Ferrari-Präsident: Zehn Jahre ohne WM-Titel wäre „eine Tragödie“

Ferrari ist seit 2007 ohne WM-Titel in der Formel 1. Sollte es auch in diesem Jahr wieder nicht klappen, wäre das eine echte „Tragödie“, sagt Ferrari-Präsident Sergio Marchionne.

In der Saison 2016 gibt es bei Ferrari nur ein Ziel: Den Weltmeistertitel wieder nach Maranello holen. Immerhin war Kimi Räikkönen der letzte Fahrer, der die Fahrerkrone nach Italien brachte – das war 2007. Den bisher letzten Konstrukteurstitel holte die Scuderia ein Jahr später.

Zumindest habe Ferrari durch die Platzierungen auf dem Podium in der vergangenen Saison aber wieder an Glaubhaftigkeit gewonnen, sagte Marchionne. Das reiche aber nicht.

„Wenn wir in der Formel 1 mehrere Siege hintereinander feiern könnten, dann würde das unserer Marke guttun“, sagte er der Gazzetta dello Sport.

„Ich habe mit einem unserer Vertragshändler gesprochen und wir waren uns einig, dass die Resultate 2015 hilfreich waren, die Marke wieder glaubwürdiger zu machen. Wenn wir es in einem Zeitraum von zehn Jahren aus irgendeinem Grund nicht schaffen würden, einen Titel zu gewinnen, wäre das eine Tragödie.“

Es geht aufwärts

Ende 2014 übernahm Marchionne den Posten des Ferrari-Präsidenten von Luca di Montezemolo und war entscheidend an der Umstrukturierung in Maranello beteiligt.

Am schlimmsten seien die ersten Monate gewesen, erklärte der 63-Jährige. „Als ich versuchte herauszufinden, wo wir in der Formel 1 standen und mir klar wurde, dass wir nicht konkurrenzfähig waren.“

Also begann er Änderungen beim Personal vorzunehmen und genau das erwies sich als Schlüssel zum Erfolg.

„Wir haben gewonnen, weil wir wieder auf das Team fokussiert waren und begannen, die Dinge zu tun, die wirklich wichtig waren. Maurizio Arrivabenes Ankunft hat viel geholfen.“

Marchionne glaubt, dass der Teamchef einen größeren Anteil an den Erfolgen des Teams 2015 habe, als allgemein angenommen wird.

„Wenn er einen Fehler hat, dann ist der nicht technischer Natur“, sagte er. „Er ist großartig darin, eine gute Atmosphäre im Team zu schaffen. Er weiß, wie man es schafft, dass alle zusammenarbeiten.“

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