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Werden Zweikämpfe in der Formel 1 wieder natürlicher?

Foto: LAT Images

Die FIA hat vor dem Start der neuen Formel-1-Saison 2026 ein Update der Zweikampf-Richtlinien vorgenommen und angekündigt, etwas großzügiger bei der Bewertung vorzugehen und weniger Strafen zu verteilen. Dazu gehört auch eine Anpassung der Strafpunkte, die auch bei weniger Vergehen verteilt werden sollen.

Die Bewertung der Zweikämpfe war im vergangenen Jahr ein großes Streitthema. Vor allem das Thema Konstanz wurde von den Fahrern immer wieder bemängelt, genau wie die allgemeine Regulierung, die zu seltsamen Fahrmanövern geführt hat, sodass Fahrer sich so verhalten haben, dass sie strikt nach Regelbuch im Recht wären.

Denn den Kommissaren wurde häufig vorgeworfen, die Zweikampf-Richtlinien als striktes Gesetz zu behandeln, anstatt sie lediglich als Basis für eine fundierte Entscheidung zu nutzen.

Dies führte beim vorletzten Rennen in Katar zu einem Treffen zwischen Teams, Fahrern und der FIA, dessen Ergebnis nun in den neu angepassten Richtlinien zu sehen ist.

Eine der größten Änderungen betrifft das Blockieren der Räder, was nicht mehr automatisch impliziert, dass ein Fahrer die Kontrolle verloren hat, da dies tatsächlich auf die Gesetze der Physik oder den bloßen Versuch, einem anderen Auto auszuweichen, zurückzuführen sein kann.

Im Zweifel werden die Kommissare bei diesem Umstand Milde walten lassen. Zudem werden sie laut FIA anerkennen, dass bei einem Überholmanöver das andere Auto nicht einfach verschwinden kann, sobald ein Fahrzeug das Recht auf die Kurve erlangt hat. Generell soll den Kommissaren "mehr Flexibilität" bei der Umsetzung der Standards eingeräumt werden.

Dazu gehören auch die Strafpunkte, bei denen eine Änderung eingeführt wird: Diese werden nur noch bei "gefährlichen, rücksichtslosen oder offensichtlich vorsätzlichen Handlungen, die zu einer Kollision führen", oder bei "anderem inakzeptablen oder unsportlichen Verhalten" vergeben.

Weiterhin gilt aber: Wenn ein Fahrer innerhalb eines Jahres zwölf Strafpunkte sammelt, wird er für ein Rennen gesperrt - wie Haas-Pilot Kevin Magnussen 2024 in Baku.

An anderer Stelle gibt es nun strengere Richtlinien für verteidigende Fahrer, die die Strecke verlassen. In den Richtlinien heißt es dazu nun: "Wenn ein Auto während der Verteidigung einer Position die Strecke verlässt [oder eine Schikane abkürzt] und an derselben Position wieder auf die Strecke zurückkehrt, wird dies von den Kommissaren im Allgemeinen so gewertet, dass ein dauerhafter Vorteil erlangt wurde."

"Daher sollte die Position im Allgemeinen zurückgegeben werden. Es liegt im alleinigen Ermessen der Kommissare, festzustellen, ob der Fahrer eines Autos eine Position verteidigt."

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