird eine weitere Bestätigung für die erzielten Fortschritte sein.
Der Test ermöglicht es der Scuderia nicht nur, erste Streckenkenntnisse zu sammeln, sondern bietet den Organisatoren des Madrings auch eine wertvolle Gelegenheit, die Abläufe der Anlage mit einem modernen Formel-1-Auto zu überprüfen und im Hinblick auf das Debüt im September entscheidendes Feedback einzuholen.
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