Ferrari-Windkanalstreit: Mercedes will endlich Klarheit von der FIA

Mercedes hat in Abu Dhabi an die FIA-Stewards geschrieben und erwartet eine Klarstellung bezüglich der Nutzung des Windkanals in Maranello, nachdem es Bedenken wegen der Zusammenarbeit mit Haas gab.

Schon seit einiger Zeit wundert sich die Konkurrenz, wie es Ferrari geschafft hat, beim Grand Prix von Spanien ein umfangreiches Upgrade zu haben, wo doch die Zeit der Windkanaltests und der CFD-Verbrauch streng limitiert sind.

Es gab Bedenken, dass Ferrari im Zuge der technischen Zusammenarbeit mit Haas zusätzliche Zeit im Windkanal verbracht habe und man auch Erkenntnisse, Personal oder Teile ausgetauscht habe.

Die FIA startete daraufhin eine offizielle Untersuchung. Der Technische und Sportliche Koordinator der FIA, Marcin Budkowski, der ehemalige Chefaerodynamiker von McLaren und Ex-Mitarbeiter von Ferrari, wurde nach Maranello geschickt, um das Windkanalprogramm genau unter die Lupe zu nehmen.

Fehler fand er aber nicht.

Nach andauernden Diskussionen mit der FIA, die sich über die gesamt Saison hinzogen, hat Motorsport.com erfahren, dass Mercedes nun dazu auserkoren wurde, die Sache mit den Rennkommissaren zu besprechen.

Aus Team-Kreisen verlautet, dass ein Schreiben an die FIA geschickt wurde, in dem man Klarheit fordert, was bei einer Partnerschaft zwischen Teams erlaubt ist und was nicht.

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff betont, dass es sich nicht um eine direkte Beschwerde oder einen Protest gegen Ferrari handle, sondern darum ginge, Antworten zu bekommen, was der deutsche Hersteller tun dürfe.

„Es ist nur eine Klarstellung und noch nicht gegen ein Team gerichtet“, sagte er gegenüber Motorsport.com.

„Wir wollten Antworten, die von der FIA bisher noch nicht klar gegeben wurden und ich glaube, es ist für alle wichtig zu wissen, wie die Sachlage ist.“

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