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FIA-Präsident im Amt bestätigt - doch es gibt einen Haken

Mohammed bin Sulayem wurde für vier weitere Jahre zum FIA-Präsidenten gewählt - Die Abstimmung war nur Formsache, weil kein weiterer Kandidat zugelassen war

Ohne Gegenkandidat: Mohammed bin Sulayem bleibt FIA-Präsident

Ex-Formel-1-Boss Bernie Ecclestone und FIA-Präsident Mohammed bin Sulayem

Foto: LAT Images

Mohammed bin Sulayem hat die Wahl zum FIA-Präsidenten gewonnen. Der aktuelle Amtsinhaber wurde im Rahmen der FIA-Vollversammlung in Taschkent (Usbekistan) für vier weitere Jahre im Amt bestätigt. Der ehemalige Rallye-Pilot bleibt damit bis mindestens Ende 2029 an der Spitze des Automobil-Weltverbandes.

Die Wahl von bin Sulayem war lediglich Formsache - weil er der einzig zugelassene Kandidat war. Tim Mayer zog seine Kandidatur bereits im Oktober zurück und kritisierte: "Wenn Wahlen entschieden sind, bevor die Stimmzettel verteilt werden, ist das keine Demokratie."

Die Schweizer Rennfahrerin Laura Villars ging sogar noch einen Schritt weiter und zog gegen die FIA vor Gericht, weil auch sie nicht zur Wahl zugelassen wurde. Anfang 2026 wird nun ein Prozess eröffnet, in dem über die Rechtmäßigkeit der Wahl am Freitag entschieden werden soll.

Somit könnte die Wahl in der Theorie nachträglich noch für ungültig erklärt werden. In der von der FIA am Freitagmittag versendeten Pressemitteilung zur Wiederwahl bin Sulayems ist davon keine Rede. Stattdessen werden die Verdienste des Präsidenten in seiner ersten Amtszeit hervorgehoben.

FIA lobt "nachhaltige finanzielle Verbesserung"

So heißt es beispielsweise: "In den letzten vier Jahren hat die FIA einen umfassenden Wandel durchlaufen, der zu einer Verbesserung der Unternehmensführung und der Betriebsabläufe sowie zur Wiederherstellung der finanziellen Gesundheit des Verbandes geführt hat."

"Diese Veränderungen haben die Position der FIA als weltweit führender Dachverband des Motorsports und als führende Autorität für sichere, nachhaltige und erschwingliche Mobilität gestärkt."

Weiter heißt es: "Unter der Führung von Mohammed bin Sulayem hat die FIA einen Verlust von 24 Millionen Euro im Jahr 2021 in ein robustes Betriebsergebnis von 4,7 Millionen Euro im Jahr 2024 umgewandelt - das stärkste Finanzergebnis, das der Verband seit fast zehn Jahren erzielt hat."

Zudem habe man die Prognose erstellt, auch das Jahr 2025 mit einem Betriebsergebnis von 4,4 Millionen Euro abzuschließen, "was eine anhaltende Dynamik und nachhaltige finanzielle Verbesserung zeigt."

FIA betont: "Wahl gemäß den Statuten der FIA"

Mohammed bin Sulayem selbst wird mit den Worten zitiert: "Ich danke allen FIA-Mitgliedern für ihre zahlreiche Teilnahme an der Wahl und dafür, dass sie mir erneut ihr Vertrauen geschenkt haben. Wir haben viele Hindernisse überwunden, aber heute stehen wir hier gemeinsam und sind stärker denn je."

"Es ist mir eine große Ehre, Präsident der FIA zu sein, und ich werde mich weiterhin mit ganzer Kraft für die FIA, den Motorsport, die Mobilität und unsere Mitgliedsclubs in allen Regionen der Welt einsetzen", so der alte und neue FIA-Präsident.

Spannend ist angesichts der Umstände der Wahl auch der letzte Satz in der Pressemitteilung: "Die Wahl wurde gemäß den Statuten der FIA in einem soliden und transparenten Abstimmungsprozess durchgeführt, der die demokratischen Grundsätze des Verbandes und die kollektive Stimme seiner weltweiten Mitglieder widerspiegelte."

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