Feuer bei Pierre Gasly: "Bin noch nie so schnell aus dem Auto raus"

Pierre Gasly hat im Training eine Schrecksekunde zu überstehen: Sein AlphaTauri steht plötzlich in Flammen, sodass der Franzose schnell raus muss

Feuer bei Pierre Gasly: "Bin noch nie so schnell aus dem Auto raus"
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"Ich glaube, ich bin noch nie so schnell aus dem Auto raus", sagt Pierre Gasly nach seiner Schrecksekunde im zweiten Training zum Großen Preis von Singapur. Denn als der Franzose planmäßig in die Box gefahren war, fing sein AT03 plötzlich Feuer. Gasly sprang aus dem Auto, während Mechaniker - auch von Aston Martin - das Feuer unter Kontrolle brachten.

"Ja, das war ganz schön heiß", sagt Gasly, der das Feuer in seinem Rückspiegel sehen konnte und auch durch seine Mechaniker auf das Problem aufmerksam gemacht wurde. "Ich habe es ziemlich schnell verstanden. Wenn du den Ausdruck in ihren Gesichtern siehst, dann weißt du, dass irgendetwas nicht stimmt und du besser raus solltest."

Laut seinem AlphaTauri-Team soll sich das Feuer entzündet haben, nachdem man die Kraftstoffentlüftung angeschlossen hatte. "Irgendetwas lief da schief, weil es in diesen Bedingungen etwas anders ist als sonst", sagt Gasly.

Großen Schaden richtete der Brand aber nicht an, auch weil er schnell wieder gestoppt werden konnte. "Am Ende wurde nur etwas Farbe verbrannt", sagt der AlphaTauri-Pilot, der wenig später sogar wieder auf die Strecke gehen konnte und die 14.-schnellste Zeit setzen konnte (+1,882 Sekunden). "Für den Rest des Wochenendes bereitet es uns keine Sorgen."

Benzinsystem legt Tsunda lahm

Auch für Gaslys Teamkollege Yuki Tsunoda lief es am Freitagabend nicht wie gewünscht. Der Japaner konnte nur elf Runden fahren, weil es ein Problem mit seinem Benzinsystem gab, durch das er in der zweiten Sessionhälfte zuschauen musste.

 

"Das bedeutet, dass er weder seinen Low-Fuel-Run auf den Softs noch den Longrun zu Ende fahren konnte, sodass er morgen noch einiges zu tun haben wird", hadert Chef-Renningenieur Jonathan Eddolls. Tsunoda beendete den Tag auf Rang 17 (+2,624).

Für AlphaTauri ging es am Freitag vor allem darum zu schauen, wie sich die neue Fahrzeuggeneration auf dem welligen Kurs von Singapur schlagen würde. "Es ist deutlich unebener als in den vergangenen Jahren", sagt Gasly. "FT1 war in Sachen Fahrbarkeit ziemlich schlecht. Ich weiß nicht, ob das für alle Fahrer so war."

Nicht über Randsteine fahren

Er sagt, dass AlphaTauri die Randsteine im Moment nicht mitnehmen kann. "Aber wir konnten schon das ganze Jahr nicht so über die Randsteine fahren wie zuvor", so Gasly. "Die Autos sind ziemlich steif, und auf so einer Strecke wie Singapur macht das einen großen Unterschied."

Nebenbei probierte man bei AlphaTauri auch einen neuen Frontflügel aus, den man mit nach Singapur gebracht hat. "Wir haben ihn im Laufe der Session Schritt für Schritt aufgebaut und konnten die wichtigsten Einschränkungen im FT2 klar erkennen", sagt Eddolls, der mit dem Freitag nicht ganz zufrieden war.

"Das Qualifying ist auf dieser Strecke der Schlüssel, und wir haben nicht die Leistung gesehen, die wir erwartet hatten, also haben wir noch etwas Arbeit vor uns, um alles zu analysieren und das Set-up entsprechend zu ändern."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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