Ferrari: Zusätzlicher Schritt in Spielberg durch neues Benzin?
Ferrari wird beim Formel-1-Rennen in Österreich nicht nur auf Motoren-Updates setzen, auch ein eigens für die neue Konfiguration entwickelter Kraftstoff soll helfen
Lewis Hamilton holte in Barcelona den ersten Ferrari-Sieg seit 2024
Foto: LAT Images
Ferrari wartet nur noch auf die Freigabe durch die FIA. Das Team aus Maranello wird in Spielberg die dritte Power Unit 067/6 einführen, ausgestattet mit den durch ADUO ("Additional Development and Upgrade Opportunities") erlaubten Modifikationen.
Die Scuderia sollte dadurch in der Lage sein, den Leistungsrückstand gegenüber dem Mercedes-Verbrennungsmotor zu verringern - auch dank der Zusammenarbeit des Teams um Enrico Gualtieri mit dem Shell-Labor in Hamburg, das einen neuen Sprit für die nächste Ausbaustufe des Motors entwickelt hat.
Es ist schwer zu bestimmen, zu welchem Anteil der Leistungszuwachs auf den neuen homologierten Kraftstoff und zu welchem auf die von der FIA erlaubten Änderungen zurückzuführen ist. Das Motorenupgrade soll rund 15 PS bringen.
Der Sieg von Lewis Hamilton in Barcelona hat das Team aus Maranello beflügelt, das nun hofft, in der Steiermark den Leistungssprung des SF-26 dank des in Spanien eingeführten zweiten Aerodynamik-Updatepakets nach jenem in Miami zu bestätigen.
Die Reduzierung des Luftwiderstands und der erhöhte Abtrieb haben es dem von Loic Serra entwickelten Auto ermöglicht, in der Hitze von Montmelo zu dominieren.
In dieser Konfiguration war Ferrari das Auto mit dem besten Reifenmanagement und durchbrach die Dominanz von Mercedes, die die ersten sechs Rennen der Saison allesamt gewonnen hatten.
Im Debriefing des Großen Preises von Barcelona wurde versucht, die Ursache des Elektronikproblems zu klären, das das Hydrauliksystem von Charles Leclerc kurz vor Rennende außer Gefecht setzte.
Der Monegasse verlor Servolenkung, Brake-by-Wire und Teile der aktiven Aerodynamik. Die Techniker suchen weiterhin nach der Ursache des Ausfalls und schließen nicht aus, dass auch Leclercs Unfall in der Antony-Noghes-Kurve in Monaco damit zusammenhängen könnte.
Leclerc muss das Vertrauen in den SF-26 zurückgewinnen, und Österreich könnte dafür die richtige Strecke sein, zumal er in Spielberg in der Vergangenheit stets sehr konkurrenzfähig war.
Ferrari hat nach 34 Rennen endlich wieder einen Sieg eingefahren und muss nun bestätigen, dass man Mercedes dauerhaft herausfordern kann. Gleichzeitig ist mit Reaktionen der Konkurrenz zu rechnen: Red Bull etwa plant auf der hauseigenen Strecke das Debüt eines umfangreichen Updatepakets.
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