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FIA-Präsident Jean Todt: Elektrische Formel 1 in naher Zukunft kein Thema

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FIA-Präsident Jean Todt: Elektrische Formel 1 in naher Zukunft kein Thema
Autor:
Co-Autor: Jonathan Noble
20.12.2019, 15:11

Jean Todt glaubt nicht, dass die Formel 1 in absehbarer Zeit komplett elektrisch werden wird - Der Verbrenner soll bleiben, Hybrid sei aktuell der beste Weg

Ferrari-Teamchef Mattia Binotto erklärte jüngst, dass eine komplett elektrische Formel 1 für ihn nicht vorstellbar sei. FIA-Präsident Jean Todt sieht es ähnlich. "Momentan ist die Formel 1 nur mit einem Hybridmotor denkbar", stellt der Franzose klar und ergänzt: "Man kann sich nicht vorstellen, dass die Formel E die Formel 1 ablösen wird." Denn der Unterschied zwischen beiden Serien sei aktuell noch gewaltig.

Die Formel 1 gilt noch immer als Königsklasse auf vier Rädern und ist deutlich schneller als die Formel E. Kann die Elektroserie die Formel 1 überhaupt jemals überholen? "Es wird Jahrzehnte dauern, bevor das passieren könnte - wenn es überhaupt passiert", glaubt Todt. Für den ehemaligen Ferrari-Teamchef steht daher fest: "Für heute ist Hybrid die richtige Wahl [für die Formel 1]."

Dem stimmt auch Formel-1-Boss Chase Carey zu. "Elektro wird ein Teil der Lösung sein", glaubt er und erklärt: "Ich denke, diese Frage muss man offensiv und nicht defensiv angehen." Auch er glaubt, dass Hybrid aktuell der richtige Weg für die Formel 1 ist. "Es hängt alles von der Speichertechnologie ab", glaubt Mercedes-Motorenchef Andy Cowell.

"Wenn es um Lithium-Ionen[-Batterien] geht, dann ist sein Zeitfenster korrekt", stimmt er Todt zu. "Eine Wasserstofflösung könnte man bereits heute umsetzen. Aber die Autos wären dann viel schwerer und sperriger als aktuell", erklärt Cowell. Daher sei eine solche Lösung nicht attraktiv für Formel 1. "Es geht nicht darum, den Verbrennungsmotor wegzuwerfen. Es geht darum, ihm anzupassen", so Cowell.

Ziel für die nächste Motorengeneration sei es, "100 Prozent erneuerbare Kraftstoffe" zu verwenden. "Ich denke, das wird die Zukunft für die kommenden zehn bis 20 Jahre sein", sagt Cowell. Dem stimmt auch Todt zu. "Als nächsten Schritt werden wir schauen, wie wir grünere Kraftstoffe bekommen können", kündigt der 73-Jährige an.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Urheber Ruben Zimmermann