FIA greift ein: Haben Mercedes und Red Bull beim Motor getrickst?
Mercedes und Red Bull haben offenbar einen Trick entdeckt, der im Qualifying einige Hundertstel bringen kann - Die FIA hat nun aus Sicherheitsgründen eingegriffen
Haben Red Bull und Mercedes ein weiteres Schlupfloch in den Regeln gefunden?
Foto: LAT Images
Nachdem es bereits vor dem Saisonstart 2026 Gerüchte darüber gab, dass Mercedes und Red Bull beim neuen Formel-1-Motor einen Trick gefunden haben, stehen die beiden Hersteller nun erneut im Zentrum einer möglichen Spielerei. Allerdings geht es dieses Mal nicht um das Verdichtungsverhältnis.
Vielmehr berichtet The Race, dass Mercedes und Red Bull einen weiteren Trick gefunden haben sollen, der im Qualifying über eine schnelle Runde einen Vorteil von bis zu einigen Hundertstelsekunden geliefert haben soll - nun von der FIA jedoch verboten wurde.
Konkret geht es um die Batterie. Eigentlich ist im Reglement vorgeschrieben, dass die verfügbare Leistung in jeder Sekunde um 50 Kilowatt reduziert werden muss, sobald sich die Batterie leert. Dadurch soll verhindert werden, dass die elektrische Leistung mit einem Schlag von 100 auf null Prozent absackt.
Doch ein Trick ermöglichte es Mercedes und Red Bull angeblich, diese Reduzierung, die aus Sicherheitsgründen existiert, zu umgehen. Demnach war es möglich, am Ende einer Qualifyingrunde noch einmal die maximale Leistung zu nutzen, obwohl die Batterie schon fast leer war.
Hintergrund ist, dass die Vorgabe zur schrittweisen Reduzierung nicht greift, wenn die MGU-K in einem Notfall abgeschaltet werden muss. Allerdings ist in den Regeln nicht klar definiert, unter welchen Umständen genau diese Abschaltung erfolgen darf.
Deshalb wurde festgelegt, dass die MGU-K nach einer Abschaltung durch den Fahrer erst nach einer Minute erneut wieder aktiviert werden darf. Aus diesem Grund wurde der Trick auch lediglich am Ende einer Qualifyingrunde genutzt, weil die MGU-K anschließend ohnehin nicht mehr benötigt wurde.
Illegal war das Vorgehen von Mercedes und Red Bull also nicht, allerdings führte der Trick zu potenziell gefährlichen Situationen, weil die Autos nach der Abschaltung der MGU-K sehr langsam auf der Strecke unterwegs waren.
Zudem war angeblich auch ein Anhalten von Alexander Albon aus dem Mercedes-Kundenteam Williams im Training in Suzuka auf der Strecke auf diesen Trick zurückzuführen. Laut The Race entschied sich die FIA deshalb dazu, dem Vorgehen aus Sicherheitsgründen einen Riegel vorzuschieben.
Demnach ist die Abschaltung der MGU-K zwar weiterhin möglich, allerdings nur noch dann, wenn es ein nachweisbares Problem gibt. Auch die 60-Sekunden-Regel zur erneuten Aktivierung bleibt bestehen.
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