Ferrari nach Quali-Enttäuschung unentschlossen: Ein oder zwei Stopps?

Wie Ferrari-Sportdirektor Laurent Mekies die Qualifying-Leistung von Carlos Sainz und Charles Leclerc einstuft und was sich Ferrari für das Katar-Rennen ausrechnet

Ferrari nach Quali-Enttäuschung unentschlossen: Ein oder zwei Stopps?

Vier Mal in Folge hatte sich Ferrari mit beiden Autos in den Top 10 der Formel-1-Startaufstellung platziert. Doch im Qualifying zum Katar-Grand-Prix 2021 in Losail (das Rennen im kostenlosen Formel-1-Liveticker verfolgen!) riss diese Serie. "Das ist eine Enttäuschung", sagt Ferrari-Sportdirektor Laurent Mekies. "Und wir fragen uns noch immer, warum uns mit Charles [Leclerc] keine bessere Leistung gelungen ist.

Leclerc hatte noch während der Qualifikation darüber geklagt, das Auto nicht ans Limit bringen zu können. Prompt blieb er als 13. schon in Q2 hängen und verpasste den Einzug in das Qualifying-Finale. Erst später stellte sich ein Schaden am Fahrzeug heraus, der Ferrari zu einem kurzfristigen Chassiswechsel zwang. Leclerc fährt am Sonntag also mit einem neu aufgebauten Rennwagen von P13 los.

Die Ursachenforschung bei Ferrari aber dauert an: "Wir müssen herausfinden, was da genau schiefgelaufen ist", sagt Mekies. "Das ist unsere wahrscheinlich wichtigste Aufgabe bis zum Rennen, denn das war schon sehr seltsam."

"Risiko" bei Sainz mit Medium lohnt sich für das Rennen

Immerhin: Beim Schwesterauto von Carlos Sainz machte Ferrari im Qualifying vieles richtig, aber auch für Sainz war der Samstagabend in Katar kein Spaziergang: Ferrari ließ ihn in Q2 auf Medium-Reifen antreten, um für das Rennen in einer besseren Ausgangsposition zu sein.

"Wir sind da ein gewisses Risiko eingegangen", meint Mekies. "Nur Max [Verstappen], Valtteri [Bottas] und Lewis [Hamilton] haben es auch so gemacht. Deshalb sind wir unter Druck geraten von Leuten, die Soft genommen haben und schneller gefahren sind. Zum Glück hat es trotzdem gereicht. Das dürfte uns etwas mehr Flexibilität an die Hand geben bei der Strategie. Und das ist gut."

Überhaupt ist die Strategie im Rennen das große Thema vor dem Katar-Grand-Prix. Formel-1-Lieferant Pirelli hält zwei Stopps für die ideale Reifentaktik und mehrere unterschiedliche Varianten für möglich. Und wo Ferrari mit Sainz auf Medium festgelegt ist, mit Leclerc aber nicht, könnte die Scuderia die beiden Autos unterschiedlich verplanen.

Volle Ausrichtung auf McLaren im Rennen

Mekies jedenfalls schließt nichts aus für die Grand-Prix-Distanz. Auf die konkrete Frage, ob es eher auf eine Einstopp- oder eine Zweistopp-Strategie hinauslaufen werde, sagte er: "Ich denke, man wird beides sehen."

"Das Schöne an diesem Beruf ist doch: Du hast am Freitag deine Hausaufgaben gemacht, die Longruns, und hast jetzt viele Daten vorliegen. Was passiert aber dann im Rennen? Nach den ersten fünf, zehn 15 Rennrunden machst du eine Bestandsaufnahme, welche deiner vorbereitenen Szenarien sich bestätigen oder ob du neu planen musst."

Ferrari werde seine Strategie aber auch am direkten Gegner McLaren ausrichten. Denn: "Unsere Geschwindigkeit im Renntrimm wird ähnlich sein. Überholen ist schwierig auf dieser Strecke, selbst wenn man einen kleinen Speedvorteil hat. Es kommt also wohl auf die Taktik an", meint Mekies. "Das bedeutet, wir müssen flexibel sein und alle sich bietenden Chancen nutzen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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