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FIA genehmigt umstrittenen Pirelli-Reifentest im Oktober

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FIA genehmigt umstrittenen Pirelli-Reifentest im Oktober
Autor:
Übersetzung: Heiko Stritzke
25.09.2019, 12:03

Nach einer ungewöhnlichen Maßnahme hat der FIA-Motorsport-Weltrat den Pirelli-Reifentest in Barcelona ermöglicht - Testen alle drei Topteams?

Der Motorsport-Weltrat des Automobil-Weltverbands FIA (World Motor Sport Counsil; WMSC) hat seine formelle Zustimmung gegeben, dass ein zusätzlicher Pirelli-Reifentest am 7. und 8. Oktober in Barcelona stattfindet. Die Maßnahme war unter den Formel-1-Teams umstritten.

Mercedes, Ferrari und Red Bull haben ihre Dienste für den Test angeboten. Der italienische Reifenhersteller möchte mit den Testfahrten die Produkte für die Formel-1-Saison 2020 testen. Ursprünglich war der Termin von Pirelli für Testfahrten mit den 18-Zoll-Reifen für die Formel 2 geplant.

Es obliegt nun dem Einheitsreifenausrüster und der FIA, die Teams zu bestimmen, die die Testfahrten absolvieren. Im Vorfeld wurde bereits angedeutet, dass auch alle drei Teams den Zuschlag erhalten könnten.

Pirelli hatte den Extratest angefragt, um seine neuen Konstruktionen für 2020 auf einer Strecke mit hohem Verschleiß ausprobieren zu können. Nach heftiger Kritik (vor allem von Haas) an einem zu engen Arbeitsfenster der Pneus hat Pirelli die Entwicklung der 18-Zoll-Reifen für 2021 hinten angestellt und die Konstruktion für die derzeitigen 13-Zoll-Reifen geändert. Diese gehen 2020 in ihre letzte Saison.

Entscheidung mit Zweidrittelmehrheit

Was den Test so strittig macht: Eigentlich hätte die Deadline am 30. April eingehalten werden müssen, um den Test zu ermöglichen. Allerdings begannen zu jenem Zeitpunkt die Diskussionen um das zu kleine Arbeitsfenster erst.

Romain Grosjean

Insbesondere das Haas-Team kämpfte mit dem Arbeitsfenster der 2019er-Reifen

Foto: LAT

Nach dieser Deadline sind Anpassungen nur noch möglich, wenn die Teams sich einstimmig dafür entscheiden. Einige Teams waren jedoch dagegen. Sie fürchten, dass diejenigen Teams, die an dem Test teilnehmen, einen Vorteil daraus ziehen könnten.

Zwar handelt es sich um einen "blinden Test" - kein Team weiß also, mit welchem Reifen es eigentlich gerade fährt, und die Daten werden mit allen Teams geteilt. Trotzdem fürchten manche Rennställe, dass die teilnehmenden Teams sich einen Wissensvorsprung durch den Test erarbeiten könnten.

Die FIA ging jedoch einen ungewöhnlichen Schritt und akzeptierte eine Mehrheitsentscheidung von 70 Prozent, also dem, was einer Zweidrittelmehrheit bei zehn Parteien am nächsten kommt. Diese Marke wurde erreicht und der Vorschlag nun vom WMSC abgesegnet.

Pirelli besteht auf Test in freier Wildbahn

Für Pirelli-Motorsportchef Mario Isola sind die zusätzlichen Testfahrten von entscheidender Bedeutung: "Wir haben einen Reifen entwickelt, der das bedient, was der Sport gefordert hat: Ein größeres Arbeitsfenster und weniger Überhitzen."

"Als wir mit der Entwicklung unseres Produkts für 2020 begonnen haben, haben wir uns an älteren Vorgaben orientiert. Wir hatten bei der Konstruktion und dem neuen Profil andere Ziele im Kopf, aber kein weiteres drastisches Vermindern von Überhitzungserscheinungen."

"Das derzeitige Produkt [2019] weist bereits verminderte Überhitzungserscheinungen zum letztjährigen [2018] auf. Aber als wir mit den Fahrern gesprochen haben, wollten sie einen weiteren Schritt in diese Richtung. Und dann gab es diese Diskussion über das Arbeitsfenster der Reifen. Wir mussten unser Entwicklungsprogramm anpassen, um diese Ziele zu erfüllen. Und da war es schon sehr spät."

In Le Castellet kann man ganz gut C3, C4 und C5 entwickeln, aber sicherlich nicht C1 und C2.

‘¿’"So mussten wir einen zusätzlichen Test auf einer Strecke mit hoher Belastung ins Auge fassen, vor allem, um die [härtesten Mischungen] C1 und C2 zu finalisieren. Sonst würden uns diese Informationen fehlen."

Pirelli hat bereits auf dem Circuit Paul Ricard getestet. "Da hat es so ausgesehen, als würde es in die richtige Richtung gehen", so Isola. "Aber wir mussten unsere Palette vervollständigen. In Le Castellet kann man ganz gut C3, C4 und C5 entwickeln, aber sicherlich nicht C1 und C2. Da braucht es eine andere Streckencharakteristik."

"Wir brauchen diese Testfahrten, um Rückmeldung über das zu erhalten, was wir designt haben. Denn es gibt keine Garantie. Ich kann jetzt nicht hier an Ort und Stelle unterschreiben, dass der Barcelona-Test das Resultat bringen wird, das wir erwarten. Wir werden testen, die Daten analysieren und dann eine Entscheidung treffen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Urheber Adam Cooper