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Formel 1 Silverstone

Ferrari rüstet auf Imola-Paket zurück: "Wir stecken in Schwierigkeiten"

Charles Leclerc scheidet in Silverstone im Qualifying schon in Q2 aus - Carlos Sainz auch nur Siebter: Was ist aktuell bloß mit Ferrari los?

Ferrari rüstet auf Imola-Paket zurück: "Wir stecken in Schwierigkeiten"

Ferrari kriegt in der Formel 1 derzeit kein Bein auf den Boden: Die jüngste Ergebniskrise der Roten geht auch in Silverstone munter weiter, Carlos Sainz kommt im Qualifying nicht über Rang sieben hinaus, Charles Leclerc scheidet als Elfter sogar schon in Q2 aus.

"Wir haben ganz schöne Schwierigkeiten im Moment", gibt Leclerc nach der Enttäuschung am Samstag unumwunden zu. Was den Ferrari-Star ratlos macht: "Ich hatte das Gefühl, dass wir gestern als Team viel gelernt haben, als wir die Autos aufgeteilt haben", so Leclerc, "aber dein Wochenende optimierst du damit natürlich nicht wirklich, weil du dich nicht nur auf Performance konzentrierst."

"Q3 verpassen wir dann um ein Zehntel", ärgert sich Leclerc: "Es war das erste Mal, dass ich mit dieser Konfiguration im Trockenen gefahren bin, nachdem es im dritten Training nass war." Trotzdem hofft der Ferrari-Star, "dass es uns langfristig hilft, was wir gestern gemacht haben. Aber heute fühlt es sich natürlich ein bisschen danach an, dass wir den Preis dafür zahlen."

 

 

 

Klar ist: Seit dem Monaco-Sieg Ende Mai ist bei der Scuderia der Wurm drin. Es folgten das Doppel-Aus in Kanada, lediglich die Plätze fünf und sechs in Spanien, und zuletzt ein mehr als schmeichelhaftes, weil geerbtes Podium für Sainz in Spielberg.

 

Für die Ferrari-Stars und ihre Mechaniker läuft es derzeit nicht besonders rund

Für die Ferrari-Stars und ihre Mechaniker läuft es derzeit nicht besonders rund

Foto: Motorsport Images

Passend zur Autofarbe herrscht deshalb jetzt Alarmstufe Rot bei den Italienern, die für das Qualifying in Silverstone sogar auf das Paket aus Imola zurückgerüstet haben, wie Leclerc bestätigt. Das Bouncing, das dem Team zuletzt vielerorts das Leben schwer machte, sei damit immerhin "ein bisschen besser, was auch der Hauptgrund ist, warum wir wieder auf das alte Paket gegangen sind", so der Monegasse.

 

Teil der Wahrheit ist damit aber auch, dass man den in der Zwischenzeit vorgenommenen Entwicklungsschritten der Konkurrenz so natürlich meilenweit hinterher hinkt - allen voran mit Blick auf Mercedes, die ihre zuletzt erzielten Fortschritte in Silverstone mit einer rein silbernen Startreihe eins unterstrichen.

Leclerc hadert: "Mercedes, McLaren, Red Bull vorne"

"Mercedes ist vorne, McLaren ist vorne, Red Bull ist vorne. Und wir sind die, die jetzt seit ein paar Rennen in Schwierigkeiten stecken", kann Leclerc seinen Frust nur schwer verbergen. "Aber wie ich schon seit einiger Zeit sage, wir müssen zurückschlagen, und die Balance und Performance im Auto finden, die uns im Moment fehlt."

Auf seiner besten Runde im Qualifying sei mit den aktuellen Limitierungen des Autos jedenfalls nicht viel mehr drin gewesen, so Leclerc: "In den Kurven 13 und 15 bin ich komplett geradeaus gefahren, vorne links war einfach aus dem Fenster, oder hatte sehr wenig Grip. Mit der Balance in den schnellen Ecken tun wir uns echt schwer, da dreht das Auto einfach nicht."

 

Welche Knöpfe Sainz auch drückt, schneller wird das Auto derzeit nicht

Welche Knöpfe Sainz auch drückt, schneller wird das Auto derzeit nicht

Foto: Motorsport Images

Wenngleich Teamkollege Sainz den Sprung in die Top 10 schafft, begeistert ist er von seinem Dienstwagen auch nicht gerade: "Gemessen an unseren Schwierigkeiten bei Highspeed ist das hier, mit den ganzen Hochgeschwindigkeitspassagen, natürlich keine Überraschung", schlägt der Spanier in dieselbe Kerbe wie sein Stallgefährte: "Silverstone wäre so immer schwierig geworden."

 

Immerhin habe die Imola-Konfiguration einem nun aber wieder mehr Stabilität verliehen: "Wir müssen das Auto so konstant und berechenbar machen wie nur irgendwie möglich, für die schnellen Kurven", fordert Sainz: "Ich denke, die Richtung, die wir einschlagen müssen, ist klar - wir müssen nur schauen, ob wir das auch auf der Strecke umgesetzt bekommen."

Sein Vertrauen in die Ferrari-Ingenieure hat der scheidende Scuderia-Star laut eigener Aussage jedenfalls noch nicht verloren: "Wir haben letztes Jahr bewiesen, dass wir über die Saison sehr gut entwickeln können. Im Winter haben wir das auch wieder gezeigt, haben dieses Auto ganz klar besser und konstanter gemacht. Aber die letzten Schritte waren halt nicht wie erwartet."

Vasseur zwischen "Weltmeister" und "Idioten"

Teamchef Fred Vasseur ist wie sein Fahrer um eine gemäßigte Sichtweise auf die aktuelle Ferrari-Krise bemüht: "Nach Monaco waren wir nicht Weltmeister, genauso wie wir heute keine Idioten sind. Wir müssen versuchen alles zusammen zu bekommen, mit Ruhe, müssen unsere Qualifyings gut hinbekommen", so Vasseur, der klarstellt: "Heute ist das nicht gelungen."

 

Harte Zeiten: Seit Monaco hat Fred Vasseur wenig Grund zur Freude

Harte Zeiten: Seit Monaco hat Fred Vasseur wenig Grund zur Freude

Foto: circuitpics.de

"Man konnte ja sehen, in Q3 war es schon aus der Box raus schlecht, Sainz war im Kampf mit Alonso und Piastri, sicher nicht die beste Vorbereitung auf die Runde", erklärt der Teamchef bei Sky, und fügt mit Blick auf Leclerc hinzu: "Er hat in Kurve 13 einen Fehler gemacht, der hat ihn drei Zehntel gekostet. Aber wenn so viele Autos so eng beieinander sind, wird es eben schwer."

 

Die Entscheidung für die Imola-Konfiguration verteidigt Vasseur indes: "Für eine Strecke wie Silverstone hat es absolut Sinn gemacht, das zu tun", sagt der Ferrari-Teamchef und stellt klar: "Das ist auch mit Sicherheit nicht die Erklärung für das schlechte Resultat heute."

Dass mit Haas-Pilot Nico Hülkenberg sogar ein Ferrari-Kunde vor dem Werksteam aus Maranello gelandet ist, darüber ärgert sich der Franzose übrigens keineswegs, ganz im Gegenteil: "Ich freue mich für 'Hulk' und Haas. Mich interessiert auch nicht wer vor uns ist, weil wir vor allen sein müssen. Und dann ist es mir lieber, Nico und Haas sind vor uns, als andere."

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