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Ferrari im Update-Labyrinth: Wie schnell lassen sich die Probleme lösen?

Nach dem starken Saisonstart ist die Scuderia Ferrari im Kräfteverhältnis zurückgefallen: Leclerc und Sainz rechnen mit "schneller Lösung" im Update-Poker

Ferrari im Update-Labyrinth: Wie schnell lassen sich die Probleme lösen?

Eigentlich hatte die Scuderia Ferrari für Silverstone ein großes Update geplant, doch nach immensen Bemühungen in der Fabrik in Maranello wurden die neuen Teile bereits auf Spanien vorgezogen. Der Effekt hat bisher jedoch enttäuscht. Ferrari scheint im Kräfteverhältnis nur noch die vierte Kraft zu sein, wobei sich insbesondere Mercedes am italienischen Team vorbeientwickelt hat.

Nach einem enttäuschenden elften Platz beim Rennen in Österreich, betont Charles Leclerc, dass es für Ferrari in England wichtig sei, die neuen Teile ausgiebig in den Trainings gegeneinander zu testen, doch das Wetter könnte Ferrari einen Strich durch die Rechnung machen. An allen drei Tagen des Rennwochenendes droht Regen, was große Detailanalysen erschweren könnte.

"Wir haben für hier keine Upgrades am Auto", sagt Leclerc. "Aber es wird natürlich sehr nützlich sein, wenn es nicht regnet. Aber im Moment sieht es so aus, als würde es wahrscheinlich regnen. Wenn es also morgen regnet, muss der Test, den wir mit beiden Autos machen wollten, um ein paar Dinge zu bestätigen, vielleicht auf das nächste Rennen verschoben werden."

"Wir versuchen immer noch herauszufinden, wie wir das Auto abstimmen müssen, um das Potenzial dieser Upgrades zu maximieren, denn wie ich schon oft gesagt habe, sind die Zahlen, die wir von diesem Upgrade erwartet haben, da. Das Upgrade funktioniert also so, wie es sollte, aber es kommt mehr darauf an, wie man das Auto fährt, um die Zahlen zu optimieren, die wir sehen. Das ist uns bis jetzt noch nicht ganz gelungen, also arbeiten wir noch daran."

Sainz über Bouncing: "Kostet zu 100 Prozent Rundenzeit"

Die Vermutung ist, dass die neuen Teile den Ferrari SF-24 wieder instabiler in schnellen Kurven gemacht haben, wobei das Bouncing zum Teil zurückgekommen ist. Das geht auch zu Lasten der Reifen. War Ferrari in den ersten Saisonrennen beim Reifenmanagement klar das beste Team, so ist die Scuderia laut den Daten unseres Technologiepartners PACETEQ auf das Niveau der anderen Topteams zurückgefallen. Der einstige Vorteil ist weg.

Leclerc glaubt, dass die Probleme "kurzfristig" gelöst werden können, da "wir bereits einige Ideen haben, in welche Richtung wir gehen wollen, da wir im letzten Rennen große Unterschiede zwischen den Autos gesehen haben."

Teamkollege Carlos Sainz, der das Rennen in Silverstone 2022 gewinnen konnte, fügt über Ferraris Update-Rätsel hinzu: "Sicherlich hat dieses neue Paket noch Optimierungspotenzial", sagt er. "Bouncing geht immer zu 100 Prozent zu Lasten der Rundenzeit."

"Ich glaube, es kostet sogar mehr Zeit, als man denkt. Und zwar nicht nur die Zeit, die man durch das Bouncing in einer Hochgeschwindigkeitskurve verliert. Sondern auch die potenzielle Zeit, die man in anderen Kurven dadurch verliert, dass man in einer 6g-Hochgeschwindigkeitskurve springt. Aber es kostet mit Sicherheit Rundenzeit, vielleicht sogar mehr, als wir denken."

Seit Spanien geht es abwärts: "Macht uns natürlich Sorgen"

Für Ferrari geht es laut Sainz darum, nun schnell eine Lösung zu finden, damit die kommenden Updates zum Auto passen und keinen Rückschritt darstellen: "Kurzfristig wollen wir auf jeden Fall verstehen, ob wir einen Schritt in die richtige Richtung gemacht haben oder nicht - denn das wird auch der zukünftigen Entwicklung helfen. Und das hat jetzt oberste Priorität für das Team."

"Wir akzeptieren und sind uns bewusst, dass wir seit Barcelona weniger konkurrenzfähig sind als vor Barcelona. Das macht uns natürlich Sorgen um das Paket, und wir müssen versuchen, so viel wie möglich zu verstehen, was damit zusammenhängt. Aber gleichzeitig stehen die anderen nicht still. Und sie machen exponentielle Fortschritte. Wir versuchen also, mit ihnen Schritt zu halten."

Updates in aktueller Formel-1-Ära immer schwerer?

Dennoch zeigt sich im kompletten Feld, dass Teams immer mal wieder mit neuen Teilen Probleme bekommen. Das berühmteste Beispiel ist mit Sicherheit Aston Martin, die bereits 2023 im Entwicklungsrennen zurückgefallen sind und den Trend in diesem Jahr bestätigen. Doch auch die letzten Updates von Racing Bulls und Red Bull haben keine nennenswerten Fortschritte gebracht.

Laut Sainz ist es für die Teams in der modernen Formel 1 mit Ground-Effect-Autos noch schwerer geworden, neue Teile ans Auto zu bringen, die sofort funktionieren: "Das ist zu 100 Prozent viel schwieriger für die Teams", sagt er. "Für den Fahrer ist es schon sehr schwierig zu verstehen, wie er die Leistung aus dem Auto herausholen kann."

"In einigen Kurven hat man das Gefühl, dass man Vollgas geben kann, in anderen muss man seinen Fahrstil wirklich kontrollieren und sehr diszipliniert fahren, um Rundenzeiten zu erzielen. Den Ingenieuren geht es ähnlich. Es ist nicht so einfach, zehn oder fünf Punkte mehr Abtrieb zu haben und das Auto ist schneller - denn das kann an anderer Stelle zu Problemen führen. Das Reglement ist sehr anspruchsvoll, und ich glaube, dass jeder in der Startaufstellung irgendwann einmal mit diesen Upgrades zu kämpfen hatte."

Leclerc optimistisch: Werden wieder um Siege kämpfen

"Wenn man ein neues Paket einführt, muss man sicherstellen, dass man es so schnell wie möglich optimiert", fügt Leclerc hinzu. "Sonst bleibt man auch zurück, während sich andere verbessern. Denn in Österreich zum Beispiel bedeuten zwei Zehntel gleich, dass man von P2 auf P6 fällt. Das macht also einen großen Unterschied."

Und weil die Abstände zwischen den Topteams weiterhin ziemlich eng sind, rechnet der Monegasse, dass Ferrari im weiteren Saisonverlauf einige weitere Erfolge neben dem Sieg in Monaco erzielen wird: "Ich bin zuversichtlich, dass wir um Rennsiege kämpfen werden, wenn wir die Schritte nach vorne machen, die wir bald erwarten. Denn wie ich schon sagte, geht es hier nur um zwei Zehntel, die heute einen großen Unterschied ausmachen."

"Aber wenn man alles im Zusammenhang betrachtet, vor allem mit den Problemen, mit denen wir jetzt zu kämpfen haben, bin ich zuversichtlich, dass die zwei Zehntel im Auto sind, sobald wir diese Probleme nicht mehr haben und unser Paket optimieren. Wir müssen sie nur finden und das Auto konsequent ins richtige Fenster stellen, was seit drei Rennen aus dem einen oder anderen Grund nicht mehr gelungen ist."

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