Ferrari: Mission Winnow könnte sich als Titelsponsor zurückziehen

Ferrari sagt, dass Philip Morris International "sehr wahrscheinlich" auch 2022 als Sponsor involviert bleiben wird, wenn auch "vielleicht nicht als Titelsponsor"

Ferrari: Mission Winnow könnte sich als Titelsponsor zurückziehen

Ferrari führt seit einigen Monaten Gespräche über einen neuen Vertrag mit Philip Morris International (PMI), dessen aktueller Vertrag am Ende dieses Jahres ausläuft. PMI ist einer der dienstältesten Partner von Ferrari und hat zuletzt sein Titelsponsoring von Ferrari genutzt, um seine Mission-Winnow-Kampagne zu fördern.

Die Logos für die Initiative für eine tabakfreie Zukunft wurden erstmals beim Grand Prix von Japan 2018 vorgestellt. Mit Beginn der folgenden Saison übernahm Mission Winnow auch die Namensrechte. Das vollständige Branding fuhr aber nicht immer mit, um eine Kontroverse über Tabakwerbegesetze zu vermeiden.

So war Ferrari 2020 die gesamte Saison über ohne das Branding unterwegs, bevor zu Beginn der aktuellen ein neues grünes Logo und der Schriftzug wieder auftauchten. Anfang dieses Jahres wurde jedoch bekannt gegeben, dass der Schriftzug "Mission Winnow" bei den Rennen in Europa wieder entfernt werden würde.

Es gab Spekulationen, dass die anhaltende regulatorische Unsicherheit PMI dazu veranlassen könnte, die Formel 1 ganz zu verlassen, aber Ferrari deutet an, dass es eine Chance gibt, dass das Unternehmen eine gewisse Beteiligung beibehält.

Auf die Frage, ob Mission Winnow im nächsten Jahr als Titelsponsor mit seinen Aufklebern auf dem Auto bleiben wird oder nicht, sagt Ferrari-Teamchef Mattia Binotto: "Wir sind noch in Gesprächen mit PMI. Es ist sehr wahrscheinlich, dass PMI bleiben wird, vielleicht nicht als Titelsponsor. Wir müssen abwarten."

"Es kann davon abhängen, was Sie mit Mission Winnow genau meinen. Wenn wir über Aufkleber auf dem Auto sprechen, diskutieren wir über die Rechte", weiß Binotto und versichert: "Wir werden es bekannt geben, sobald wir dazu bereit sind."

Als PMI Anfang des Jahres ankündigte, das Mission Winnow-Branding für die Rennen auf europäischen Strecken zu entfernen, brachte das Unternehmen seine Enttäuschung darüber zum Ausdruck, wie seine Nicht-Tabak-Kampagne behandelt wurde.

Riccardo Parino, Vizepräsident für weltweite Partnerschaften bei Philip Morris, sagte damals: "Mission Winnow respektiert alle Gesetze und Regelungen. Wir streben stetig danach, klare Wege zu finden, um einen Dialog anzuregen, frei von jeglicher Ideologie, und starke Partnerschaften mit gemeinsamen Werten aujfzubauen."

"Wir wissen um das Misstrauen und die große Skepsis gegenüber unserer Branche. Wir wollen jedoch keine Kontroverse über die Verwendung des Logos entfachen." Man wolle vielmehr in einen "welweiten Dialog" eintreten, "innovative Ideen" unterstützen und "einen positiven Wandel vorantreiben", so Parino weiter.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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